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Arzberg

Schirndinger Wehr rückt 66 Mal aus

Technische Hilfeleistung, Unwettereinsätze und Brände: Gerhard Panzer und Wolfgang Kießling sorgen seit 40 Jahren für die Sicherheit der Bürger.



Den Mitgliedern der Feuerwehr Schirnding (stehend, von links) Carsten Zieglschmid, Vorsitzender, Holger Lüftner, Kommandant, Florian Wunderlich, Martin Budnik, Gerhard Panzer, Christoph Möller, Felix Kießling, Wolfgang Kießling, Peter Röder sowie (sitzend, von links) Sabrina Hentschke und Sarah Dobner dankte Bürgermeisterin Karin Fleischer (vorne Mitte) für ihren Einsatz.	Foto: Michael Meier
Den Mitgliedern der Feuerwehr Schirnding (stehend, von links) Carsten Zieglschmid, Vorsitzender, Holger Lüftner, Kommandant, Florian Wunderlich, Martin Budnik, Gerhard Panzer, Christoph Möller, Felix Kießling, Wolfgang Kießling, Peter Röder sowie (sitzend, von links) Sabrina Hentschke und Sarah Dobner dankte Bürgermeisterin Karin Fleischer (vorne Mitte) für ihren Einsatz. Foto: Michael Meier  

Schirnding - "Auf die Feuerwehr ist Verlass. Sie wird gerufen, löscht, rückt wieder ab und wartet auf den nächsten Einsatz." - Erster Kommandant Holger Lüftner hat es in seinem Rechenschaftsbericht bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schirnding auf den Punkt gebracht. Der Gasthof Wunderlich in Seedorf war zu diesem Anlass restlos gefüllt.

Gemeinsam mit dem Führungsteam der Schirndinger Feuerwehr zeichnete Kreisbrandinspektor (KBI) Armin Welzel einige Mitglieder aus. Peter Röder, Gerhard Panzer und Wolfgang Kießling erhielten eine Auszeichnung für ihren 40-jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr. Die beiden Erstgenannten haben zudem eine Auszeichnung auf Landkreisebene im Landratsamt erhalten. "Ich hatte seinerzeit diese offizielle Feier boykottiert, da hier trotz meiner Nachfrage kein Platz für die Ehefrauen der Jubilare vorgesehen war", erklärte Kießling. Deshalb erhielt er diese Auszeichnung aus der Hand von Welzel. Florian Wunderlich wurde für 20 Jahre aktiven Dienst in der Wehr geehrt, und Martin Budnik sowie Christoph Müller sind seit zehn Jahren aktive Mitglieder.

Sarah Dobner, Sabrina Hentschke und Felix Kießling traten von der Jugend in den aktiven Dienst über und wurden somit offiziell als Feuerwehrfrauen beziehungsweise Feuerwehrmann aufgenommen. Florian Wunderlich hat Welzel zum Oberfeuerwehrmann ausgesprochen.

"Zum 31. Dezember konnte unsere Wehr auf 37 Angehörige verweisen. Dazu gehören auch fünf Frauen und vier Jugendliche, die sich ebenso zur Aufgabe gemacht haben, ihren Mitmenschen zu helfen und zur Sicherheit in der Marktgemeinde Schirnding beizutragen", betonte der Kommandant. Er informierte, dass die Feuerwehr 2018 zu insgesamt 66 Einsätzen ausrücken musste. Dazu gehörten 53 Technische Hilfeleistungen, davon alleine über 30 Unwettereinsätze in Oschwitz, Raithenbach und Schirnding. Es gab neun Brandeinsätze sowie drei Sicherheitswachen und eine Absperrung an der Gemeindehalle bei den Galaabenden der Faschingsgesellschaft Rot-Weiß. "Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz", schloss Holger Lüftner.

Welzel bestätigte die Ausführungen des Kommandanten in seinem Grußwort. "2018 ist ein Jahr, das in vielen Köpfen auf jeden Fall hängen bleiben wird. Wir hatten landkreisweit eine Steigerung von rund 1000 Einsätzen, nämlich von 1781 auf 2731." Nach seinen Worten gab es 2017 insgesamt 236 Brände, im vergangenen Jahr stieg diese Zahl auf 749 Brände an. Die Technischen Hilfeleistungen erhöhten sich von 641 auf 1406 Einsätze. Zudem merkte Welzel eine zunehmende Anzahl von Alarmierungen durch Rauchmelder an. "Mir ist aufgefallen, dass es des Öfteren Bedienungsfehler bei den neuen Digitalfunkgeräten gibt. Wir müssen dieses Ausbildungs-Defizit unbedingt beheben."

Eine Herausforderung sei der Ausfall des Digital- und Mobilfunks bei Starkregen gewesen: "Wir waren bei den Unwettereinsätzen im Sommer eine Viertelstunde ohne Funkverbindung." Erfreuliches berichtete der KBI hingegen über die zunehmende Zahl der Kinderfeuerwehren. Immer mehr Kinder würden in die Jugendgruppen der Wehren wechseln.

"Das vergangene Jahr war wieder einmal ein sehr arbeitsreiches Jahr für den Feuerwehrverein gewesen", lautete die Zusammenfassung von Vorsitzendem Carsten Zieglschmidt. Er konnte unter anderem von einem beliebten Familientag, einem gut besuchten Maibaumfest und einer erfolgreichen Ausfahrt nach Dresden berichten. "Im Jahr 2019 stehen auch wieder zahlreiche Veranstaltungen sowie eine Zweitagesfahrt ins Zillertal auf dem Plan", kündigte Zieglschmidt an.

Der Feuerwehrverein kann aktuell auf knapp 70 Mitglieder bauen. Jugendwart Alexander Rumler betonte, dass es dringend neue Nachwuchskräfte brauche, da nun zwei Mitglieder aus seiner Truppe zu den Erwachsenen wechseln. Er erwähnte rückblickend das Zeltlager und die Jugendfahrt des Landkreises.

Rebecca Schaller berichtete von der mittlerweile zehnköpfigen Kinderfeuerwehr. Alle Mitglieder seien im Alter zwischen sechs und elf Jahren. "Wir treffen uns immer am ersten Samstag im Monat ab 15 Uhr. Dabei werden unterschiedliche Feuerwehrthemen kindgerecht behandelt, der Spaß steht dabei im Mittelpunkt", sagte Schaller. Das Ganze geschehe mit dem Hintergrund, den Kindern später einmal den Wechsel zur Feuerwehrjugend schmackhaft zu machen.

Erste Bürgermeisterin Karin Fleischer würdigte in ihrem Grußwort die Geehrten und Beförderten. "Allen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden gebührt Respekt und Anerkennung. Sie sind immer da, wenn Not am Mann ist und wenn sie gebraucht werden." Sie versprach stetige Unterstützung und immer ein offenes Ohr für die Wehr.

2018 ist ein Jahr, das

in vielen Köpfen

hängen bleiben wird.


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Armin Welzel, Kreisbrandinspektor


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07. 01. 2019
16:42 Uhr

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07. 01. 2019
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