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Fichtelgebirge

Mit einem Lächeln in den Schlamm

Rund 700 Sportler erwarten die Organisatoren zum "Rockman-Run". Am Samstag startet der Hindernislauf auf der Luisenburg.



Hart im Nehmen sollte sein, wer beim "Rockman-Run" etwas schnitzen will. Trotzdem waren die Teams im vergangenen Jahr mit Spaß dabei. Foto: Florian Miedl
Hart im Nehmen sollte sein, wer beim "Rockman-Run" etwas schnitzen will. Trotzdem waren die Teams im vergangenen Jahr mit Spaß dabei. Foto: Florian Miedl  

Wunsiedel - Gibt es Menschen, die an einem Oktobertag im Fichtelgebirge freiwillig in Schlammpfützen springen, auf Tauchstation im Tröstauer Waldbad gehen, in große Stahlcontainer klettern und im Steinbruch Felsbrocken schleppen? Ja, die gibt es - und zwar gut 500, um genau zu sein. Das ist nämlich der aktuelle Anmeldestand des nunmehr sechsten "Rockman Run".

Er findet am Samstag auf der Luisenburg statt und bietet eine 18- sowie eine neun-Kilometer-Distanz. Allerdings ist in diesem Jahr alles anders als in den Vorjahren: Mit dem neuen Frontmann Julian Herrgesell steht nun ein Fachmann für Extremläufe hinter dem Spektakel. Der 29-jährige Thüringer ist seit rund acht Jahren in der Szene aktiv und war von Anfang an in die Organisation des "Getting tough" in Rudolfstadt involviert. "Diese Veranstaltung ist die Mutter alle Hindersläufe in Deutschland und Europas härteste Veranstaltung. Davon wird nun auch der ,Rockman Run‘ profitieren", sagt Julian Herrgesell. "wir haben mehr als 40 ausgeklügelte Hindernisse geplant", lautet sein Versprechen für die sechste Auflage des Extremlaufs im Fichtelgebirge. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dave Landgraf hat er wochenlang alle Möglichkeiten des Geländes zwischen der Luisenburg und Tröstau ausgelotet.

Aber was wird heuer anders als bisher? "Bis Tröstau gibt es schon 30 Hindernisse auf der Strecke, allein neben dem Sportplatz stehen 20 knallharte Stationen", sagt der Organisator.

Es gebe viele Kriechhindernisse, eines davon gehe gewaltig in die Höhe, erklärt Herrgesell. Nach seinen Worten hat sich deren Schwierigkeitsgrad teilweise bis zu 200 Prozent gesteigert: Die Kombination von festen Hindernissen und kleinen, fiesen Gemeinheiten auf der Strecke sind nach den Ausführungen des Organisationsteam sehr effektiv: Hier ist von großen Holzlastern, abgedeckten Wassercontainern, Kriechtunneln aus Autoreifen, viel Schlamm und Stacheldraht die Rede.

Das THW Marktredwitz wird mit seinen Gerätschaften jede Menge Konstruktionen errichten. Das Highlight ist auch heuer wieder die Durchquerung des großen Steinbruchs bei Leupoldsdorf, auch der ist jedoch gespickt mit Herausforderungen. "Ebenso müssen die Teilnehmer den Start als Erlebnis in Erinnerung behalten", ergänzt Julian Herrgesell. Dort gibt es Pyrotechnik und jede Menge Rauch.

Gestartet wird alle zehn Minuten in 100er-Wellen, die Teams sollen immer beieinander bleiben. Um 11 Uhr gehen die ersten der großen Distanz auf die Strecke, am Schluss starten die Teilnehmer der neun-Kilometer-Strecke. Bürgermeister Karl-Willi Beck gibt persönlich den Startschuss. Jeder Teilnehmer erhält eine originelle Stein-Trophäe, für die ersten drei Finisher gibt es Pokale, zum ersten Mal erfolgt die Zeitmessung professionell mit einem Transponder.

Besonders viel Augenmerk wird heuer auch auf das Drumherum im Start-Ziel-Bereich sowie im großen Hindernisbereich neben dem Tröstauer Sportplatz gelegt. "Ich möchte hier sehr viel für alle Zuschauer bieten, denn für die Sportler ist anfeuerndes Publikum sehr wichtig. Es wird hier Essen und Trinken angeboten, regionale Unternehmen informieren über ihr Angebot. Wir machen ein echtes Familienfest daraus", schwärmt Herrgesell.

Das siebenköpfige Organisationsteam geht in diesem Jahr von mehr als 700 Startern aus. Für die nächsten Jahre schwebt Julian Herrgesell eine Obergrenze von 1500 Teilnehmern vor. "Ohne mein Team wäre ich jedoch aufgeschmissen, es hält mir den Rücken frei und unterstützt mich nach Leibeskräften", betont Herrgesell. Mit dem weltbesten Hindernisläufer Hagen Brosius ist diesmal eine echte Koryphäe am Start. Er kann auf eine Bestzeit von unter zwei Stunden bei 24 Kilometern und 300 Hindernissen verweisen.

Für alle, die noch Lust auf eine Teilnahme beim sechsten Rockman-Run bekommen haben, sind natürlich noch Startplätze frei. Information gibt es unter www.rockman-run.de.

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Michael Meier

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Veröffentlicht am:
02. 10. 2019
21:46 Uhr

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Michael Meier

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02. 10. 2019
21:46 Uhr



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