Waldemar Ehm Trauer um einen Feuerwehr-Pionier

red
Der junge Waldemar Ehm war schon zu Zeiten aktiv, als die Feuerwehr Rehau noch VW Käfer fuhr. Foto: privat

Waldemar Ehm aus Rehau ist gestorben. Er gilt als „Gründervater“ des bayerischen Landesfeuerwehrverbandes.

Die Feuerwehr der Stadt Rehau trauert um ihr Ehrenmitglied Waldemar Ehm, der im Alter von 90 Jahren verstorben ist. Waldemar Ehm war bereits im September 1950, im Alter von 18 Jahren, in die Freiwillige Feuerwehr Rehau eingetreten – und wurde im Lauf der folgenden Jahrzehnte zu einem bayerischen Feuerwehr-Pionier.

In Rehau war er Kommandant von 1962 bis 1970. Bereits 1966, mit nur 34 Jahren, wurde er zum stellvertretenden Kreisbrandinspektor ernannt. Ab 1969 war er drei Jahre lang Kreisbrandinspektor des damaligen Landkreises Rehau, bis zu dessen Auflösung 1972. Dann wurde er Kreisbrandrat des neu geschaffenen Landkreises Hof. Dieses Amt übte er bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden im Jahre 1995 aus. Bereits 1980 ernannte ihn die Rehauer Wehr zum Ehrenmitglied.

„Waldemar Ehm hat sich um das Feuerwehrwesen in ganz Bayern verdient gemacht“, betonen die Rehauer Kameraden in einem Nachruf. Ehm brachte es bis zum Sprecher der bayerischen Feuerwehren und zum Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, an dessen Wiedergründung er maßgeblich beteiligt war. Nicht ohne Grund wird Ehm in der Chronik des LFV Bayern als „Gründervater“ bezeichnet. Auch der Austausch mit den Feuerwehren der neuen Bundesländer ab 1989 waren ihm ein wichtiges Anliegen, nach Österreich pflegte er enge Kontakte. Wie bedeutend Ehm für das Feuerwehrwesen ist, zeigt auch der Umstand, dass das oberfränkische Feuerwehrmuseum Schauenstein drei seiner Uniformjacken als Ausstellungsstücke aufbewahrt. Im Juli 2022 gratulierte ihm das Mitgliedermagazin „Florian – kommen“ des Landesfeuerwehrverbandes zum 90. Geburtstag.

Die Auszeichnungen für Waldemar Ehm im Lauf von drei Jahrzehnten:

1975 Bayerisches Feuerwehrehrenzeichen in Silber

1975 Steckkreuz des Bayerischen Feuerwehrehrenzeichens

1978 Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber

1983 Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold

1987 Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr

1988 Verdienstzeichen des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes

1989 Österreichisches Feuerwehr-Verdienstkreuz

1990 Bayerisches Feuerwehrehrenzeichen in Gold

1990 Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland

1993 Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Gold

1993 Ehrenmedaille in Gold der Luftrettungsstaffel Bayern

1993 Floriansmedaille

1994 Bayerischer Verdienstorden

1995 Goldene Ehrennadel des DFV

1995 Bayerisches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold des LFV Bayern

1995 Bezirksmedaille in Silber des Bezirks Oberfranken

1995 Verdienstkreuz des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes.

 

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