Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom Wochenende30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

Fichtelgebirge

Türkei-Austausch blüht wieder auf

Nach drei Jahren Pause besuchen Jugendliche aus dem Landkreis wieder Torbali. Sie starten damit zum Gegenbesuch ihrer türkischen Freunde.



Die deutschen und türkischen Jugendlichen mit ihren Betreuern bei der Besichtigung von Izmir. Foto: pr.
Die deutschen und türkischen Jugendlichen mit ihren Betreuern bei der Besichtigung von Izmir. Foto: pr.  

Wunsiedel - Nach drei Jahren organisationsbedingter Pause hat der Landkreis Wunsiedel den Jugendaustausch mit der türkischen Region Torbali in der Provinz Izmir wieder belebt. Der internationale Jugendaustausch besteht seit 1985. Wie das Landratsamt mitteilt, war die Planungsphase in diesem Jahr sehr kurz ausgefallen, sodass sowohl die Dauer als auch die Gruppengrößen verringert wurden. Dennoch sei die Jugendbegegnung wieder ein voller Erfolg gewesen.

Nachdem eine türkische Jugendgruppe aus Torbali zuvor schon zwölf Tage in Wunsiedel und Umgebung zu Gast gewesen war, reiste jüngst eine zehnköpfige Gruppe Jugendlicher aus dem Landkreis zusammen mit den neuen Freunden in die Türkei, um dort gemeinsam deren Heimat zu erkunden und zu erleben.

Zusammen mit dem deutsch-türkischen Betreuerteam Martin Reschke, Svenja Faßbinder (Kommunale Jugendarbeit des Kreisjugendamtes), Tugce Sezen (Stadtverwaltung Torbali) und Aydin Sözner (Gymnasiallehrer in Torbali) flogen die Jugendlichen nach Izmir, von wo aus es mit dem Bus nach Torbali ging. Untergebracht waren die Deutschen in der städtischen Freibad- und Freizeitanlage, was den Jugendlichen bei Temperaturen von 39 Grad und mehr sehr gelegen kam.

Etabliert hat sich im Programm längst die sogenannte Sprachanimation. Sie hat nicht das primäre Ziel, jemandem eine Fremdsprache beizubringen, sie dient vielmehr dem Kennenlernen, sie hilft bei der Kommunikation in interkulturellen Gruppen, baut Ängste und Hemmungen ab und vergrößert das Wahrnehmungsvermögen. Darüber hinaus werden vor allem elementare kulturelle Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede vermittelt. Die Sprachanimation nutzt verschiedene Spiele, Aufgaben und Aktionen. Nebenbei lernt man so auch noch etwas von der fremden Sprache.

Außerdem wurde natürlich gemeinsam mit den neuen türkischen Freunden ein umfangreiches Programm absolviert: Das Thema der Reise war "Jugendliche und ihre Lebenssituationen in einer türkischen, nicht-touristischen Stadt kennenlernen". So standen in den kühleren Vormittagsstunden meist Kultur, Geschichte und türkischer Alltag auf dem Programm. Es wurden zum Beispiel der Bürgermeister von Torbali, Ismail Uygur besucht, die Stadt Torbali sowie ihr Stadtarchiv und die Ausgrabungsstätten Metropolis und Efesus besichtigt. Die Jugendlichen fuhren nach Izmir, schauten sich in dem Ort Selcuk um, vergnügten sich im Touristenort Kusadasi, bummelten gemeinsam über Basare oder machten eine ganztägige Bootstour mit Bade-Stopps. Weiterhin wurde die größte Moschee Torbalis besucht und mit dem dortigen Pfarrer diskutiert. In den heißen Nachmittagsstunden waren eher Strand und Baden angesagt.

Weitere Programmpunkte ermöglichten einen Einblick in traditionelles dörfliches Leben: Wie beispielsweise eine Fahrt nach Nazarköy, wo in kleinen Manufakturen die typischen blauen Augen aus Glas, die vor dem bösen Blick schützen sollen, hergestellt werden. Im Dorf Ahmetli wurde den Jugendlichen von einem Kultur- und Trachtenverein das frühere Leben der Nomaden nähergebracht. Ein Tag stand ganz im Zeichen des türkischen Alltags: Am Familientag verbrachten die einzelnen Jugendlichen den ganzen Tag bei einer türkischen Familie zu Hause, zum Teil mit Übernachtung.

Mit so einem umfangreichen Programm waren die eineinhalb Wochen schnell vergangen, und das Abschieds-Abendessen mit Bürgermeister Ismail Uygur bot eine gute Gelegenheit, sich - mitunter tränenreich - von den neuen Freunden zu verabschieden. Alle Jugendlichen waren sich einig, dass das Austauschprogramm ein unvergessliches Erlebnis mit vielen neuen Eindrücken war und viele neue internationale Freundschaften geknüpft wurden.

Autor

Redaktion
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
03. 09. 2019
18:06 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Bürgermeister und Oberbürgermeister Fremdsprachen Freunde Jugendsozialarbeit Kinder und Jugendliche Kommunalverwaltungen Provinzen Sprache Städte Tourismusorte
Wunsiedel
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Der Blick in den Geldbeutel: Bei Bürgermeistern war er bislang nicht ohne Weiteres möglich.

07.11.2019

Bürgermeister müssen Bezüge offenlegen

Kommunalpolitiker predigen gerne Transparenz. Doch über ihre Bezahlung wollen sie sich eher nicht äußern. Nun bringt eine Frankenpost-Anfrage einen Stein ins Rollen. » mehr

Die Leitung der Herbstvollversammlung des Bezirksjugendrings Oberfranken mit den ausgeschiedenen Mitgliedern (von links): Geschäftsführerin Sabine Gerstner, Beisitzer Michael Kießling, stellvertretender Vorsitzender Christian Porsch, Beisitzer Claas Meyer, die Ausgeschiedenen Monika Martin (KreisJR Forchheim), Susanne Kraus (stellvertretende Vorsitzende des BezJR Ofr) und Eva Wilfert-Zimmermann (StadtJR Hof) sowie Beisitzer Michael Ziegler und Vorsitzende Katharina Stubenrauch. Foto: Peter Pirner

14.11.2019

Jugendring plant Jugendarbeit 4.0

Vorsitzende Katharina Stubenrauch formuliert bei der Herbstversammlung die Schwerpunkte für 2020. Der Bezirksverband vertritt in Oberfranken rund 250 000 Jugendliche. » mehr

Pfarrer Andreas Kraft (links) und Dekan Peter Bauer freuen sich über die Unterstützung von Stefanie Hopp. Foto: pr.

13.11.2019

Frischer Wind in der Jugendarbeit

In Wunsiedel gibt es eine neue Ansprechpartnerin für den kirchlichen Nachwuchs. Stefanie Hopp ist als Dekanatsjugendreferentin eingeführt. » mehr

Jede Menge Lastwagen voller Equipment und Technik parken im Schlosshof in Brand.

27.10.2019

Perfekte Kulissen für "Plan A"

Produzenten und Regisseure sind begeistert von der Region. Ein Team der Stadt Marktredwitz leistet enorme Vorarbeit für die Dreharbeiten des internationalen Films. » mehr

Glück auf zwei Rädern: Reinhard Pößnecker tourt gerne mit seinem Motorroller durch die Gegend. Foto: Bäumler

28.06.2019

Zum Abschied reichlich Kritik

Reinhard Pößnecker hört nach 40 Jahren als Kreisjugendpfleger auf. Bei vielen Bürgermeistern ist er mit seinen Forderungen zur offenen Jugendarbeit angeeckt. » mehr

Die CSU Weißenstadt hat Matthias Beck (Bildmitte, mit seiner Frau Petra) am Freitag einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten nominiert. Glückwünsche gab es unter anderem von CSU-Fraktionsvorsitzendem Stephan Gesell, CSU-Landratskandidat Peter Berek und der Ortsvorsitzenden der CSU Kirchenlamitz Friederike Kränzle (links) sowie Schriftführerin Christine Neuper und dem CSU-Bürgermeisterkandidaten Jens Büttner aus Kirchenlamitz (rechts). Foto: Jürgen Henkel

29.09.2019

Matthias Beck will den Chefsessel

Die CSU in Weißenstadt nominiert ihren Ortsvorsitzenden einstimmig als Bürgermeisterkandidaten. Der strebt einen engeren Kontakt zwischen Verwaltung und Bürgern an. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Die Turbine leuchtet in Kulmbach Kulmbach

Kulmbacher Turbinenhaus | 16.11.2019 Kulmbach
» 17 Bilder ansehen

Susis Blaulichtparty Weißenstadt

Susis Blaulichtparty | 16.11.2019 Weißenstadt
» 47 Bilder ansehen

SC Riessersee - Selber Wölfe 4:1 Garmisch-Partenkirchen

SC Riessersee - Selber Wölfe 4:1 | 17.11.2019 Garmisch-Partenkirchen
» 29 Bilder ansehen

Autor

Redaktion

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
03. 09. 2019
18:06 Uhr



^