Wasserqualität unter der Lupe Wasserdetektive forschen im Selbbach

Gemeinsam mit Susanne Bosch von der Ökologischen Bildungsstätte untersuchten die Schülerinnen und Schüler zweier fünften Klassen der Realschule Selb das Gewässer nach Lebewesen. In kleinen Gruppen bestimmten sie dann die Tiere in einer Becherlupe und trugen sie in eine Artenliste ein. Ein spannender, etwas anderer Schultag, den die Schülerinnen und Schüler mit Forschereifer erlebten. Foto: /ESM

Die Schüler zweier fünften Klassen der Realschule Selb untersuchen das Wasser ihrer Heimatstadt. Die Aktion der ESM und der ÖBI machte allen viel Spaß.

In den vergangenen beiden Jahren hat die Energieversorgung Selb-Marktredwitz (ESM) den Lauf des Selbbachs von der Pfaffenleithe bis zum Papiermühlweg umfangreich renaturiert. Welche Artenvielfalt von Wasserlebewesen hier nun ihr Domizil hat, untersuchten nun laut Mitteilung im Rahmen des ESM-Schulprojektes „Wasserdetektive unterwegs“ die Schülerinnen und Schüler zweier fünften Klassen der Realschule Selb. Erforscht wurde besonders die Wasserqualität des Fließgewässers. Bei der praktischen Umsetzung des Projektes wird die ESM von der Ökologischen Bildungsstätte Hohenberg (ÖBI) unterstützt.

Gewässergüteprotokoll

Ausgerüstet mit Gummistiefeln und Forscherutensilien gingen die Schüler am Selbbach, der sich idyllisch entlang des Papiermühlweges schlängelt, ans Werk. So entdeckten sie Köcherfliegen- und Eintagsfliegenlarven, Egel und verschiedene Schnecken. Anhand einer Bestimmungstafel wurden die Tiere zugeordnet und in ein Gewässergüteprotokoll eingetragen.

Im Selbbach kommen sowohl Lebewesen vor, die in klarem wie auch in trüberem Wasser leben. Es handelt sich hier also um ein mäßig verschmutztes Gewässer, wie die Kinder festgestellt haben. Dabei bedeutet verschmutzt nicht, dass das Wasser mit Giftstoffen verunreinigt ist. Es kann auch nur natürlicherweise trüb oder etwas schlammig sein.

Im Gegensatz zu Oberflächenwasser aus Bächen, Flüssen oder Seen erfüllt unser Trinkwasser, was Reinheit und Geschmack anbelangt, laut der Mitteilung die höchsten Ansprüche. „In Deutschland kommt Trinkwasser immer in ausreichender Menge und bester Qualität aus der Leitung. Das ist in vielen anderen Ländern sehr häufig nicht der Fall.“

Strenge Anforderungen ans Trinkwasser

In Selb sorge die ESM dafür, dass das so bleibt. Damit bei jedem zu Hause immer sauberes Trinkwasser ankommt, unterhalte die ESM ein über 200 Kilometer langes Rohrnetz – fast die Strecke von Selb nach München. Aus 16 Quellen und Tiefbrunnen wird das Wasser gewonnen und in vier Wasserwerken zu Trinkwasser aufbereitet. Mittels zahlreicher Analysen kontrolliere die ESM regelmäßig, ob die strengen Anforderungen an das Trinkwasser eingehalten werden.

Die ESM initiiert seit vielen Jahren in Kooperation mit der ÖBI Hohenberg gemeinsame Umweltbildungsprojekte mit den Schulen. Die Kinder erforschen dabei die Lebewesen im Wasser, die gute Indikatoren für die Wasserqualität sind. „Den Kindern macht die Gewässer-Erkundung viel Spaß. Das Angebot der ESM wird daher immer wieder gerne von den Schulen angenommen.“ red

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