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Fichtelgebirge

Sibler verspricht kontinuierliche Förderung

Der bayerische Kunst-minister zeigt sich sehr beeindruckt vom Erfolg der Luisenburg-Festspiele. Zur Eröffnung der 129. Spielzeit lobt er auch die Wahl des Premierenstücks.



Im festlich geschmückten Sitzungssaal des Wunsiedler Rathauses trug sich Minister Bernd Sibler ins Goldene Buch der Stadt ein; rechts Bürgermeister Karl-Willi Beck.	Foto: Florian Miedl
Im festlich geschmückten Sitzungssaal des Wunsiedler Rathauses trug sich Minister Bernd Sibler ins Goldene Buch der Stadt ein; rechts Bürgermeister Karl-Willi Beck. Foto: Florian Miedl  

Wunsiedel - Im bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in München weiß man um die Bedeutung und die Verdienste der Luisenburg-Festspiele. Minister Bernd Sibler jedenfalls, der die Felsenbühne seit seiner Zeit als Staatssekretär kennt und am Freitagabend die 129. Festspiele auf der Bühne offiziell eröffnete, wurde nicht müde, seine Anerkennung für das zu betonen, "was hier geleistet wird".

Zu dieser Erkenntnis beigetragen haben dürfte auch eine Bühnenführung, die Sibler von der Doppelspitze der Festspiele bekommen hatte. Birgit Simmler, die künstlerische Leiterin des Theaters, und Verwaltungsleiter Harald Benz hatten ihm, wie er sagte, einen Eindruck vermittelt, "wie großartig diese Bühne ist und welch große Leistungen die Schauspieler hier bringen". Sibler: "Wir sind stolz, dass wir neben der großartigen Kunst überall in den größeren Städten auch in der Fläche sehr viele Bühnen haben, die große Kunst bieten." Die 150 000 Besucher, die 2018 auf der Luisenburg gezählt wurden, seien ein großartiger Erfolg, "das muss man erstmal schaffen".

Der Freistaat fördere dies über den Kulturfonds Bayern, der heuer sieben Millionen Euro ausschütte. "Wir sind darauf bedacht, die Gelder einigermaßen gut im Land zu verteilen, und ich darf mit Stolz verkünden: Bei der regionalen Verteilung gehen - über die Standortförderung hinaus - mehr als 20 Prozent nach Oberfranken", betonte Sibler und versprach: "Wir werden die Luisenburg-Festspiele immer so unterstützen, wie es notwendig ist." Eine Zusage, die der Minister nach Ende der Vorstellung beim Staatsempfang in der Luisenburg-Gastronomie noch einmal unterstrich. Er sagte, das Stück habe gezeigt: "Jeder einzelne Euro, den wir aus München geben und den die Stadt Wunsiedel für die Luisenburg gibt, ist es wert."

Auch die Auswahl des Eröffnungsstückes - "Die Päpstin" von Susanne Felicitas Wolf in der Regie von Birgit Simmler - lobte der Staatsminister. "Es ist wichtig, dass Kunst und Kultur gesellschaftliche Fragen aufgreifen. Ich halte es für großartig, was Sie hier tun!"

Vor der Eröffnung der Festspiele oben auf dem Berg, hatten Bürgermeister Karl-Willi Beck und Vertreter des Stadtrats, der Kirchen und von Wunsiedler Kultureinrichtungen Bernd Sibler im sehr schön geschmückten Sitzungssaal des Rathauses empfangen. Hier trug sich der Staatsminister ins Goldene Buch der Stadt Wunsiedel ein, und hier hatten die Kulturschaffenden auch Gelegenheit, ihm ihre Projekte vorzustellen.

Bürgermeister Beck erinnerte zunächst an die Anfänge der Luisenburg und sagte, sie gehe auf bürgerschaftliches Engagement zurück. "Das hat sich bis in die heutige Zeit fortgesetzt, und hier sind Menschen im Raum, die das heute noch leben."

So stellte etwa Annette Hähnlein von der Künstlerkolonie die Wasserspiele vor, die dank des Engagements des Wunsiedler Bürgerforums bereits zum zweiten Mal stattgefunden hätten und die bei Bürgern, Neubürgern und Touristen gleichermaßen gut angekommen seien. Hierfür erbat sie die Unterstützung des Ministers; ebenso wie für das Jugendkunst-Mobil "Juku": "Ein einzigartiges Projekt in Bayern, für das das Interesse riesengroß ist und das wir langfristig in eine Kunstschule überführen wollen."

Karl Roth informierte Bernd Sibler dann über die zahlreichen Aktivitäten des Bürgerforums Wunsiedel, das neben den Wasserspielen die Kunstnacht, das Open-air-Kino "Sommernachtsflimmern" und noch einiges mehr durchführt. "Wunsiedel wäre ärmer, wenn es das Bürgerforum nicht gäbe", sagte Roth selbstbewusst. Er ist überzeugt: "Die Attraktivität einer Stadt und einer Region kann nur über Kunst und Kultur gesteigert werden. Wenn es uns gelingt, einen Kulturraum Fichtelgebirge zu etablieren, werden wir auf lange Sicht gewinnen." Denn damit signalisiere man: "Hier ist ein Raum, wo es attraktiv ist, hinzuziehen."

Nachdem Kirchenmusikdirektor Reinhold Schelter und sein katholischer Kollege, Regionalkantor Stephan Merkes, dem Minister von den kirchenmusikalischen Aktivitäten in Wunsiedel berichtet hatten, stellte David Hümmer das Festival Wunstock vor. "Wir sind stolz darauf, dass es hier auch Subkultur gibt", sagte er, "und dass wir von der Stadt Wunsiedel so unterstützt werden, wenn wir ein Anliegen haben. Ich hoffe, dass wir das Festival, das heuer zum 28. Mal stattfindet, weiter ausbauen können. Wir planen jedenfalls schon für das 30. Jubiläum in zwei Jahren."

Abschließend wies Stadträtin Johanne Arzberger Minister Sibler noch auf die aktuelle Ausstellung des Arbeitskreises Stadtgeschichte auf der Luisenburg hin. Sie dokumentiert die Pläne des Architekten Otto Frei, der schon in den Sechzigerjahren über eine Zeltüberdachung des Zuschauerraumes nachdachte.

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Kerstin Starke
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Veröffentlicht am:
16. 06. 2019
19:58 Uhr

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Autor

Kerstin Starke

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Veröffentlicht am:
16. 06. 2019
19:58 Uhr



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