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Arzberg

Höchstädt feiert Richtfest

Der Rohbau für das neue Rathaus steht. Die Arbeiten liegen im Plan, die Baukosten etwas darüber. Bei der Besichtigung stoßen die Wohnungen auf großes Interesse.



Der Rathaus-Rohbau in Höchstädt steht. Das feierte Bürgermeister Gerald Bauer (Sechster von links) mit seinen Stellvertretern, stellvertretendem Landrat Roland Schöffel (Dritter von links) Helmut Resch und Günther Wirth vom Selbwerk (Vierter und Siebter von links) und den Vertretern der am Bau beteiligten Firmen. Foto: Gerd Pöhlmann
Der Rathaus-Rohbau in Höchstädt steht. Das feierte Bürgermeister Gerald Bauer (Sechster von links) mit seinen Stellvertretern, stellvertretendem Landrat Roland Schöffel (Dritter von links) Helmut Resch und Günther Wirth vom Selbwerk (Vierter und Siebter von links) und den Vertretern der am Bau beteiligten Firmen. Foto: Gerd Pöhlmann  

Höchstädt - Es geht voran auf dem Von-Waldenfels-Platz in Höchstädt. Anfang Juni legte die Gemeinde den Grundstein für den Bau des neuen Rathauses, am Mittwoch wurde Richtfest gefeiert. Läuft weiterhin alles nach Plan, soll der Umzug in die neuen Räume bereits im Sommer nächsten Jahres vonstattengehen.

Historischer Grund

Das neue Höchstädter Rathaus steht auf historischem Grund. An jener Stelle gegenüber dem bestehenden Rathaus stand einst das Höchstädter Schloss, das im 19. Jahrhundert bis auf die Grundmauern niederbrannte. Bei Grabungsarbeiten im Vorfeld des Neubaus waren Archäologen auf eine Vorgängerbebauung aus dem 14. Jahrhundert gestoßen.


Zahlreiche Bürger waren der Einladung, das Richtfest gemeinsam zu feiern, gefolgt. Bürgermeister der umliegenden Gemeinden waren ebenso gekommen wie Vertreter verschiedener Institutionen und der an Planung und Bau beteiligten Firmen. Zimmermann Adrian Kursoni von Fleischmann Holzbau aus Kulmbach ließ mit seinem Richtspruch den Bauherrn, die Planer und Handwerker hochleben. Dann lud der Höchstädter Bürgermeister Gerald Bauer auf ungewöhnliche Art ins neue Rathaus ein. Weil der Eingang noch nicht ganz fertiggestellt ist und der Weg durch die Baugrube geführt hätte, lotste Bauer die Festgesellschaft durch ein mannshohes Fenster in den Rohbau. Dort, wo später einmal Foyer, Sitzungs- und Nebenräume entstehen werden, fanden die Besucher Platz.

Richtfest zu feiern, sei ein schöner Brauch, sagte Gerald Bauer. Äußere sich doch damit die Freude, die baldige Inbetriebnahme des Gebäudes vor Augen zu haben. "Das Richtfest ist so etwas wie die Halbzeit", sagte der Bürgermeister. "Es zeigt, dass die Vollendung in absehbare Nähe rückt." Das freute Bauer umso mehr, als der Weg bis dahin ein "langer und steiniger" gewesen sei. Kurz erinnerte der Bürgermeister daran, dass der Beschluss des Gemeinderats, ein neues Rathaus zu bauen, statt das bestehende zu sanieren, nicht überall positiv aufgenommen worden ist. Zwei Bürgerversammlungen seien notwendig gewesen und ein Votum der Bevölkerung. "Und ja, die Höchstädter haben für den Neubau gestimmt", rief Gerald Bauer ins Gedächtnis. Jetzt allerdings gehe der Bau in seine letzte Etappe.

Bislang liefe auf der Baustelle alles nach Plan, sodass die Gemeinde am Umzugstermin im August 2020 festhalten könne. Nur die Baukosten lägen mit gut 1,3 Millionen Euro gut 250 000 Euro über den Planungskosten. Die Gründe, sagte der Bürgermeister, seien hauptsächlich in der Hochkonjunktur des Baugewerbes zu suchen. Die Gemeinde habe wegen der Baufelduntersuchung erst sehr spät ausschreiben können. Da seien die Auftragsbücher der Firmen schon voll gewesen. Gerald Bauer richtete seinen Dank an die Nachbarn, die mit dem Baulärm und Einschränkungen leben mussten, und an alle, die zum Gelingen des Baus beigetragen hatten. Fast schade sei es, dass der Rohbau schon stehe. Zu schön sei die Zusammenarbeit mit den Baufirmen, "einer tolle Truppe", gewesen, sagte er.

"Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen. Zukunft kann man bauen", zitierte Bauer aus "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry. Das neue Rathaus, mit dem die Gemeinde allen Anforderungen gerecht werde, solle ein Ort der Begegnung werden, wünschte sich Bauer, und "dass die Menschen darin mit Mut und Verantwortung für Höchstädt und die Bürger arbeiten".

Geschäftsführer Helmut Resch dankte im Namen des Selbwerks für das entgegengebrachte Vertrauen. "Es ist schön zu sehen, wie nach unseren Vorstellungen etwas wächst." Er dankte dem Architekten und Bauleiter Günther Wirth und den beteiligten Handwerkern. "Allen, die sich ausrechnen, nach der Kommunalwahl im nächsten Jahr hier am Tisch zu sitzen, wünsche ich das", sagte Helmut Resch.

Für stellvertretenden Landrat Roland Schöffel war der Neubau der richtige Weg. "Ich wünsche mir, dass hier bald richtungsweisende Beschlüsse gefasst werden", sagte Schöffel.

Mit Dank für die unfallfreie Bauzeit spendete Pfarrerin Ellen Meinel den kirchlichen Segen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil hatten die Gäste Zeit, gemeinsam auf den Rohbau anzustoßen, miteinander ins Gespräch zu kommen und das Gebäude zu erkunden. Vor allem die vier Wohnungen stießen auf großes Interesse. Insbesondere die beiden Galeriewohnungen im Obergeschoss hatten es den Besuchern angetan. Die ersten Bewerber dafür gab es übrigens schon, kurz nachdem die Gemeinde das erste Mal über den Bau informiert hatte.

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Gerd Pöhlmann

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Veröffentlicht am:
10. 10. 2019
17:28 Uhr

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Gerd Pöhlmann

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10. 10. 2019
17:28 Uhr



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