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Kunst und Kultur

Rekord zum Runden

Zum ersten Mal in seiner Festivalgeschichte ist das "In.Die.Musik"-Open-Air ausverkauft. 1800 Leute feiern im Ossecker Stadion eine wilde Party.



Hoch die Hände: Beim Headliner Russkaja herrscht ausgelassene Feierstimmung. Die österreichische Kombo begeistert mit ihrem selbsterfundenen Stil "Russian Turbo Poka". Viele weitere Bilder gibt es unter www.frankenpost.de	Foto: Marcel Kliemann
Hoch die Hände: Beim Headliner Russkaja herrscht ausgelassene Feierstimmung. Die österreichische Kombo begeistert mit ihrem selbsterfundenen Stil "Russian Turbo Poka". Viele weitere Bilder gibt es unter www.frankenpost.de Foto: Marcel Kliemann  

Hof - Bei so einem Festival wird schon mal geweint. Oder besser gesagt, davor. Zum Beispiel dann, wenn man nicht mehr auf das Festivalgelände kommt, weil die Veranstaltung restlos ausverkauft ist. So ergeht es am vergangenen Samstagabend gleich Dutzenden Leuten, die vor dem Ossecker Stadion stehen und teilweise dicke Tränen vergießen, weil sie sich nicht rechtzeitig eine Eintrittskarte besorgt haben. Gab es in den vergangenen Jahren noch genügend Tickets an der Abendkasse, hat das diesjährige "In.Die.Musik"-Festival alle Rekorde gebrochen: Bereits um kurz nach 18 Uhr ist das Festivalgelände voll. So voll, dass die Veranstalter niemanden mehr reinlassen dürfen. "Wir sind restlos ausverkauft, das ist der Wahnsinn", sagt Patrick Leitl, zweiter Vorsitzender des "In.Die.Musik"-Vereins. Das hat das Festival zum ersten Mal und pünktlich zu seinem zehnjährigen Jubiläum geschafft.

11.06.2016 - In.Die.Musik-Festival - Foto: Marcel Kliemann

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Und während vor dem Ossecker Stadion so einige Leute geknickt von dannen ziehen müssen, steigt drinnen eine wilde Party. 1800 Leute haben das Gelände fest im Griff. Ob auf den Rängen, direkt vor der Bühne oder bei der Kinder-Spielecke - überall ist die ausgelassene und friedliche Stimmung zu spüren. Musikalisch bietet das Open-Air eine gewohnte Mischung quer durch alle Sparten. Nachdem die Lokalmatadore von KeinPlan! zerdrückt die Dose simple, aber lustige Punk-Songs kredenzt haben, ist das Publikum auf Betriebstemperatur. Mit der spanisch-deutschen Kombo Malasañers geht es weiter. Das Quintett spielt Irish-Speed-Folk und die Menge lässt sich mitreißen. Es wird getanzt, was das Zeug hält. Bei der nächsten Band Young Chinese Dogs geht es dagegen gesetzter zu. Das Münchner Trio trägt ruhige Indie-Folk-Songs vor und lädt eher zum Chillen als zum Tanzen ein. Das tut der Stimmung aber keinen Abbruch, denn die Kompositionen fesseln die Zuhörer auf ihre eigene und verträumte Art. Als anschließend die Punkrocker von Love A auf die Bühne kommen, gibt es zunächst eher verhaltene Reaktionen. Sowohl die Band als auch das Publikum scheinen erstmal nicht genau zu wissen, was auf sie zukommt. Doch spätestens beim zweiten Song "Yuri" ist das Eis gebrochen und der Funke springt über. Es wird geschrien, getanzt, gesungen, gepogt, eben all das, was ein gutes Konzert ausmacht.

Was anschließend beim Co-Headliner Feine Sahne Fischfilet abgeht, ist unglaublich. Binnen Sekunden entsteht eine Dynamik im Publikum, die man normalerweise nur von großen Festivals kennt. Bengalische Lichter und Rauchfackeln, die die Besucher in den Händen halten, tauchen das Gelände in leuchtende Farben. Ein wogendes Meer tanzender Menschen erstreckt sich von der ersten Reihe bis zu den Sitzplätzen auf den Rängen. Das Publikum feiert die Ska-Punker aus Mecklenburg-Vorpommern vom ersten bis zum letzten Ton.

Der eigentliche Headliner Russkaja kann diese Stimmung zwar nicht mehr toppen, aber immerhin halten. Die Multi-Kulti-Truppe aus Österreich und vor allem ihr russischstämmiger Sänger Georgij Makazaria sind eingespielte Entertainer. Die Kombo bezeichnet ihre Musik selbst als "Russian Turbo Polka" und dementsprechend energiegeladen ist ihre Show.

Kurz nach Mitternacht endet das zehnte und bisher größte "In.Die.Musik"-Festival. Einen neuen Besucherrekord wird es wohl vorerst nicht mehr geben. "Wir haben unsere Kapazitäten ausgeschöpft, das Festival kann gar nicht mehr größer werden", sagt Patrick Leitl. Enttäuscht darüber ist er aber gar nicht. "Wir sind nach wie vor ein gemeinnütziger Verein und machen alles ehrenamtlich. Wir sind glücklich so, wie wir sind."

Noch größer kann das Festival gar nicht werden.

Patrick Leitl,

zweiter Vorsitzender des

"In.Die.Musik"-Vereins

Autor
Alina Juravel

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Veröffentlicht am:
12. 06. 2016
00:00 Uhr

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Alina Juravel

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Veröffentlicht am:
12. 06. 2016
00:00 Uhr



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