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Arzberg

Wohnhaus in abgespeckter Version

Das neue Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße 2 in Arzberg wird ein Stockwerk niedriger. Die Änderung des Plans gefällt nicht allen Stadträten.



So stellt sich die Ansicht des geplanten Wohnhauses in der um ein Stockwerk reduzierten Version dar. Plan: Bayerngrund
So stellt sich die Ansicht des geplanten Wohnhauses in der um ein Stockwerk reduzierten Version dar. Plan: Bayerngrund  

Arzberg - Das in der Friedrich-Ebert-Straße 2 anstelle des abgerissenen Gebäudes geplante Wohnhaus wird eine Nummer kleiner als ursprünglich geplant. In der Sitzung am Donnerstagabend stimmten die Arzberger Stadtratsmitglieder der abgespeckten Version zu. Allerdings nicht ohne vorher die Planänderung - zum Teil energisch - zu hinterfragen und zu kritisieren.

Zunächst hatte die Stadt Arzberg vorgesehen, mit der Firma Bayerngrund ein Wohnhaus mit Hochparterre und Penthouse für sieben Parteien zu bauen.

Da das Gebäude in dieser Version aber drei Geschosse plus das Penthouse gehabt hätte, wären die Abstandflächen zu den Grundstücksnachbarn nicht einzuhalten gewesen. Deswegen wäre eine sogenannte Abstandsflächenübernahme nötig geworden.

Zwei Grundstücksbesitzer haben dem laut Sitzungsvorlage zugestimmt, einer habe aber Bedingungen gestellt. Darauf wollte sich die Stadt nicht einlassen. Die Pläne sind also um ein Geschoss und damit um zwei Wohnungen reduziert worden, um Schwierigkeiten mit dem Nachbarn aus dem Weg zu gehen.

Bürgermeister Stefan Göcking wies darauf hin, dass der geplante Bau die Stadt bereits seit drei Jahren beschäftige. "Das war von Anfang an eine schwere Geburt", sagte er. Nach Meinung des Rathaus-Chefs sollte vermieden werden, Dienstbarkeiten für das Nachbargrundstück einzutragen. Die neuen Pläne mit nur fünf Wohnungen und 179 Quadratmetern weniger Fläche wirken auf Göcking "städtebaulich charmanter" und einladender. Zudem reduzierten sich die Kosten.

Auch mit fünf Wohnungen sei der Bau noch wirtschaftlich, betonte der Rathauschef. Der einzige Haken: Die Miete werde sich geringfügig erhöhen auf etwas über sieben Euro pro Quadratmeter. "Bei Wohnungen in solcher Güte kann man das erzielen", ist sich der Bürgermeister sicher.

Auf Nachfrage von UPW-Fraktionsvorsitzendem Dr. Heinz Eschlwöch versicherte Göcking noch einmal, dass die Wirtschaftlichkeit unter den veränderten Vorzeichen geprüft worden sei.

Sichtlich verärgert zeigte sich Roland Werner (UPW). Er meinte, der Bürgermeister wolle die Situation nun in einem guten Licht erscheinen lassen und fragte: "Wie kann ein Planer etwas planen, und am Ende fehlt ein halber Meter?" Es sei wie ein Krebsgeschwür in der Gesellschaft, dass einer versuche, für sich etwas herauszuholen. "Das ist erbärmlich", schimpfte Werner. "Nun müssen es die Mieter büßen, weil der Plan falsch war und ein Nachbar egoistisch ist."

Er sei derselben Meinung wie Roland Werner, sagte CSU-Fraktionssprecher Roland Kastner. Aber er unterstütze den Weg, den der Bürgermeister vorgeschlagen habe. Allerdings regte Kastner an, sich Schadensersatzansprüche gegen den Planer vorzubehalten und diese gegebenenfalls auch geltend zu machen.

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Christl Schemm
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Veröffentlicht am:
29. 11. 2019
17:22 Uhr

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Autor

Christl Schemm

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
29. 11. 2019
17:22 Uhr



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