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Fichtelgebirge

Nachhilfe für Abgeordnete in Sachen Natur

Der Gebietsbetreuer des Fichtelgebirges Eckardt Kasch wirbt im Landtag für seine Aufgabe. Dabei wird deutlich, wie wichtig die Arbeit der Allrounder ist.



Am Stand der oberfränkischen Gebietsbetreuer (von links): Gebietsbetreuer Andreas Niedling und Wolfgang Sack (Forchheim), Ministerin Melanie Huml, Landtagsabgeordneter Ludwig Freiherr von Lerchenfeld, Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer, Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, der Gebietsbetreuer für das Fichtelgebirge Eckardt Kasch und Beate Singhartinger (Frankenwald).
Am Stand der oberfränkischen Gebietsbetreuer (von links): Gebietsbetreuer Andreas Niedling und Wolfgang Sack (Forchheim), Ministerin Melanie Huml, Landtagsabgeordneter Ludwig Freiherr von Lerchenfeld, Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer, Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, der Gebietsbetreuer für das Fichtelgebirge Eckardt Kasch und Beate Singhartinger (Frankenwald).  

Wunsiedel - Die Gebietsbetreuer aus dem Freistaat haben den Abgeordneten des Landtags die Natur nahe gebracht. Vor Kurzem gab es zu einer Plenarsitzung im Maximilianeum ein interessantes Begleitprogramm, das die Gebietsbetreuer präsentierten. Mit einer Ausstellung und Produkten aus den Regionen warben die 42 "Anwälte der Natur" für die Fortsetzung ihrer Arbeit.

"Naturschutz. Für dich. Vor Ort." - So lautet das Motto im Logo der Gebietsbetreuer. Und diese Worte brächten genau auf den Punkt, worauf die vielfältigen Tätigkeiten der Gebietsbetreuer in Bayern hinzielen, so die stellvertretende Landtagspräsidentin Ulrike Gote. Sie begrüßte die Gebietsbetreuer und die Kolleginnen und Kollegen aus dem Landtag und freute sich, dass die Stiftung Bayerischer Naturschutzfonds mit diesem Projekt den Naturschutz in der Fläche stärke. Die Gebietsbetreuer seien das Bindeglied zwischen Behörden und Landnutzern, sie könnten mit ihrer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit für den Naturschutz Verständnis wecken und Akzeptanz schaffen. Sie warb bei ihren Kollegen dafür, die Gebietsbetreuer zu unterstützen, indem dem Bayerischen Naturschutzfonds die notwendigen Mittel auch weiterhin zur Verfügung gestellt würden. "Es wäre außerdem anstrebenswert, für mehr Sicherheit in der Kontinuität zu sorgen, indem die Förderperiode nicht mehr nur auf drei Jahre beschränkt wird. So könnten wir den Gebietsbetreuern und den Trägern mehr Planungssicherheit geben", sagte Gote weiter.

In Vertretung der erkrankten Umweltministerin Ulrike Scharf eröffnete Gesundheitsministerin Melanie Huml die Veranstaltung. Auch von ihrer Seite kam viel Anerkennung für die Arbeit der Gebietsbetreuer. "Dies ist eine wichtige Aufgabe für unser Land, die sie wahrnehmen und den Naturschutz zu den Menschen bringen." Bayern sei ein Eldorado der Vielfalt: Vom Allgäu bis zur Rhön, vom Chiemsee bis ins Fichtelgebirge; landschaftliche Schönheit, großer Naturreichtum und einmalige Artenvielfalt, die auch dem Mensch viel bringe. Unsere Natur sei unter anderem so schön, weil viele engagierte Menschen, wie die Gebietsbetreuer, es sich zur Aufgabe gemacht hätten, für die Naturvielfalt einzutreten. 42 Gebietsbetreuer betreuen 37 ökologisch besonders sensible Gebiete, das ist fast ein Viertel Bayerns. Ihre Aufgaben seien dabei so vielfältig wie die Gebiete selbst.

Für die Staatsministerin sind die Gebietsbetreuer Allrounder: Ranger, Pädagogen, Diplomaten und Konfliktmanager. "Sie bewahren die Natur und verbessern die Überlebenschancen für bedrohte Arten. Damit bringen sie die Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie voran und forcieren eine nachhaltige Naturentwicklung."

Sie rief dazu auf, die Anzahl der Gebiete auf 50 zu erhöhen, denn es gäbe in Bayern noch viele wertvolle Landschaften, die eine Gebietsbetreuung verdient hätten. Auch sie warb dafür, dafür zu sorgen, dass die Förderperioden länger werden, um die kontinuierliche Arbeit der Gebietsbetreuer zu gewährleisten.

"Alle anwesenden oberfränkischen Abgeordneten haben sich ausgiebig mit uns unterhalten", freut sich der Gebietsbetreuer des Naturparks Fichtelgebirge, Eckardt Kasch. Und alle hätten die positiven Signale bestätigt, die schon in den Begrüßungsreden angeklungen seien.

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Veröffentlicht am:
14. 11. 2017
00:00 Uhr

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