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Fichtelgebirge

Schulen haben Erste Hilfe im Griff

Sportlehrer müssen für den Notfall gewappnet sein. Das sind sie auch, sagen die Rektoren. Sie halten ein BGH-Urteil damit nicht für notwendig.



Bei der Ausbildung zum Schulsanitäter am Luisenburg-Gymnasium in Wunsiedel sind die Schüler schon perfekt eingeübt. Während der Reanimation mit dem Beatmungs-Beutel und Defibrilator wird auch schon der Notruf abgesetzt. Ausbilder Markus Wagner (links) ist vom Engagement begeistert. Foto: David Trott
Bei der Ausbildung zum Schulsanitäter am Luisenburg-Gymnasium in Wunsiedel sind die Schüler schon perfekt eingeübt. Während der Reanimation mit dem Beatmungs-Beutel und Defibrilator wird auch schon der Notruf abgesetzt. Ausbilder Markus Wagner (links) ist vom Engagement begeistert. Foto: David Trott  

Wunsiedel - Das jüngste Urteil des Bundesgerichtshofs in Sachen Schulunfall hat einige Fragen aufgeworfen. Die Richter hatten sich im April mit einem sechs Jahre zurückliegenden Unfall in Wiesbaden befasst, wo fehlende Reanimation zu bleibenden Hirnschäden bei einem Schüler geführt hatte. Nach dem Urteil ist klar: Eine Erste-Hilfe-Ausbildung wird zumindest bei Sportlehrern vorausgesetzt. Bei Verstößen sind Schadensersatzansprüche nicht auszuschließen. Bei den Bildungseinrichtungen in der Region ergibt eine Nachfrage ein positives Bild. Offenbar haben das Luisenburg-Gymnasium in Wunsiedel, die Realschule in Selb und die Lebenshilfeschule in Marktredwitz bereits jetzt alles im Griff.

Die Bildungseinrichtungen des Lebenshilfe-Vereins hätten ein klares Sicherheitskonzept. "Zusammen mit dem BRK finden regelmäßig Schulungen und Weiterbildungen für unsere Mitarbeiter statt", klärt Schulleiterin Bettina Thanner auf. "Ein Notfall kann immer und überall eintreten. Gerade deshalb ist es wichtig, dass sich die Bürger über die Allgemeinpflicht, zu helfen, im Klaren sind."

Ähnlich sehen es die Lehrer der Realschule Selb. Auch hier werde schon seit Jahren vorgesorgt. "Wir nutzen immer den Buß- und Bettag für unsere regelmäßigen Weiterbildungen", erzählt Rektorin Kerstin Janke. "Hier werden nicht nur alle Lehrkräfte, sondern auch alle übrigen Mitarbeiter fit für den Ernstfall gemacht."

Das Optimum an Absicherung werde am Luisenburg-Gymnasium in Wunsiedel geboten. "Wir sind in der glücklichen Lage, einen Rettungssanitäter unter den Lehrkräften zu haben. Durch diesen Fachmann sind wir beim Thema Erste Hilfe bestens aufgestellt", betont Schulleiter Joachim Zembsch.

Neben den Schulungen der Lehrkräfte würden im Gymnasium sogar die Schüler mit in das Rettungskonzept eingebunden. "Wir bilden jedes Jahr ungefähr 30 Schüler zu Schulsanitätern aus", erklärt Lehrer und Rettungssanitäter Markus Wagner. "Nach einem Ausbildungsjahr können diese Schüler sogar Infusionen legen und somit im Ernstfall den Ärzten einiges an Arbeit abnehmen." Zusätzlich sei ein ausgereiftes Alarmierungs-Konzept über die Lautsprecheranlage, Funkgeräte oder per Mobiltelefon ausgearbeitet. "In extremen Jahren konnten wir gut 60 Fälle von der einfachen Wundversorgung bis zur Bewusstlosigkeit betreuen", sagt Wagner. Optimiert werde dies durch die personelle und auch finanzielle Unterstützung von der BRK-Bereitschaft Nagel.

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David Trott
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Veröffentlicht am:
06. 06. 2019
19:14 Uhr

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David Trott

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06. 06. 2019
19:14 Uhr



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