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Tiny-Häuser wecken Interesse in Hohenberg

Im Stadtrat berichtet Andreas Übler vom Tag der offenen Tür im Baugebiet "Am Langen Weg". Drei sind bereits verkauft. Das macht dem Gremium Hoffnung auf Zuwachs.



Hohenberg - Der Hohenberger Stadtrat tagte mit seiner jüngsten Sitzung im Schirndinger Rathaus, nachdem im Hohenberger Rathaus bereits Restaurierungsarbeiten begonnen wurden. In einer vorhergegangenen nichtöffentlichen Sitzung hatte der Stadtrat bereits beschlossen, dass Tiny-Häuser, die der Hohenberger Immobilien-Kaufmann Andreas Übler verkauft, bis auf Widerruf auf städtischem Grund stehen können.

Bei zwei Tagen der offenen Tür, an denen Interessenten die platzsparenden, aber gut ausgestatteten Häuser besichtigen konnten, herrschte reger Berieb. Beim zweiten Mal sogar so sehr, dass es zu Verkehrsbehinderungen kam.

Stadtrat Übler berichtete in der Sitzung zu den Häuschen "Am langen Weg", dass mit dem Angebot offenbar eine Marktlücke geschlossen werden könne. Seien es am ersten Tag zwischen 400 und 500 Menschen gewesen, so habe das Interesse am zweiten Tag alle Erwartungen übertroffen. Es kamen so viele Leute, dass man zum nächsten Mal einen Einbahn-Verkehr einrichten und Halteverbote erlassen müsse, sagte Übler. Interessenten seien vor allem Singles, junge Paare oder Alleinstehende, nicht nur aus der Region.

Die gut ausgestatteten Tiny-Häuser in verschiedenen Varianten bis zu 60 Quadratmetern schließen offenbar eine Lücke zwischen Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern. Dazu seien sie bei Bedarf in längstens zwei Tagen abmontiert und für den Transport fertig, wenn jemand umziehen möchte, erklärte Andreas Übler. Der Umzug könne dann mit einem Trailer oder Lastenhubschrauber vor sich gehen.

Drei Kaufverträge seien bereits unterschrieben, freute sich der Unternehmer. Das Hohenberger Angebot sei kein Vergleich zu anderen Tiny-Siedlungen. In Hohenberg würden Häuser in drei verschiedenen Varianten geboten. Auch Probewohnen sei möglich.

Aus der nichtöffentlichen Sitzung berichtete Bürgermeister Jürgen Hoffmann, dass der Stadtrat den Auftrag über 3000 Euro für die Pflege öffentlicher Wege an den Bautrupp des Naturparks Fichtelgebirge vergeben habe.

In der vorangegangenen Fragestunde wollte eine Bürgerin wissen, nach welchen Kriterien die Stabilisierungshilfen vergeben werden. "Das ist die Aufgabe des Vergabeausschusses", erläuterte der Bürgermeister. Feste Kriterien könne er nicht nennen. Voraussetzung sei das Einhalten strikter Sparsamkeit.

Anschließend berichtete Hoffmann über den Jahresabschluss 2018 der Wohnungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hohenberg sowie der kommunalen Geschäftsführungsgesellschaft. Die Stadtentwicklungsgesellschaft schließt mit einem Jahresüberschuss von 69 663 (Vorjahr 13 714) Euro ab. Die Umsatzerlöse liegen bei 254 827 (Vorjahr 250 069) Euro. Die Einnahmen aus der Photovoltaik lagen bei 63 584. Die Bilanzsumme betrug 1,8 Millionen Euro.

Unter dem Anlagevermögen werden als wesentliche Posten die Mietwohngrundstücke in Höhe von 714 526 Euro sowie die Photovoltaikanlage mit 303 150 Euro ausgewiesen. Das Umlaufvermögen steht mit 17 564 Euro und flüssigen Mitteln von 189 437 Euro in der Bilanz. Das "negative Eigenkapital" schlage mit 602 374 (Vorjahr 670 589) Euro zu Buche.

Die Verbindlichkeiten bei Geldinstituten betragen 1,7 Millionen Euro, aus Lieferungen und Leistungen 7585 Euro, gegenüber anderen Gesellschaften und Sonstigen 77 504 und 25 335 Euro.

Der Stadtrat nahm die Bilanz ebenso zur Kenntnis wie die der Kommunalen Geschäftsführungsgesellschaft mit einem Jahresüberschuss von 1645 Euro. Die Gesellschaft verfügt über ein Eigenkapital von 47 756 (Vorjahr 46 111) Euro. Geprüft wurden die Bilanzen vorher durch die Bauer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Um Zahlen ging es auch beim "Förderkreis zum Erhalt historischer Baudenkmäler in Hohenberg" zur Sanierung des ehemaligen Milchhofs. Die Sanierungskosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro werden finanziert mit 205 000 Euro aus der Städtebauförderung, 25 000 Euro von der Oberfrankenstiftung, 25 000 Euro Eigenmitteln der Stadt Hohenberg. Der im Vertrag stehende Zeitraum für die Sanierung wurde um ein Jahr bis 31. Dezember 2020 verlängert, weil noch nicht alle Rechnungen eingegangen sind.

Weiter gab Hoffmann das Ergebnis des Bürgerentscheids über die Frage eines haupt- oder nebenamtlichen Bürgermeisters bekannt. Die Hohenberger stimmten mit 388 Stimmen für einen hauptamtlichen Bürgermeister, 348 waren für ein nebenamtliches Stadtoberhaupt. Damit wird Hohenberg auch in den kommenden Jahren von einem hauptamtlichen Bürgermeister vertreten.

Zum Gemeindewahlleiter für die Kommunalwahl wird Werner Göhlert, als Stellvertreter Erwin Hasenkopf bestellt.

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Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
19. 11. 2019
17:06 Uhr

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Herbert Scharf

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Veröffentlicht am:
19. 11. 2019
17:06 Uhr



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