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Fichtelgebirge

Klaus von Stetten bleibt Kreisvorsitzender

Bei der Jahresversammlung der Freien Wähler gibt es viel Lob für die Energiewende. Mehr Engagement wünscht sich die Vereinigung bei der Erweiterung der Produktdesign-Schule.



Höchstädt - Bei der Wahl in der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes der Freien Wähler wurden Dr. Klaus von Stetten, Selb, im Amt als Kreisvorsitzender, seine beiden Stellvertreter Ulrich Pötzsch, Selb, und Bernd Hofmann, Thiersheim, sowie Schatzmeisterin Uschi Lebek, Wunsiedel, einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Zu Beisitzern wurden Thomas Schobert, Thierstein, Dr. Hans-Michael Stockhammer, Marktleuthen, und Rainer Müller, Thiersheim, gewählt. Zu Kassenprüfern bestellt wurden Annemarie Riedl, Thierstein, und Horst Geißel, Marktredwitz.

Freie Wähler aus allen Ortsverbänden des Landkreises Wunsiedel sind in die Gaststätte "Schlosshügel" nach Höchstädt gekommen. Vorsitzender Dr. Klaus von Stetten ging in seinem Jahresrückblick auf wichtige Themen des Kreisverbandes und der elfköpfigen Kreistagsfraktion ein. "Der Landkreis hat seine Hausaufgaben in Sachen Energiewende gemacht", stellte von Stetten fest. Es stehe laut einer Mitteilung der Vereinigung ein breites Portfolio aus Windkraft, Wasserkraft, Energie aus Biogasanlagen und Photovoltaik zur Verfügung. In fast allen Städten und Gemeinden liefen Projekte zur Energieeinsparung, so zum Beispiel die Umrüstung auf LED-Beleuchtung und die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude mit Hilfe des KIP-Förderprogramms.

Aus guten Gründen lehnten die Freien Wähler des Kreisverbandes Wunsiedel den geplanten Neubau von Stromtrassen durch den Naturpark Fichtelgebirge ab. "Eine Aufrüstung des bestehenden Ostbayernrings auf den bereits vorhandenen Masten, kombiniert mit einem machbaren Ausbau regenerativer Energien und zwei weiteren Gaskraftwerken für die Spitzenlasten, ist für eine nachhaltige Stromversorgung Bayerns aus Sicht der Freien Wähler im Landkreis Wunsiedel ausreichend", verdeutlichte von Stetten. Deshalb unterstütze man die berechtigten Forderungen der Bürgerinitiativen gegen eine überdimensionierte Stromdurchleitung auch im Landkreis Wunsiedel uneingeschränkt.

In enger Zusammenarbeit mit den Bürgerinitiativen und der Kreistagsfraktion der Grünen habe man eine Sondersitzung zu den Stromtrassen in diesem Gremium initiiert, die schließlich auch von den anderen Fraktionen mitgetragen worden sei. Gemeinsam sei es dann gelungen, einen renommierten Fachanwalt zu beauftragen, der nun die Interessen des Landkreises im Planungsverfahren wahren würde. Für eine noch deutlichere Haltung der Landtagsfraktion der Freien Wähler zu diesem Thema wäre man dankbar. Schließlich gehe es um die Lebensqualität der Menschen und die Existenzsicherung der Bauern im Fichtelgebirge.

In das Mobilitätskonzept des Landkreises, das einen flexibleren und umweltschonenderen Transport beim Personennahverkehr zum Ziel habe, passe der durchgesetzte Antrag der Freien Wähler, das Modell Fifty-Fifty-Taxi auch im Landkreis Wunsiedel zu etablieren. Man habe sich dabei an der bereits erfolgreichen Umsetzung des Projekts in den Landkreisen Kulmbach und Lichtenfels und am Projekt "Jugendtaxi" in Selb orientiert. Außerdem trage das Fifty-Fifty-Taxi zur Sicherheit im Straßenverkehr bei und biete den Jugendlichen einen Anreiz, an den Wochenenden zu feiern und danach unbeschadet nach Hause zu kommen.

Kritisch äußerte sich von Stetten darüber, dass die Erweiterung und Modernisierung der Schule für Produktdesign nicht vorankämen. Hier sei die Staatsregierung aus CSU und Freie Wählern in der Pflicht. "Die Weiterentwicklung der für Gesamtbayern wichtigen Ausbildungsstätte wurde bisher verschlafen", bemängelte von Stetten. Alle Argumente sprächen für einen Upgrade zur Hochschule. Der bisherige Verlauf sei keine Glanznummer bayerischer Wirtschafts- und Bildungspolitik.

In diesem Konsens sei auch die zögerliche Unterstützung für das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien in Selb zu sehen. Seit Jahren rede man über die dringend erforderliche Erweiterung. Zahlreiche Politiker seien für presseträchtige Fotos dort aufgetaucht, wirklich bewegen würde sich jedoch nichts.

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Veröffentlicht am:
29. 09. 2019
15:48 Uhr

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29. 09. 2019
15:48 Uhr



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