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Herbstmarkt der anderen Art

Martin Dengler lädt mit Gleichgesinnten zum bunten Treiben auf seinem Hof. Was die Besucher am Wochenende in Neuhaus sehen, ist bio.



Wer freut sich mehr auf den Markt? Tier oder Mensch (von links): Martin Dengler, Moritz, freireisender Wandergeselle, Klaus Wiedemann, Landwirt aus Wintersreuth, Josephine, Wandergesellin aus dem freien Begegnungsschacht, Alexander Christoph, Landwirt aus Stemmas, der Hohenberger Bürgermeister Jürgen Hoffmann und Reinhard Kraus, Landwirt aus Hundsbach. Foto: Gerd Pöhlmann
Wer freut sich mehr auf den Markt? Tier oder Mensch (von links): Martin Dengler, Moritz, freireisender Wandergeselle, Klaus Wiedemann, Landwirt aus Wintersreuth, Josephine, Wandergesellin aus dem freien Begegnungsschacht, Alexander Christoph, Landwirt aus Stemmas, der Hohenberger Bürgermeister Jürgen Hoffmann und Reinhard Kraus, Landwirt aus Hundsbach. Foto: Gerd Pöhlmann  

Hohenberg/Neuhaus - Martin Dengler bleibt seinem Motto treu: alles bio, alles regional. Auch der vierte Handwerker- und Erntemarkt auf dem Dengler-Hof im Hohenberger Stadtteil Neuhaus steht unter dem Motto "Gaumenfreuden und Produkte von regionalen Biobauern". Für dieses Wochenende hat Martin Dengler wieder ein buntes Programm auf die Beine gestellt, und sich dafür Unterstützung von Landwirten aus den Landkreisen Wunsiedel, Tirschenreuth und Hof geholt.

Getragen wird der Markt von der Interessengemeinschaft zur Förderung des ökologischen Landbaus. "Dazu gehört auch, dass wir das Handwerk fördern", sagt Martin Dengler. "Wenn es um Regionalität geht, müssen wir Kreisläufe schließen und da gehören die Handwerker eben auch dazu." Dementsprechend breit sei das Angebot des Marktes: von Wolle bis zur Handwerkskunst.

Los geht es am Samstag um 12 Uhr. Für die Musik sorgt ab 15 Uhr das Blasorchester Baiern, das bereits in der Allianz-Arena in München gespielt hat. Um 17 Uhr bittet Martin Dengler zum Almabtrieb, der in dem konkreten Fall eher ein Almauftrieb sein wird. Denglers seltene Hinterwälder Kühe müssen nach oben, um in den Stall zu kommen. Ein Schaumelken um 18 Uhr beendet das Rahmenprogramm am Samstag.

Ein gemütlicher Weißwurstfrühschoppen läutet um 10 Uhr den Marktsonntag auf dem Dengler-Hof ein. Dann treffen auch die Oldtimer ein - von der historischen Landtechnik über Zweiräder bis zum Auto. Um 13 Uhr starten die Gefährte zu einer kurzen Ausfahrt durch Neuhaus. Musikalisch unterhält das Hohenberger Quartett. Ab 15 Uhr können Besucher bei Dreschvorführungen und Kartoffelschleudern die bäuerliche Arbeit hautnah erleben. Martin Dengler verspricht ein buntes Programm. Die Marktstände möchte er dieses Mal über die gesamte Hoffläche verteilen - auch dort, wo sonst Urlauber Ruhe und Abgeschiedenheit in Neuhaus genießen. "Ordentliches Schuhwerk empfiehlt sich", sagt der Landwirt. Schuhe mit Absätzen seien wirklich nur zur Durchlüftung des Bodens geeignet. "Die Besucher sollen herumlaufen und das tolle Panorama genießen. Hier ist es doch wirklich paradiesisch." Ausdrücklich verweist Martin Dengler darauf, dass der Markt bei jedem Wetter stattfinden wird. Ein Festzelt für die Besucher steht zur Verfügung, und die Marktstände sind, wenn sie nicht im Freien stehen, in den Gebäuden des Hofs untergebracht.

Eine Reihe von Ausstellern bietet Wolle, Schmuck, Keramik, Spielsachen, Kunst und Kunsthandwerk. Eine Schneiderei ist genauso dabei wie ein Bürstenmacher und ein Zimmermann. Für die Verköstigung der Besucher sorgen Biobauern aus der Region und der Steinwaldallianz, sie bieten auch ihre Feldfrüchte an. "Jeder von uns steht hinter dem Biogedanken", macht Martin Dengler deutlich. Sei die Landwirtschaft nur noch Zulieferer für die Industrie, mache sie sich zu deren Spielball. "Unser Ziel ist es, die Menschen zu sensibilisieren und auch wieder dazu zu bringen, in der Region zu kaufen", sagt Dengler. Jeder, der anders wirtschaftet, sei eingeladen. "Auch konventionelle Landwirte. Das darf man nicht verallgemeinern."

Mit Buden und verschiedenen Materialien hilft die Stadt Hohenberg bei der Ausrichtung des Marktes. Bürgermeister Jürgen Hoffmann hofft zunächst auf gutes Wetter am Wochenende und auf viele Besucher, die sich von der Idee der Ausrichter begeistern lassen. G. P.

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Veröffentlicht am:
24. 09. 2019
17:18 Uhr

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24. 09. 2019
17:18 Uhr



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