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Fichtelgebirge

Peter Berek soll Dr. Karl Döhler beerben

Die CSU nominiert den Bad Alexandersbader Bürgermeister einstimmig als ihren Kandidaten für das Amt des Landrats. Der stellt vor, was er sich für die Zukunft wünscht.



Peter Berek (Mitte, mit Ehefrau Christine) wird die CSU in die Wunsiedler Landratswahl 2020 führen. Zur Nominierung gratulierten (von links): Rosemarie Döhler, Landrat Dr. Karl Döhler, Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, der Selber Ortsverbandsvorsitzende Matthias Müller Oberbürgermeister Oliver Weigel aus Marktredwitz und Bereks Stellvertreter im Bürgermeisteramt von Bad Alexandersbad, Michael Galimibis. Foto: Rainer Maier
Peter Berek (Mitte, mit Ehefrau Christine) wird die CSU in die Wunsiedler Landratswahl 2020 führen. Zur Nominierung gratulierten (von links): Rosemarie Döhler, Landrat Dr. Karl Döhler, Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, der Selber Ortsverbandsvorsitzende Matthias Müller Oberbürgermeister Oliver Weigel aus Marktredwitz und Bereks Stellvertreter im Bürgermeisteramt von Bad Alexandersbad, Michael Galimibis. Foto: Rainer Maier  

Selb-Plößberg - Die CSU setzt bei der Landratswahl im März 2020 auf den Bad Alexandersbader Bürgermeister Peter Berek: Bei der Kreisdelegiertenversammlung am Mittwochabend nominieren ihn die 92 Abgesandten der Ortsverbände einstimmig als ihren Kandidaten. Berek soll am 1. Mai den amtierenden Landrat Dr. Karl Döhler beerben und dafür sorgen, dass das Wunsiedler Landratsamt weiter christsozial geführt wird.

Christsoziale im Landkreis halten Peter Berek für die bessere Alternative

"Der Landkreis Wunsiedel ist auf Erfolgskurs", sagt CSU-Kreisvorsitzender Martin Schöffel . Landrat Dr. Karl Döhler habe die richtigen Weichen gestellt. Peter Berek werde auf dieses "Zwischenergebnis" gut aufbauen und den Kreis auch in Zukunft so beeindruckend steuern, wie er jetzt die Gemeinde Bad Alexandersbad lenke. "Dieser Mann brennt für seine Heimat", sagt Schöffel.

"Es beruhigt, wenn man weiß, dass es richtig gut weitergeht", sagt Dr. Karl Döhler , der seinen Landratssessel am 31. März 2020 auf eigenen Wunsch räumen wird. Und er fügt hinzu: "Peter, du wirst es rocken!"

Oberbürgermeister Oliver Weigel aus Marktredwitz sagt, Berek habe in Bad Alexandersbad bewiesen, wie zielstrebig, kompetent und bodenständig er sei. Als Landrat werde er den eingeschlagenen Kurs halten, weil er es verstehe, Menschen zu gewinnen und zu begeistern.

Matthias Müller , der Selber CSU-Chef, lobt Bereks Erfahrung, aber auch seinen Mut zu Innovation und neuem Denken. Bereks Bürgermeister-Stellvertreter Michael Galimbis rühmt seine Fähigkeit, bei Bedarf auch unbequeme Wege zu gehen. Stephan Gesell aus Weißenstadt und Thomas Manzei aus Arzberg halten Berek ebenfalls für den besten Mann für den Landratsposten.


Im Jochen-Klepper-Haus in Selb-Plößberg halten Parteigranden und Weggefährten Bereks Lobreden auf den 50-jährigen Kandidaten, der als Seiteneinsteiger ohne klassische Parteikarriere in die Politik gekommen ist. Der Bäckerssohn aus Marktredwitz ging zunächst in die öffentliche Verwaltung, unter anderem in seiner Heimatstadt. Als Geschäftsführer übernahm er die kommunale Bad Alexandersbader Bäderhaus GmbH und wurde 2008 zum Bürgermeister in Bayerns kleinstem Heilbad gewählt. Gleichzeitig zog er in den Wunsiedler Kreistag ein. Engagiert ist Berek unter anderem auch im Bayerischen Heilbäderverband, dessen Vorstand er angehört.

In seiner Bewerbungsrede streift Peter Berek die Vergangenheit nur: "Heute ist ein Tag, an dem der Blick nach vorne wichtiger ist als der nach hinten", sagt er. Also blättert er einen Katalog an Wünschen auf, was er als Landrat für den Kreis erreichen möchte. Wohl wissend, dass nicht alle in Erfüllung gehen werden, aber: "Wir haben jeden Tag die Chance, an ihrem Gelingen zu arbeiten."

Berek wünscht sich einen Heimat-Landkreis mit hoher Lebensqualität, der seine Traditionen ehrt und seine Werte pflegt und in dem dennoch "jeder die Möglichkeit hat, den Freiraum für Macher zu spüren und zu nutzen". Er wünscht sich einen Zukunfts-Landkreis, der Unternehmern und Leistungsträgern ein kompetenter Partner ist und gemeinsam mit Kommunen und Institutionen seine Zukunft selbst gestaltet. Auf Bereks Wunschliste steht auch der attraktive Familien-Landkreis mit einer flächendeckenden Top-Kinderbetreuung, einer modernen digitalen Schullandschaft und einem Miteinander von Jung und Alt. Das leitet über zum Generationen-Landkreis, in dem Senioren gerne leben. Ein Landratsamt, in dem die Bürger unkompliziert ihre Amtsgeschäfte erledigen können und in dem den Menschen weitergeholfen wird, ist für Berek das Fundament des Dienstleistungs-Landkreises auf seinem Wunschzettel. Und eine Hochschule für Produktdesign in Selb, eine Hochschule für Gesundheit und Pflege in Marktredwitz sowie ein Osteopathie-Campus in Bad Alexandersbad schweben ihm als Grundstock des Bildungs-Landkreises Wunsiedel vor, von einem durchgängigen Schulangebot auf hohem Niveau und einer starken Weiter- und Fortbildungslandschaft abgesehen.

Peter Berek wünscht sich aber auch einen Kultur-Landkreis mit einer adäquaten Unterstützung für die Luisenburg-Festspiele und vielen weiteren Glanzlichtern. Im Gesundheits-Landkreis seiner Zukunftsvision gibt es ein hervorragend aufgestelltes Klinikum in kommunaler Trägerschaft, eine flächendeckende ärztliche Versorgung sowie herausragende Gesundheitsorte wie Weißenstadt und Bad Alexandersbad. Sein Innovations-Landkreis, der Tradition verpflichtet und doch bereit für Neues, soll die Menschen einbeziehen in künftige Veränderungen. Seinen digitalen Landkreis will er entwickeln "zu vielleicht einer der digitalsten ländlichen Regionen in Bayern".

Der Tourismus-Landkreis in Bereks Vorstellung ist verträglich und naturverbunden und funktioniert als starke Gemeinschaft aller Fremdenverkehrsorte im Fichtelgebirge. Den Energie-Landkreis sieht der CSU-Kandidat "nicht mit Stromleitungen durchbaut", sondern mit einer starken regionalen Struktur und der Energie-Stadt Wunsiedel als Zugpferd. Der Wirtschafts-Landkreis schließlich soll auch nach 2020 Unternehmen beherbergen, "auf die wir alle stolz sind", Global Player, die den Namen des Fichtelgebirges in alle Welt hinaustragen. Dazu mutige Start-ups, die Neues auf den Weg bringen, "unterstützt nach allen Regeln der Kunst von der Wirtschaftsförderung im Landratsamt".

Peter Berek wünscht sich einen Mobilitäts-Landkreis mit leistungsfähigen Verkehrsnetzen, einem perfekten Radwege-Angebot und einem bedarfsgerechten öffentlichen Personennahverkehr, gerne auch als Teil des Nürnberger VGN.

Er möchte Wunsiedel zum Zuzugs-Landkreis machen, der die Menschen mit seiner natürlichen Schönheit fesselt, der anziehende Städte und Gemeinden bietet und bewusst einen Gegenpol setzt zu den Metropolen. Berek wünscht sich auch einen Ökologie-Landkreis, der die Lebensgrundlagen effektiv schützt und Ökologie und Ökonomie in Einklang bringt.

Selbstbestimmt und mit einer neu gedachten kommunalen Zusammenarbeit solle der Landkreis Wunsiedel unter seiner Leitung unter den 71 bayerischen Kreisen eine gute Rolle spielen und "bei bestimmten Themen vielleicht sogar eine Spitzenposition einnehmen".

Erreichen will Peter Berek all das oder zumindest vieles davon als "Mann des Gesprächs", der es gewohnt sei, Lösungen zu suchen und zu finden. Dabei gelte es, "die richtige Mentalität zu entwickeln, die Menschen zu erreichen und sie mitzunehmen". Weil, wie er sagt, "es unser Landkreis Wunsiedel ist. Und weil wir alle Landkreis Wunsiedel sind".

Autor

Rainer Maier
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Veröffentlicht am:
31. 05. 2019
17:54 Uhr

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Rainer Maier

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Veröffentlicht am:
31. 05. 2019
17:54 Uhr



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