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Hier brennt der Baum …

Naa, Fichte und Co. noch immer nicht entsorgt? Dann wird’s Zeit für ein knisterndes Vergnügen.



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Eventuell ist es ja doch die Erderwärmung, womöglich El Niño, vielleicht auch nur purer Zufall. So oder so ist es nichts Rechtes geworden mit weißen Weihnachten, nichts Rechtes mit weißem Neujahr - und erst recht nichts mit Weiß zum Dreikönigstag. Was ein bisschen am Gemüt kratzt und eben leider auch bedeutet: nix mit Skifahren, noch nicht mal was mit Rodeln. Jedenfalls nicht in der näheren Umgebung. Dabei hatten wir uns doch Silvester ganz fest vorgenommen, diesen Winter die Bretter aber so was von aus dem Keller zu holen.

Ein Wink des Schicksals, werden eingefleischte Sportmuffel einwenden. Wenn der Himmel schon nicht will, dass es in Mengen schneit, wird er wohl auch keine schweißtreibende Brett-Betätigung wollen. Ein schlagendes Argument, vor allem aber ein gewichtiges. Aber vielleicht sollten wir uns eben doch wenigstens ein kleines bisschen betätigen. Nach all den geballten Feiertagen und dem Marathon zwischen Weihnachtsgans und dem Antrinken der Stärk‘.

Wie wär’s also mit einem Kompromiss? Ein bisschen Bewegung, aber doch noch kein Sport. Raus an die Luft, aber kein Stress. Und schon haben wir’s: Der Christbaum muss weg. Geht nach Knut-Methode mit einem geschmeidigen Fenster-Wurf. Oder wir machen es ordentlich und führen das nadelnde Gerippe einer sinnvollen Verwendung zu: dem lodernden Untergang im Feuer.

Wenn Graugrün das neue Weiß ist, dann ist Wandern halt das neue Skifahren. Nur dieses Mal eben mit den traurigen Überresten der Nordmantanne im Schlepp. Also Abmarsch dorthin, wo ein zünftiges Baum-Brennen stattfindet. Das ist unter dem Aspekt des Feinstaubs betrachtet kein vorbildliches Unterfangen – aber auch kein wirklich schlimmes, wenn man bedenkt, mit welcher Freude wir zu Silvester reihenweise Raketen gestartet und Böller-Batterien abgefeuert haben. Ganz ohne schlechtes Gewissen.

Wo’s erlaubt ist, kann man den knisternden Zauber auch selbst organisieren. Schickes kleines Lagerfeuer mit Freunden, Nachbarn, Kollegen, wem auch immer. Das prasselt, wärmt, riecht nach Harz – vor allem aber nach Abenteuer. Flammen haben schließlich seit jeher etwas Faszinierendes. Einfach einen Ring aus Steinen aufschichten, rein mit Fichte und Co., Streichholz dran, fertig. Allerdings gilt auch im feuchten Fast-Winter: gebührender Abstand zu den Bäumen, die genau nicht brennen sollen.

Je größer die Truppe, desto länger das Vergnügen. Ganz Kluge bringen nicht nur ihr harziges Holz mit, sondern auch noch ein kleines Körbchen mit Proviant. Schließlich muss man sich für das schweißtreibende Schleppen auch irgendwie belohnen. Und was würde wohl besser zu den Flammen passen als eine schicke Brotzeit und ein kräftiger Schluck? Wem es für Glühwein so nah am Prasseln und Lodern zu warm ist – es darf gerne auch ein Bierchen sein.

Ist das Feuer niedergebrannt, keinesfalls einfach verschwinden. Ehrensache. Am besten die restliche Glut mit Wasser oder Sand löschen. Und auf den Rückweg freuen. Der nämlich wird deutlich leichter – so ganz ohne Baum.

Autor

Wolfgang Plank

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Veröffentlicht am:
12. 01. 2018
10:30 Uhr

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Brände El Niño Silvester Skifahren Vergnügen Weihnachtsgänse
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12. 01. 2018
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