Volleyball, 3. Liga VGF sichert sich Aufstiegsrunde

JL
Es ist geschafft: Die VGF steht in der Aufstiegsrunde der 3. Volleyball-Liga. Foto: Peter Perzl

Da ist das Ding! Die VGF Marktredwitz steht nach dem Sieg in Zirndorf bereits zwei Spieltage vor Ende der Vorrunde in den Playoffs. Eine Sache stößt Trainer Jan Liebscher jedoch ganz übel auf,

Da ist das Ding! Die VGF Marktredwitz sich in der 3. Liga mit einem am Ende souveränen Sieg in Zirndorf bereits zwei Spieltage vor Ende der Vorrunde einen Platz in der Aufstiegsrunde gesichert. Ebenfalls herausragend war am Samstagabend die Leistung der eingewechselten Jonas Lindner, Jonas Zusann, Niklas Weber und Max Schwinger, die sich als echte Optionen für die weiteren Spiele entpuppten.

Aggressive Schiedsrichter

Eine Sache stieß Trainer Jan Liebscher jedoch ganz übel auf: die Leistung der Unparteiischen. Nicht unbedingt wegen etwaiger Fehlentscheidungen, derer sicherlich nicht viele angefallen sind. Vielmehr war der Marktredwitzer Coach vor allem wegen der aggressiven Art und der Überheblichkeit insbesondere des ersten Schiedsrichters erschrocken, der beide Mannschaften völlig unnötig richtig auf dem Kieker hatte und das Spiel extrem in die Länge gezogen hat. Zirndorf hat zudem ohne Grund eine rote und eine gelbe Karte kassiert. Das Problem sieht Liebscher vor allem darin, dass das gleiche Schiedsrichtergespann kommende Woche das Spitzenspiel zwischen der VGF und dem noch noch ungeschlagenen SC Eltmann in der MAKarena pfeifen wird – und bereits in Eltmann im Hinspiel tätig und gleichzeitig überfordert war.

Fest entschlossen

Dennoch sollte das Sportliche in den Vordergrund treten. Die VGF war fest entschlossen, die Playoffs bereits beim ersten der drei restlichen Spiele einzutüten. Jan Liebscher konnte bis auf Niklas Tiepner auf den vollen Kader zurückgreifen, was sich am Ende auch als sehr wertvoll erweisen sollte. Marktredwitz legte los wie die Feuerwehr, führte eigentlich den ganzen Satz, konnte aber zwei Satzbälle nicht nutzen konnten. So gingen die Hausherren mit 1:0 in Führung.

Die VGF wackelte auch im zweiten Satz enorm. Die Annahme stabilisierte sich zwar – unter anderem auch, weil Niklas Weber von nun an auf der Liberoposition auflief und seine Sache überragend machte –, aber das Zuspiel wurde nun sehr ungenau. Einen 3:8-Rückstand glich die VGF aus, die Hausherren setzen sich aber wieder mit 15:12 ab, ehe die Gäste zum großen Sturm bliesen. Sage und schreibe acht Punkte am Stück verbuchte die VGF und ging vorentscheidend mit 20:15 in Führung. Danach folgte die rote Karte für Zirndorf und der damit einhergehende Punkt für Marktredwitz. Max Schwinger wurde nun hinten für Tomas Houda eingewechselt und sorgte sofort unter anderem mit einer Hechtbaggerabwehr für weiteren Frust beim Gegner und für das vorentscheidende 24:18. Der Satzgewinn war danach nur noch Formsache.

VGF-Express rollt

Durchgang Nummer drei war dann von Beginn an eine klare Angelegenheit für die Oberfranken. Der VGF-Express kam nun richtig ins Rollen, die Annahme stabilisierte sich und die Mittelangreifer liefen zur Hochform auf. Das 25:17 sprach eine deutliche Sprache. Mit dem einen Punkt war die Aufstiegsrunde schon perfekt. Dementsprechend groß war der Jubel.

Diese Sicherheit nutzte dann Joschi Liebscher, der wieder einmal hervorragend coachte, um Jonas Zusann auf der Spielmacherposition zu bringen und gleich zu Satzbeginn Jonas Lindner in der Mitte zu bringen. Beide machten ihre Aufgabe großartig. Zusann verteilte die Bälle präzise und taktisch extrem klug, Jonas Lindner feuerte aus allen Rohren. Eine 100-prozentige Angriffsquote sprechen eine deutliche Sprache. Nach einem ausgeglichenen Spielverlauf bis zum 12:12 setzten sich die Marktredwitzer dann erneut ab und bauten ihren Vorsprung vorentscheidend aus. Ein Sonderlob verdient sich auch Paul Soderer, der in allen wichtigen Situationen zur Stelle war und die entscheidenden Bälle versenkte.

Jubel und Erleichterung

Danach waren der Jubel und gleichzeitig die Erleichterung groß. Noch lange nach Spielende saßen die Marktredwitzer bei einem Bier zusammen in großer Runde und freuten sich über die bisher so erfolgreiche Saison und die – natürlich – gute Stimmung in der Mannschaft, die sich nun auf den Schlager gegen Eltmann freut.

VGF: Jan und Joschi Liebscher, Janek und Jonas Lindner, Soderer, Zakovsky, Wenisch, Houda, Bergmann, Zusann, Weber, Schwinger.

Schiedsgericht: Andreas Kleine-König, Andreas Metzner. – Zuschauer: 50. – Sätze: 3:1 (25:27/25:20/25:17/25:17). – Spielzeit: 103 Minuten (26/26/24/27).

 

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