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Interview

Herr Blunt, Ihre Beiträge auf Twitter sind ziemlich witzig. Live in Nürnberg James Blunt wird am Samstag, 28.



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Herr Blunt, Ihre Beiträge auf Twitter sind ziemlich witzig.

Live in Nürnberg

James Blunt wird am Samstag, 28. Oktober, 20 Uhr, in der Arena in Nürnberg zu hören und zu sehen sein. Neben seinen bekannten Welthits wie "You're beautiful" oder "Bonfire Heart" wird der Brite Songs seines aktuellen und fünften Albums "The Afterlove" präsentieren. Die neuen Lieder wie "Lose my Number" oder "Paradise" basieren - vergleichbar mit den jüngeren Veröffentlichungen von Coldplay - auf groovenden Rhythmen und elektronischen Beats, auch inhaltlich geht es eher locker zu. Karten sind im Ticketshop unserer Zeitung erhältlich.


Danke sehr. Ich möchte gern von mir denken, dass ich einen guten und feinen, manchmal auch etwas fiesen Sinn für Humor habe. Typisch britisch halt. Ich werde oft als recht ernster Mensch, ja fast schon als steifer Knochen beschrieben. Aber das trifft nicht zu. Ich bin ein Mann, der gerne Quatsch macht.

Gibt es jemanden, der Ihre Twitter-Beiträge bearbeitet? Oder twittern Sie wild drauf los - so wie Donald Trump?

(lacht) Das bleibt hoffentlich das einzige Mal in diesem Gespräch, dass Sie mich mit Trump vergleichen. Ich mache das selbst. Da guckt keiner drüber. Manches ist ein bisschen dümmlich, aber alles mit Herz und Augenzwinkern.

Über "The Afterlove" schrieben Sie im Netz: "Ihr glaubt, 2016 war ein schlimmes Jahr? 2017 erscheint mein neues Album!" Das kann man nur machen, wenn man komplett von seiner Platte überzeugt ist, oder?

Klar. Sonst ist es ja nicht komisch, sondern traurig.

Ist das fünfte Album insgesamt ironischer?

Ja. Ironischer, heller, abenteuerlicher und lustiger. Ich habe vier Alben voller melancholischer Gitarrenballaden gemacht, das reicht jetzt. Ich möchte, dass die Hörer mich neu kennenlernen. Noch mehr weinerliche James-Blunt-Songs würden alle langweilen - vor allem mich selbst. Also habe ich sehr viel ausprobiert, ungefähr hundert statt 25 Songs geschrieben und mich mit spannenden Kollegen getroffen. Ich habe zum Beispiel mit Ryan Tedder von One Republic geschrieben oder mit Stephen Moccio, von dem Miley Cyrus' "Wrecking Ball" stammt.

Wie ist heute Ihre Beziehung zu "You're beautiful", Ihrem Welthit aus dem Jahr 2005?

Gut. Entspannt. Wenn ich im Konzert zu "You're beautiful" komme, ist es fast Zeit für ein Bier. Der Song wird mich bis zum Ende meines Lebens begleiten. Er hat mir eine Karriere ermöglicht. Ohne "You're beautiful" würden wir jetzt nicht über mein fünftes Album reden.

Die Single "Love me better" klingt nach Pop-House und insgesamt ziemlich elektronisch-modern. Machen das nicht alle gerade?

Weiß ich nicht. Ich wollte einen frischen Sound haben, und natürlich ist es nett, im Radio gespielt zu werden, auch wenn es dafür keine Garantie gibt. Die Keyboards sind bei dem Song und bei einigen anderen stärker im Vordergrund, aber wenn du "Love me better" nur mit Gitarre und Stimme spielst, funktioniert er auch.

Ein anderes Lied, "Make me better", haben Sie mit Ed Sheeran geschrieben. Wie lief das ab?

Wir sind schon länger befreundet, Elton John hat uns seinerzeit miteinander bekannt gemacht. Ed kam zu mir nach Verbier in die Schweiz. Tagsüber war ich sein Skilehrer, und in der Nacht zeigte er mir, wie man Songs schreibt. Wir hatten eine super Zeit zusammen.

Und wie schlägt sich Ed auf Skiern?

(lächelt) Wenn er übt, kann es was werden. Er ist bis jetzt nur zwei Wochen im Leben gefahren.

Und Sie?

Ich bin mein ganzes Leben Ski gefahren. Als ich ein Kind war, lebten wir zwei Jahre in Deutschland, mein Vater war bei der Army in Soest stationiert, wir wohnten direkt am Möhnesee, das war eine herrliche Zeit für einen Jungen, der gern draußen ist.

Jetzt haben Sie in Verbier nicht nur ein Haus, es wurde sogar ein Skilift nach Ihnen benannt?

Ja, das ist wahr.

Und im Sommer residieren Sie vorwiegend auf Ibiza.

Ich kann mich über mein Leben nicht beklagen.

In "Make me better" singen Sie, dass Ihre Frau Ihnen jeden Morgen das Frühstück macht. Das also auch noch?

(lacht) Nein, ich habe die künstlerische Lizenz zum Flunkern und Übertreiben. Also fürs Protokoll: Sie macht mir das Frühstück nicht jeden Morgen.

Sie sind privat normalerweise sehr zurückhaltend. In diesem Song aber singen Sie darüber, wie Sie vor der Geburt Ihres Sohnes über Krankenhausflure rennen und wie Ihre Frau Sie zu einem besseren Menschen gemacht hat.

Das ist Eds Einfluss. Er sagte "Komm, James, stell dich nicht so an, mach es persönlich, das ist unser Job." Aber ich will immer noch nicht so gerne über mein privates Leben sprechen.

Haben Sie sich verändert, seit Sie Vater sind?

Schon, ja. Vatersein bedeutet, dass der Fokus nicht mehr so sehr auf einem selbst liegt, sondern auf dem neuen, kleinen, goldigen Menschen. Im Nachhinein macht mich das meinen eigenen Eltern gegenüber noch dankbarer und verständnisvoller.

Das Gespräch führte Steffen Rüth

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Das komplette Interview gibt es auf

frankenpost.de/veranstaltungstipps

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Veröffentlicht am:
07. 08. 2017
13:42 Uhr

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07. 08. 2017
13:42 Uhr



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