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Kunst und Kultur

G & G zeigt sich von bester Seite

Das bekannte Duo weiß einmal mehr sein Publikum zu begeistern. Das Textilmuseum in Helmbrechts ist ausverkauft.



Sie lassen Lieder aus verschiedenen Zeiten wieder aufleben: Thomas Goller (links) und Tom Götz. Foto: Richter
Sie lassen Lieder aus verschiedenen Zeiten wieder aufleben: Thomas Goller (links) und Tom Götz. Foto: Richter  

Helmbrechts - Zwei Männer, eine Gitarre, ein Piano - das ergibt Goller & Götz. Die beiden oberfränkischen Musiker, Thomas Goller mit der Gitarre plus Mundharmonika und Tom Götz am Piano, sind in der Gegend äußerst beliebt. Dies ist unter anderem daran zu erkennen, dass man sich Karten zügig sichern muss, weil die Konzerte ziemlich schnell ausverkauft sind.

Das Textilmuseum in Helmbrechts war am Samstag jedenfalls ausverkauft, und die Zuschauer waren gespannt, was die humorvollen Jungs diesmal zu bieten hatten. Thomas Goller begrüßte das Publikum in den "heiligen Helmbrechtser Räumen" mit "Hallo und a gsund’s Neis!". Dann gab es Akustikmusik vom Feinsten, altbekannte Lieder, den eingefleischten Fans natürlich bestens vertraut, und einige neue. "Wir spiel’n heut Lieder, die uns vielleicht gar keiner zutraut, aber da müsst ihr durch", flachst Gitarrist Goller aus Laubersreuth, von Beruf Schreiner. Der Song "Solsbury Hill" von Peter Gabriel, den die beiden wunderbar interpretieren, ist eines davon. Weiter geht es mit Songs, die die meisten Zuhörer wohl aus ihren Jugendtagen kennen wie "New Kid in Town" von den Eagles - mit besten Grüßen an die eigens angereisten Kirchenlamitzer Eagles-Fans. Von Bon Jovi gibt’s die Songs "Livin on a Prayer" und "Someday I’ll be Saturday Night”. Perfekt für die Stimmen von Goller & Götz ist "Africa" von Toto, ein Song, der immerhin 36 Jahre "auf dem Buckel" hat und derzeit als "Lieblingslied des Internet" bezeichnet wird - von "G & G" einzigartig gespielt und gesungen! "Free falling" von Tom Petty, "Broken Wings" von Mr. Mister und "Don’t stop believin" von Journey, alle schon etwas betagter, aber deswegen nicht weniger großartig, waren einige Songs, die "G&G" aus ihrer Schatzkiste zogen und teils den eigenen Stempel aufdrückten. Den romantischen Song "Amazed" von Lonestar hatten Goller & Götz für eine Hochzeit eingeübt und begeisterten am Samstag auch damit ihre Fans. Mit "Don’t think twice, it’s all right" von Bob Dylan, schön tief gesungen von Tom Götz, geht’s flott in Richtung Pause, die Thomas Goller mit "zweimal 11,9 Minuten für die Musiker" ankündigt. Eine schöne Überraschung im "Doppel-G"-Repertoire ist Udo Lindenbergs "Cello" - ein Vorschlag von Tom Götz, wie Goller verrät, der darauf niemals gekommen wäre. Als "Extra" fürs Helmbrechtser Publikum gibt es einen Gastauftritt des Saxofonisten "Fips" alias Peter Wrobel, der eigentlich bei der Dirty-Heckel-Band "zu Hause" ist und das Duo bei den Supertramp-Liedern "Give A Little Bit" und "The Logical Song" famos bereichert. Als Gage übergibt Thomas Goller ihm "a Fläschla Münchberger Klostertropfen".

Beim Song "Piano Man" von Billy Joel erlebt das Publikum wieder Goller & Götz pur. "Pianoman" Götz aus Trebgast, dem der Spaß am Spielen ins Gesicht geschrieben steht, zeigt einmal mehr sein Können. Überhaupt versprühen die beiden Musiker Freude und Spaß an ihrem Auftritt. Zwischen den Songs flachsen die Musiker munter hin und her und beziehen auch Tontechniker "Harry" ein. "Du schee spilln, mein Bu", brummt dieser aus dem Dunkel. Mit dem Song "I can’t find this Feeling anymore" von REO Speedwagon verabschieden sich Goller & Götz. Doch das Publikum lässt die beiden nicht ohne zwei Zugaben von der Bühne, um danach zufrieden ins Schneetreiben zu verschwinden.

Autor

Heike Richter
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Veröffentlicht am:
13. 01. 2019
19:42 Uhr

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13. 01. 2019
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