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Kunst und Kultur

"Freundschaften fürs ganze Leben"

In der Woche vor Ostern bereitet das Jugendsymphonieorchester Oberfranken seine Konzerte vor. Junge Musiker aus dem ganzen Bezirk nehmen teil.



Das Jugendsymphonieorchester Oberfranken entsteht jedes Jahr neu. Unser Bild zeigt das Orchester vom vergangenen Jahr mit Dirigent Till Fabian Weser beim Osterkonzert in Naila. Foto: Archiv
Das Jugendsymphonieorchester Oberfranken entsteht jedes Jahr neu. Unser Bild zeigt das Orchester vom vergangenen Jahr mit Dirigent Till Fabian Weser beim Osterkonzert in Naila. Foto: Archiv   » zu den Bildern

Warum sollten talentierte junge Musiker beim Jugendsymphonieorchester Oberfranken mitmachen?

Konzerttermine

Neben der "Nussknacker"-Suite

von Peter Iljitsch Tschaikowsky

stehen bei den Konzerten des

Jugendsymphonieorchesters

Oberfranken das Oboenkonzert

C-Dur KV 314 von Wolfgang

Amadeus Mozart sowie die achte Symphonie von Anton Dvorák auf dem Programm.

Die Termine der Konzerte des JSO 2018:

Karsamstag, 31. März, 18 Uhr, Frankenhalle Naila

Ostersonntag, 1. April, 17.30 Uhr, Kongresshaus Rosengarten Coburg

Ostermontag, 2. April, 17.30 Uhr Aurachtalhalle Stegaurach.


Ingrid Schrader: "Eine so intensive musikalische Arbeitsphase schafft immer auch einen großen Fortschritt mit dem jeweiligen Instrument. Selbstverständlich macht es natürlich auch Spaß, zusammen mit Gleichgesinnten ein Konzert zu erarbeiten und mit einem oder mehreren großen öffentlichen Auftritten zu präsentieren."

Martin Erzfeld: "Im JSO bekommen junge Musizierende die Möglichkeit, anspruchsvolle und groß besetzte Orchesterwerke zu erarbeiten, die in Schul- oder Musikschulorchestern meist nicht gespielt werden können."

Inwiefern können junge Leute vom Orchesterspiel profitieren?

Martin Erzfeld: "Die eigenen instrumentalen Fähigkeiten in ein großes Ensemble einzubringen und gemeinsam zu musizieren ist ein sehr prägendes und beeindruckendes Erlebnis. Neben dem eigenen Fortschritt auf dem Instrument erwerben die jungen Leute im Orchester auch andere Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Respekt und Toleranz und erleben hier ein intensives Gemeinschaftsgefühl."

Ingrid Schrader: "Die Erfahrung, in einem Ensemble oder Orchester mitzuwirken, sollte jeder junge Musiker machen. Das bringt die eigene künstlerische und persönliche Entwicklung enorm voran. Muss man doch einerseits Verantwortung übernehmen und absolut zuverlässig agieren und sich andererseits in die Gruppe integrieren und zum Wohle des Gesamtergebnisses arbeiten."

Sehen Sie das JSO als Ergänzung Ihrer Arbeit in der Musikschule?

Ingrid Schrader: "Selbstverständlich. Wir fördern in der Musikschule der Hofer Symphoniker die Ensemblearbeit und auch das Orchesterspiel auf vielfältige Weise. Die Möglichkeiten für unsere Schüler sind groß und von hoher Qualität. Da passt diese Maßnahme des Bezirks Oberfranken hervorragend dazu."

Martin Erzfeld: "Auf jeden Fall, denn schon allein wegen der Möglichkeiten, groß besetzte Werke kennenzulernen, empfehle ich den Mitgliedern des von mir geleiteten Jugendorchesters Bamberg nachdrücklich die Teilnahme an den Projekten des JSO."

Was bringt ein Projekt wie das JSO der Region?

Martin Erzfeld: "Kulturelle Vielfalt ist ein wichtiger Standortfaktor. Neben dem professionellen Musikbetrieb sind es insbesondere die zahlreichen Gruppierungen und Projekte im Laienbereich, die auch in kleineren Städten eine kulturelle Grundversorgung sicherstellen. Daher finde ich es gut, dass die Konzerte des JSO neben Coburg auch in Naila und Stegaurach stattfinden."

Ingrid Schrader: "Vor allem regionale Identität der Jugend. Die jungen Musiker aus ganz Oberfranken lernen sich kennen und können sich vernetzen. Daraus entstehen manchmal Freundschaften für das ganze Leben, und das Heimatgefühl der Teilnehmer wird gestärkt."

Wie schätzen Sie den Stellenwert des Musikunterrichts an den allgemeinbildenden Schulen ein?

Ingrid Schrader: "Eine generelle Aussage kann ich dazu nicht treffen. Die Schulen sind ja immer auch eigenen Zwängen unterstellt, und es kommt darauf an, inwieweit die Leitung der jeweiligen Schule und die Fachlehrer die vorhandenen Möglichkeiten nutzen. In den Schulkooperationen der Hofer Symphoniker können wir qualitativ und quantitativ auf hervorragende Ergebnisse verweisen, und wir haben ganz ausgezeichnete schulische Partner an unserer Seite."

Martin Erzfeld: "Leider hat der Musikunterricht nach wie vor keinen sehr hohen Stellenwert an den allgemeinbildenden Schulen. Dies wäre aus meiner Sicht aber wünschenswert, denn zu einer guten Allgemeinbildung sollten auch Kenntnisse in Musiktheorie und Musikgeschichte sowie grundlegende Fähigkeiten auf einem Instrument gehören. Meiner Ansicht nach erfolgt eine zu starke Ausrichtung auf wirtschaftsrelevante Fächer. Froh sind allerdings viele Kulturschaffende über die Rückkehr des G 9, was den Schülern wieder mehr Spielräume in der Freizeit und damit auch für die aktive Beschäftigung mit Musik bieten wird." red

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Veröffentlicht am:
09. 02. 2018
21:39 Uhr

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09. 02. 2018
21:39 Uhr



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