Wechsel in Selb Auto Hoffmann in neuen Händen

Gisela König
Bereiten die Geschäftsübergabe vor (von links): der bisherige Geschäftsführer Uwe Hoffmann, der neue Inhaber Egin Kremer sowie Geschäftsführer Gerhard Hoffmann, der ebenfalls zum Jahresende in den Ruhestand geht. Foto: Gisela König

Ein französischer Autobauer fordert immense Auflagen. Daher führt Egin Kremer ab Januar eine freie Werkstatt.

Beim Autohaus Hoffmann am Christian-Höfer-Ring in Selb gibt es zum Jahreswechsel tiefgreifende Veränderungen. Kfz-Meister Egin Kremer übernimmt das Autohaus und die Werkstatt und wird diese als freie Werkstatt weiterführen. Die langjährigen Geschäftsführer Uwe und Gerhard Hoffmann gehen zum Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand. Wie Gerhard Hoffmann und Egin Kremer im Gespräch mit der Frankenpost erläuterten, müsste zeitnah eine größere Summe in die Umgestaltung des Ausstellungsraumes und die Beschilderung der Marke Renault investiert werden. Aus diesem, Grund haben sich die Inhaber entschlossen, das Autohaus in jüngere Hände zu übergeben.

Wachsende Anforderungen der Konzerne

Ständig wachsende Anforderungen im Automobilbereich hätten in den vergangenen Jahrzehnten laufende Investitionen in Werkstatt und Vertrieb verlangt. So habe man im Mai 1988 zwei zusätzlicher Werkstatthallen sowie ein Carport mit Hebebühne errichten lassen, erläutert Gerhard Hoffmann. Der Ausstellungsraum wurde 1996 um zusätzliche 200 Quadratmeter vergrößert. Im März 2020 erfolgte die Zertifizierung im Qualitätsmanagement.

Wie Hoffmann weiter schildert, nimmt die technische Komplexität der Fahrzeuge stetig zu. Mit dem Einzug neuer Technologien und Fahrzeugsysteme würden die Anforderungen an das Werkstattpersonal immer höher. Um dem gerecht zu werden, habe man sich kontinuierlich fortgebildet und der Kundschaft somit einen hohen Standard an Wartungen und Reparaturen an ihren Fahrzeugen geboten.

Gegründet wurde das Autohaus am 1. April 1974 von Eberhard Hoffmann, Rudolf Wlasak und Elfriede Rösch. Unter dem Namen „Hoffmann, Wlasak und Co. GmbH“ firmierte man als Chrysler-Simca-Vertragshändler. Nach dem Ausscheiden von Rudolf Wlasak erfolgte zum Jahresbeginn 1980 die Namensänderung in „Hoffman und Co. GmbH“. Zu diesem Zeitpunkt wurde Uwe Hoffmann, Sohn von Eberhard Hoffmann, zusätzlicher Geschäftsführer. Im März 1981 schied Elfriede Rösch aus dem Betrieb aus. Für sie trat zum 1. April Gerhard Hoffmann, ebenfalls Sohn von Eberhard Hoffmann, als weiterer Geschäftsführer ein. Der inzwischen reine Familienbetrieb wechselte zur Automarke Renault und wurde Renault-Vertragshändler.

Kunden werden weiter betreut

Zum Jahresende 2002 ging Eberhard Hoffmann in den Ruhestand, und sieben Jahre später wurde sein Enkel Mario Hoffmann weiterer Geschäftsführer. Seit September 2013 firmiert Auto-Hoffmann auch als Dacia-Vertragswerkstatt.

Wie Nachfolger Egin Kremer betont, werde er mit seinen Mitarbeitern die bisherigen Qualitätsansprüche teilen und der Kundschaft bei allen Fragen rund ums Auto gerne zur Verfügung stehen. Allen Werkstattkunden versichert Kremer, dass die Arbeiten weiterhin nach Herstellervorgaben ausgeführt werden. Auch Räder der Kundenfahrzeuge können eingelagert bleiben. An dieser Stelle fügt Gerhard Hoffmann den herzlichen Dank an alle Kunden an, speziell an die, die seit vielen Jahren, zum Teil seit Anbeginn dem Autohaus die Treue halten. „Es waren schöne und bewegte Zeiten mit Ihnen und unseren Mitarbeitern,“ so Hoffmann etwas wehmütig. Gleichzeitig bittet er die Kundschaft, Nachfolger Egin Kremer das Vertrauen zu schenken und die Treue zu halten.

Fahrzeughandel geplant

Das Autohaus Kremer, wie es ab 1. Januar 2023 dann offiziell heißt, beschäftigt neben dem neuen Inhaber sechs Mitarbeiter. Zusätzlich zur freien Werkstatt für alle Automarken ist auch ein Fahrzeughandel geplant mit Schwerpunkt Renault und Dacia sowie Fahrzeugen aus der VAG-Gruppe (VW, Audi, Seat, Skoda). Verkauft werden sollen dann sowohl Jahres- wie auch Gebrauchtfahrzeuge mit Tageszulassungen. Neufahrzeuge können individuell konfiguriert und bestellt werden.

Der neue Inhaber, Egin Kremer hat bei Auto-Hoffmann seine Ausbildung absolviert, ehe er die Meisterschule besuchte und dann als angestellter Kfz-Meister in verschiedenen Betrieben tätig war. Jetzt wagt er den Schritt in die Selbstständigkeit und hofft auf das Vertrauen der der Kunden, das sie seinen Vorgängern entgegengebracht haben.

 

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