Verfolgungsjagd BMW flüchtet mit 200 km/h vor Polizei

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Man mag es kaum glauben: Ein Raser stellt  ausgerechnet beim Klinikum Coburg einen traurigen Rekord auf.

Coburg -  Wir mussten abbrechen, das war einfach zu gefährlich“: Ein Sprecher der Polizeiinspektion Coburg ist noch am Tag danach einigermaßen sprachlos. Ein junger Mann sei es gewesen, sagt er, in einem „hochmotorisierten“ schwarzen BMW der 5er-Reihe. Mehr könne auch aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht bekannt gegeben werden.

Was war passiert? In der Nacht zum Samstag, kurz nach 1 Uhr, wollte eine Streife den Fahrer im Coburger Stadtgebiet kontrollieren. Sofort als er die Anhaltesignale bemerkte, gab der Mann Gas und raste Richtung Ketschendorfer Straße davon. Über die Angerkreuzung und an der Tankstelle am Rosengarten vorbei beschleunigte der BMW-Fahrer immer weiter, ignorierte laut Polizei „ohne Rücksicht auf Verluste“ mehrere rote Ampeln und war schließlich am Klinikum Coburg „mit gut 200 Stundenkilometern“ unterwegs. Aus Sicherheitsgründen gab die Streife die Verfolgung zunächst auf. Allerdings folgten die Beamten dem BMW mit reduzierter Geschwindigkeit. Dabei kam ihnen zugute, dass auf der regennassen Straße die Reifenspuren des Fluchtfahrzeugs deutlich sichtbar waren.

In Creidlitz waren die Verfolger dann wieder an ihm dran. Doch der junge Mann versuchte, über die alte B4 Richtung Untersiemau zu entkommen. Als ihm auf der Höhe von Meschenbach ein weiterer Streifenwagen mit Blaulicht entgegenkam, gab er auf. Widerstandslos ließ er sich von den Beamten festnehmen.

Unklar ist, warum der  junge Mann sich zu der  Flucht hinreißen ließ. Drogen und Alkohol waren nicht im Spiel. Weil er nach 21 Uhr unterwegs war, hätte ihn ein Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz 150 Euro gekostet. Jetzt geht es um eine Straftat wegen eines verbotenen Autorennens, einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr also. Und natürlich ist der Führerschein futsch.

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