Wunsiedel Am äußert knappen Wahlausgang in Schirnding ändert sich nichts

Die neue Bürgermeisterin fährt die meisten Stimmen ein. Die Sitzverteilung im Marktgemeinderat bleibt mit 6:6 unverändert.

Schirnding - Am Tag nach der denkbar knappen Wahlniederlage von Schirndings langjährigem Bürgermeister Reiner Wohlrab - er unterlag seiner Herausforderin Karin Fleischer mit 362 zu 360 Stimmen - ist im Wahlamt im Rathaus der Alltag eingekehrt. Wahlleiter Andreas Bauer betonte auf Nachfrage der Frankenpost, ob aufgrund des knappen Wahlausgangs die Stimmen nochmals nachgezählt wurden: "Wir haben gestern dreimal gezählt und es hat sich nichts anderes ergeben. Die Stimmzettel liegen inzwischen beim Landratsamt."

Die Gemeinderatsstimmzettel sind ebenfalls ausgezählt, das Ergebnis steht fest. Demnach hat sich an den Sitzverteilung im Marktgemeinderat nichts verändert. Die CSU wie die SPD haben sechs Sitze. Die Wahlbeteiligung lag in Schirnding bei 70,45 Prozent, wobei 7968 Wähler (49,7 Prozent) für die CSU, 8055 (50,3 Prozent) für die SPD votierten.

Die meisten Stimmen für die CSU hat die neue Bürgermeisterin Karin Fleischer eingefahren, nämlich 1114. Das zweitbeste Ergebnis, 870 Stimmen, für die CSU erzielte Stefan Mellios, der als Neuling von Listenplatz sechs nach vorne gewählt wurde. Anni Kupfer erhielt 766 Stimmen, und der Neuling Helmut Cieslik machte einen großen Sprung von Platz neun auf vier. Weiterhin für die CSU im Gremium sind Wolgang Sanwald (685), Heike Müller (529) und - neu - , Michael Kober (501) als Nachrücker für die Bürgermeisterin. Die Schirndinger SPD wird im Gemeinderat vertreten durch Peter Plaß (1021 Stimmen), den bisherigen Bürgermeister Reiner Wohlrab (974), Udo Müller (776), Dieter Max (690), Günter Völkl (684) und Matthias Lauk (606). G. König

Alles nur Wechselgeld

"Im Teller darf nichts klimpern" hat die Frankenpost nach der Landtagswahl im September 2013 getitelt. Grund war die Beschwerde eines Schirndingers, die Wahlhelfer in der Marktgemeinde würden die Wähler um Spenden bitten. Bürgermeister Reiner Wohlrab und der geschäftsführende Beamte der Verwaltungsgemeinschaft, Andreas Bauer, haben darauf hingewirkt, das Spendensammeln zu unterlassen. Nun will der Schirndinger am Sonntag wieder einen Spendeteller in einem Wahllokal ausgemacht haben. Wahlleiter Andreas Bauer betonte auf Nachfrage, dass es sich dabei um eine Stiftablage gehandelt habe, in der sich lediglich 2,40 Euro Wechselgeld für den Getränkeautomaten befanden. "Wir sind uns keiner Schuld bewusst", sagte Bauer. Er fordert den Beschwerdeführer auf, das Landratsamt um Kontrolle zu bitten. "Wir haben nichts zu befüchten."

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