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Arzberg

Verkehr bereitet Höchstädtern Kopfzerbrechen

In der Bahnhofstraße sollen Lang-Lkw fahren.Wie ist das mit dem Radweg vereinbar? Kommt ein Parkverbot vor der Kirche?



Höchstädt - Der Verkehr, der stehende und der fließende, hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Höchstädt für reichlich Diskussionen gesorgt. Zunächst befassten sich die Räte mit der Anfrage einer Spedition, die die Bahnhofstraße zu einem Gewerbebetrieb mit Lang-Lkw befahren möchte.

Bürgermeister Gerald Bauer informierte darüber, dass von Polizei und Landratsamt keine Einwände bestünden. So habe mit Polizeibegleitung bereits ein Fahrversuch stattgefunden. Udo Dilsch meldete Bedenken an, da dort der Radweg verlaufe und auch viele Spaziergänger unterwegs seien. Auch Reinhard Rogler pflichtete der Argumentation bei. Da sich in der Bahnhofstraße sowohl ein Radweg als auch ein Gewerbegebiet befinden, müsse ein Konsens gefunden werden, sagte Rogler. Uwe Döbereiner wies darauf hin, dass für Lang-Lkw deutschlandweit Ausnahmegenehmigungen benötigt würden. Martin Schikora machte darauf aufmerksam, dass der Brückenradweg im Bereich der Bahnhofstraße eine Lücke von 400 Metern aufweise. Für ihn stand fest, dass die Lücke auf einen Fehler bei der Gesamtplanung des Brückenradweges zurückzuführen sei und die Gemeinde deshalb noch einmal mit dem Landratsamt reden müsse. Nach Ansicht von Rudolf Reichel solle die Gemeinde für diesen Lückenschluss jedoch eine Förderhöhe von 90 Prozent anstreben. Gerhard Pöhlmann informierte, dass laut Auskunft des Landratsamtes eine Förderung von 60 Prozent für den Radweg möglich sei. Bürgermeister Gerald Bauer teilte mit, dass die Gemeinde dem Landratsamt zunächst mitteilen müsse, wie der Radweg dort konkret verlaufen solle. Schließlich schlug Thomas Denk vor, einen Planer für den Verlauf des Radweges zu beauftragen. Martin Schikora betonte, dass ihm eine weiße Linie zur Abtrennung des Radweges von der Straße zu wenig sei. Zum Abschluss der ausführlichen Diskussion machte Bürgermeister Gerald Bauer den Vorschlag, einen Planer zu beauftragen, der zunächst Vorschläge zur Trennung von Radweg und Straße ausarbeiten solle. Diesem Vorschlag stimmte der Gemeinderat zu. Mit zwei Gegenstimmen beschloss das Gremium außerdem, dass gegen den Lang-Lkw-Verkehr in der Bahnhofstraße vorbehaltlich der baulichen Abtrennung des Radweges keine Bedenken bestehen.

Kopfzerbrechen bereitete den Höchstädter Räten in der Hauptstraße vor allem der ruhende Verkehr. Bürgermeister Gerald Bauer sagte, dass die Polizei im Bereich vor der Kirche "Gelbe Karten" an die halb auf dem Gehweg abgestellten Fahrzeuge verteilt habe. "Das hat zur Folge, dass die Fahrzeuge komplett auf der Straße abgestellt werden", sagte Bauer. Da auf der gegenüberliegenden Straßenseite ebenfalls Fahrzeuge parkten, sei die Hauptstraße in diesem Bereich auf eine Fahrbahn verengt. Um die Situation dort zu entspannen, sollten Besucher der Schule darauf hingewiesen werden, dass bei der Fun-Arena genügen Parkplätze zur Verfügung stünden, sagte Uwe Döbereiner. Reinhard Rogler schlug vor, während der Bauarbeiten am neuen Rathaus das Parken auf dem Gehweg vor der Kirche zu erlauben. Auch die Möglichkeit eines Parkverbotes auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde diskutiert. Schließlich einigten sich die Räte mit einer Gegenstimme darauf, das Parken auf dem Gehweg vor der Kirche zu erlauben und zu beobachten, ob sich die Verkehrssituation so wieder entspanne. Sollte dies nicht der Fall sein, werde man auf der gegenüberliegenden Straßenseite das Parken verbieten. Daniela Hirsche

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Daniela Hirsche-Quol
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Veröffentlicht am:
09. 09. 2019
17:44 Uhr

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Daniela Hirsche-Quol

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Veröffentlicht am:
09. 09. 2019
17:44 Uhr



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