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Fichtelgebirge

Denken in Generationen, nicht Quartalen

Der Federn-Spezialist Raico in Weißenstadt überzeugt seit hundert Jahren durch Zuverlässigkeit und hohe Qualität. Zum Geburtstag kommt der Finanzminister.



Unternehmens- und Familientradition gehen bei der Raico in Weißenstadt schon seit 1922 Hand in Hand. Derzeit leitet Klaus Hüttelmeyer (links) das Unternehmen, seine Frau Heidi (mit Blumen) ist Hauptgesellschafterin. Der Generationenwechsel ist aber bereits vollzogen: Hüttelmeyers Sohn Oliver (Mitte) und sein Schwiegersohn Michael Feil (rechts) sind in die Firma eingetreten, Tochter Monika Feil ist Gesellschafterin. Fotos: Rainer Maier
Unternehmens- und Familientradition gehen bei der Raico in Weißenstadt schon seit 1922 Hand in Hand. Derzeit leitet Klaus Hüttelmeyer (links) das Unternehmen, seine Frau Heidi (mit Blumen) ist Hauptgesellschafterin. Der Generationenwechsel ist aber bereits vollzogen: Hüttelmeyers Sohn Oliver (Mitte) und sein Schwiegersohn Michael Feil (rechts) sind in die Firma eingetreten, Tochter Monika Feil ist Gesellschafterin. Fotos: Rainer Maier   » zu den Bildern

Weißenstadt - Finanzminister Albert Füracker ist begeistert: "In diesem Unternehmen wird abgebildet, was unseren inhabergeführten Mittelstand in Bayern definiert: das Denken in Generationen, nicht in Quartalen!" Immer wieder lobt der Festredner beim 100. Jubiläum der Raithel und Co. GmbH (Raico) in Weißenstadt am Freitag die Stabilität der Firma, ihre Zuverlässigkeit, ihr starkes Wertebewusstsein und ihre Treue zum Standort. Leistungsbereitschaft und Leidenschaft seien ein Markenzeichen des Weißenstädter Spezialisten für technische Federn. Und zwar nicht nur in der Firmenleitung, sondern auch bei den 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Firmengruppe, zu der neben der Raico in Weißenstadt auch die Hüfra im Ortsteil Franken und die PWK in Kirchenlamitz gehören.

Füracker lobt die Inhaberfamilie Hüttelmeyer: "Sie sind echte Unternehmer, keine Unterlasser." Stets sei die Firmenleitung für Innovation offen gewesen, immer habe sie vorausschauend in die Zukunft investiert, nie sei sie stehengeblieben, um sich auf dem Erreichten auszuruhen. Der Minister freut sich, dass der Generationenwechsel hier so reibungslos geklappt hat. Und er ermuntert die Juniorchefs, so weiterzumachen, wie es Klaus Hüttelmeyer seit 45 Jahren vorlebt: "Bleiben Sie mit Fleiß und Leidenschaft an der Spitze der Bewegung! Das ist unabdingbar für morgen und übermorgen."

Wie das Kabinettsmitglied betont, schafft nicht die Politik Arbeitsplätze. Sie könne lediglich nach Kräften für gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen sorgen. Die Unternehmer seien es, die durch ihre Investitionsentscheidungen Menschen in Lohn und Brot bringen. Sie sollten ihre Mitarbeiter als kostbares Gut betrachten, so wie es die Weißenstädter Firma stets getan habe. "Mit modernen Produktionseinrichtungen und motivierten Belegschaften können wir den Produktionsstandort Bayern auch in Zukunft erhalten", sagt Füracker. Raico sei ein gutes Beispiel dafür, dass der Freistaat weltweit wettbewerbsfähig sei.

Ob er sich das Firmenmotto "Perfektion in jeder Dimension" abschreiben dürfe, fragt der Minister augenzwinkernd. "Da machen wir auch in der Politik gerne mit." Zu seinen Zielen gehöre es, Deutschland vom europäischen Steuerspitzenreiter wieder auf Durchschnittslevel zurückzufahren und möglichst viel Geld bei den Verbrauchern und Unternehmern zu belassen, damit diese selbst entscheiden können, "wo sie konsumieren und investieren". Zudem müsse - möglichst behutsam, um die Heimat attraktiv zu erhalten - eine zukunftsfähige Infrastruktur geschaffen werden. In Nordostbayern ist nach Fürackers Ansicht der Turnaround geschafft: Es gebe wieder mehr öffentliche Investitionen, die Abwanderung sei gestoppt, die Menschen hier seien wieder selbstbewusster geworden.

Albert Füracker ist angesichts der Klima-Diskussion überzeugt, dass nur wirtschaftlicher Erfolg wirksamen Naturschutz gewährleisten kann: "Man muss das Geld erst verdienen, bevor man es verteilen kann." Eine zukunftsfähige Wirtschaft, sichere Arbeitsplätze und eine intakte Natur müssten Hand in Hand gehen, sagt der Finanzminister, der gleichzeitig auch Bayerns Heimatminister ist. Hier lobt er das soziale Engagement von Klaus Hüttelmeyer besonders: "Er lässt andere an seinem unternehmerischen Erfolg teilhaben. Das ist es, was Heimat ausmacht."

Der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der deutschen Federnindustrie (VDFI), Paul Bernd Vogtland, erinnert an die vergangenen hundert Jahre als eine große Zeitspanne mit vielen gravierenden Umbrüchen. Die Raico habe die Neuanfänge - 1919 nach dem Ersten Weltkrieg, 1949 nach der Gründung der Bundesrepublik, 1989 nach der friedlichen Revolution in der DDR und der deutschen Wiedervereinigung, 2009 nach dem großen Krisenjahr der Weltwirtschaft - stets durch mutige Entscheidungen als Chancen begriffen und genutzt. Ihr stetiger Erfolg sei ein Zeichen der Zuversicht für Weißenstadt und die ganze Region. "Familienunternehmen ticken anders", sagt Vogtland. "Sie denken langfristig."

Patrick Püttner, Geschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft in Oberfranken, sagt: "Wir sind stolz, ein Unternehmen wie das Ihre in unseren Reihen zu haben." Die von der Raico generierte Wertschöpfung basiere auf ihrer Wertschätzung von Kunden und Mitarbeitern. Sie habe in Weißenstadt eine unternehmerische Erfolgsstory geschrieben.

Bundestagsvizepräsident Dr. Hans-Peter Friedrich lobt "den Mut des Führungsteams, in jedem einzelnen dieser hundert Jahre Weichen zu stellen und Entscheidungen zu treffen". Sie hätten vorausgeahnt, wohin die Entwicklung geht. Und die "großartige Arbeitnehmerschaft" habe die Firma hochqualifiziert und hoch motiviert durch alle Krisen getragen. Das Raico-Erfolgsrezept bringt er auf die Formel: "Starke Unternehmerfamilie, tolle Mannschaft und die richtige Philosophie."

Landrat Dr. Karl Döhler und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel schließen sich Friedrichs Glückwünschen an, ebenso Bürgermeister Frank Dreyer, der die Raico als "echte oberfränkische mittelständische Erfolgsgeschichte" bezeichnet. Auch Mike Kohut und Udo Sommer vom Betriebsrat gratulieren.

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Rainer Maier
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Veröffentlicht am:
10. 11. 2019
17:24 Uhr

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Rainer Maier

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Veröffentlicht am:
10. 11. 2019
17:24 Uhr



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