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Fichtelgebirge

Info-Zentrum Epprechtstein erwartet seine Gäste

Bürgermeister Thomas Schwarz eröffnet die neue Attraktion für Touristen am Granitlabyrinth. Sie soll den Fremdenverkehr weiter beleben.



Architekt Peter Kuchenreuther (links) übergab Bürgermeister Thomas Schwarz symbolisch eine Miniaturausfertigung des Schlusssteins, der vor dem Informationszentrum enthüllt wurde. Foto: Willi Fischer
Architekt Peter Kuchenreuther (links) übergab Bürgermeister Thomas Schwarz symbolisch eine Miniaturausfertigung des Schlusssteins, der vor dem Informationszentrum enthüllt wurde. Foto: Willi Fischer  

Kirchenlamitz - Das neue Infozentrum Epprechtstein ist bereit für die Besucher: Am Samstag eröffnete der Kirchenlamitz Bürgermeister Thomas Schwarz zusammen mit einer ganzen Reihe von Ehrengästen den Neubau. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von den Kirchenlamitzer Turmbläsern.

Die Kosten

Bürgermeister Thomas Schwarz listete auch die Kosten auf. Demnach wurden für Gebäude, Infrastruktur, Parkplatz, Wasser, Abwasser und technische Ausstattung 694 000 Euro aufgewendet. Gefördert wurde das Vorhaben vom bayerischen Wirtschaftsministerium mit 500 000 Euro und der Oberfrankenstiftung mit 30 000 Euro. Der Anteil der Stadt Kirchenlamitz liegt bei 164 000 Euro.


Schwarz erinnerte in seiner Rede daran, dass vor zehn Jahren das Granitlabyrinth errichtet wurde. Das neue Infozentrum habe die Stadt Kirchenlamitz mit staatlicher Förderung und mit Unterstützung der Oberfrankenstiftung bauen können. Das Info-Zentrum und das Labyrinth seien der Ausgangspunkt für viele Aktivitäten, so etwa den Fränkischen Gebirgsweg, den Kartoffellehrpfad oder auch den Steinbruchrundwanderweg. Auch die 2013 wieder eröffnete Gastwirtschaft "Waldschmiede" habe die Attraktivität der Anlage erhöht. Das alles habe dazu geführt, dass die Zahl der Tagesgäste und Übernachtungsgäste gestiegen sei und sich das Granitlabyrinth ganzjährig großer Beliebtheit erfreue.

Um das Angebot abzurunden und zu ergänzen, habe sich die Stadt Kirchenlamitz entschlossen, das Informationszentrum zu bauen. Nach vielen Überlegungen, Planungen und Gesprächen habe der Stadtrat im September 2016 grünes Licht gegeben, erinnerte Schwarz. Den Bewilligungsbescheid für die staatliche Förderung habe Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz am 3. August 2017 im Labyrinth übergeben.

Wie Schwarz sagte, fügt sich das Bauwerk ausgezeichnet in die Landschaft ein. Das Gebäude diene nicht nur touristischen Zwecken, sondern lade auch zu Vorträgen, kulturellen Veranstaltungen, Schulungen, Gottesdiensten, Klausuren und Tagungen ein. Und auch für Trauungen biete sich das Zentrum an. "Der heutige Tag ist ein freudiger Tag für Kirchenlamitz und ein freudiger Tag für unsere Bürger", sagte Schwarz abschließend

Architekt Peter Kuchenreuther sagte, dass das Besucherinteresse auch zehn Jahre nach dem Bau des Granitlabyrinths ungebrochen sei. Mit dem Infozentrum präsentiere man den Gästen nun eine erweitertes Angebot. Der Pavillon füge sich mit der Begrünung hervorragend in die Landschaft ein. Als Material sei natürlich Granit aus den umliegenden Steinbrüchen integriert worden. Die Fassade sei naturnah aus Lärchenlamellen gestaltet worden. Als Präsent überreichte Kuchenreuther einen Schlussstein, der anschließend vor dem Infozentrum enthüllt wurde.

Für die Regierung von Oberfranken gratulierte Abteilungsdirektorin Dr. Corinna Boerner zur Einweihung des Informationszentrums Epprechtstein. Mit dem Infozentrums schreibe man die Erfolgsgeschichte des Tourismus rund um die besonderen Granitvorkommen fort. Wie in allen anderen Wirtschaftszweigen gelte es auch im Tourismus, nach neuen Möglichkeiten Ausschau zu halten. Bereits vor zehn Jahren sei mit dem Granitlabyrinth der Grundstein für die jetzige Einweihung gelegt worden. Und so setze die Stadt ihren Weg konsequent fort, das besondere Potenzial des Granitvorkommens und der Schönheit der Landschaft zu nutzen. Die Besucher haben nach ihren Worten nun die Möglichkeit, sich genauer über den Granitabbau im Fichtelgebirge sowie die umliegenden Steinbrüche und Rundwanderwege zu informieren. Außerdem stünden nun Unterstellmöglichkeiten für Wanderer und Radler und auch Toiletten-Anlagen zur Verfügung. Zudem habe man die Parkmöglichkeiten erweitert. Profitiert habe die Stadt dabei von dem Programm zur Förderung von öffentlichen touristischen Infrastruktureinrichtungen (RÖFE). Gewährt worden sei der Höchstfördersatz. Boerner zeigte sich sicher, dass dieses Geld gut anlegt sei. Mit der Investition werde die Anziehungskraft des Granitlabyrinths gesteigert.

Auch Landrat Dr. Karl Döhler unterstrich die große Bedeutung des Infozentrums für die Region. Das Informationszentrum sei ein touristischer Anziehungspunkt für Gäste und Bürger. Ein Kompliment sprach der Landrat der Stadt Kirchenlamitz aus: "Es hat Freude gemacht, die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung zu sehen."

Willi Seiler, der geistige Vater des Labyrinths, kam auf die Entstehungsgeschichte der Anlage zu sprechen. Er freute sich, dass seine damaligen Ideen für das Granitlabyrinth jetzt mit dem Infozentrum eine wichtige Ergänzung gefunden haben. In seiner Rede erinnerte er auch an die vielen Mitstreiter, die sich für das Projekt eingesetzt haben.

Pfarrer Markus Rausch von der evangelischen Kirchengemeinde nahm die kirchliche Segnung des Gebäudes vor. Er führte aus, dass das Labyrinth ein frühchristliches Symbol sei, das sich in ganz Europa wiederfinde. Es stehe für die Suche nach der eigenen Mitte und nach der Mitte des Lebens. "Im Labyrinth gibt es kein Ziel, sondern eine Mitte", hob er hervor. Das Schöne an dem Kirchenlamitzer Labyrinth sei, dass man sich nicht darin verlaufen könne - mit etwas Ausdauer und Geduld könne man seinen Weg zu Ende zu gehen und zum Mittelpunkt gelangen. "Wir brauchen Orte und Zeiten im Leben, um zur Ruhe und zur Besinnung zu kommen." Das Granitlabyrinth habe im evangelischen Gemeindeleben einen festen Platz.

Durch das Infozentrum sei das Granitlabyrinth nun auch ein Ort der Bildung: Hier bekomme man Informationen zu der Region, dem Abbau von Granit, der Steinindustrie, die über viele Jahrzehnte hinweg das Arbeitsleben in Kirchenlamitz geprägt hat, und zu den Menschen, die hier mühevoll ihren Lebensunterhalt verdienten. Der Geistliche stellte fest: "Wir bauen auf dem auf, was andere vor uns geleistet haben. Das Wissen darum sollte nicht verloren gehen."

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Willi Fischer

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Veröffentlicht am:
05. 05. 2019
17:08 Uhr

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05. 05. 2019
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