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Fichtelgebirge

Helfer holen das Reh vom Eis

Die Aktiven der DLRG bahnen sich mit dem Boot einen Weg zu dem Tier, das nicht mehr alleine hochkommt. Der Einsatz endet glücklich.



Da war die Freude groß (von links): DLRG-Vorsitzender Bernd Ackermann, Jagdpächter Roland Schmidt mit dem vom Eis geretteten Reh, Bootsführer Peter Schiemenz und ein Mitarbeiter des Kommunalunternehmens oberes Egertal nach dem erfolgreichen Einsatz. Foto: pr.
Da war die Freude groß (von links): DLRG-Vorsitzender Bernd Ackermann, Jagdpächter Roland Schmidt mit dem vom Eis geretteten Reh, Bootsführer Peter Schiemenz und ein Mitarbeiter des Kommunalunternehmens oberes Egertal nach dem erfolgreichen Einsatz. Foto: pr.  

Weißenstadt - Einen Einsatz der etwas anderen Art hatten die Aktiven der Weißenstädter DLRG am Donnerstag. Ein Reh wollte offenbar den halb zugefrorenen Weißenstädter See überqueren, kam auf dem Eis aber nicht mehr weiter. Kommunalarbeiter und Spaziergänger verständigten die Stadt über die verzweifelten Versuche des Tieres, die Eisfläche wieder zu verlassen.

"Daraufhin besetzten wir das Einsatzfahrzeug und ein Rettungsboot, um das Tier gemeinsam mit dem zuständigen Jagdpächter vom Eis zu holen. Auch Arbeiter des Kommunalunternehmens halfen fleißig mit", sagt Bernd Ackermann, Vorsitzender der DLRG.

Die Aktion gestaltete sich schwierig. Das Reh hatte sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte weiter vom Ufer entfernt. Eine Bergung mit dem Eisretter vom Ufer aus, wie zunächst geplant, war daher nicht möglich. Die Spezialisten ließen das Rettungsboot "Klaus 2" zu Wasser. Wie ein Eisbrecher bahnten sich die Retter von einer nicht zugefrorenen Stelle am See zur nächsten ihren beschwerlichen Weg. Das Eis war stellenweise bereits drei bis vier Zentimeter dick. Um das Tier nicht in allzu große Panik zu versetzen, verlangsamte der Bootsführer die Fahrt, bevor sie das Tier zu fassen bekamen. Nachdem das Reh im Boot war, stellte sich heraus, dass es jenes war, das der Jagdpächter im Frühjahr großgezogen hatte, nachdem es in ein Mähwerk geraten war und einen kurzen Teil des Hinterlaufs verloren hatte. Das Tier ist im Sommer nach Rücksprache mit einem Tierarzt ausgewildert worden. Durch den fehlenden Hinterlauf konnte es sich auf der glatten Eisfläche nicht mehr aufstellen und wäre wahrscheinlich über kurz oder lang verendet. Der Jagdpächter möchte daher nochmals darauf hinweisen, dass Hunde am Weißenstädter See anzuleinen sind. Freilaufende Hunde können das Wild aus der Deckung scheuchen, sodass es zu derartigen Situationen kommen kann.

Der Jagdpächter nahm das Reh in seine Obhut. Er wird sich um die Verletzungen des Tieres kümmern und es dann an geeigneter Stelle wieder in die freie Wildbahn entlassen.

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Veröffentlicht am:
30. 11. 2018
15:40 Uhr

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