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Fichtelgebirge

Watzmann, Stahlzeit, Game of Thrones und ein neuer Boandlkramer auf der Luisenburg

"Der Watzmann ruft" kehrt im kommenden Jahr auf die Luisenburg zurück. Zudem dürfen sich die Zuschauer auf Stahlzeit und die Musik aus Game of Thrones freuen.



Die künstlerische Leiterin der Luisenburg-Festspiele, Birgit Simmler, und Verwaltungsleiter Harald Benz sind vom Programm angetan. Foto: Florian Miedl
Die künstlerische Leiterin der Luisenburg-Festspiele, Birgit Simmler, und Verwaltungsleiter Harald Benz sind vom Programm angetan. Foto: Florian Miedl  

Wunsiedel - Das wird ja immer schöner. Dies denken sich sowohl die Wahrer der vermeintlich guten alten Tradition als auch die Anhänger der etwas härteren Rockmusik. Während Erstgenannte verstört auf Auftritte wie die der Rammstein-Tribute-Band Stahlzeit kommende Saison auf der Luisenburg reagieren mögen, freuen sich die anderen auf ein Gitarrengewitter der etwas anderen Art. Die künstlerische Leiterin der Luisenburg-Festspiele, Birgit Simmler, und der Stadtrat haben ihre Ankündigung wahr gemacht und die künstlerische Bandbreite der Konzertreihe noch einmal vergrößert. Deshalb sollen auch Fans von Bands wie Stahlzeit auf ihre Kosten kommen. Passend dazu das Konzert von "We Salute You - AC/DC", das die Hits von Bon Scott und Angus Young wie TNT oder Highway to Hell auf die Bühne bringt.

Zwölf Konzerte

Immer mehr zur Konzertbühne mausern sich die Luisenburg-Festspiele. Zwölf Konzerte gibt es in der kommenden Saison zu erleben.

 

Der Reigen beginnt am 12. Juni mit Abbacoustica . Wie der Name vermuten lässt, werden die vier Sänger und ein Pianist die legendären Abba-Hits unplugged spielen.

 

Am 3. Juli treten Element of Crime mit Bandleader Sven Regener auf. Die Band gilt als eine der eigenwilligsten des Deutsch-Rocks.

 

Blassportgruppe nennt sich eine Brassband aus Mannheim, die mit funkigem Sound die Bühne zum Beben bringt. Sie tritt am 26. Juli auf.

 

Eines der Highlight ist am 27. Juli sicherlich das Konzert des irischen Barden Chris de Burgh . Er tritt weitgehend unplugged auf und wird lediglich von einem Piano begleitet.

 

Sie gilt als die derzeit angesagteste Blues-Sängerin Amerikas: Beth Hart . Am 29. Juli können sich die Besucher ein Bild von der Künstlerin machen.

 

Auch harter Rock kann auf der Felsenbühne gelingen. Dies will am 10. August die AC/DC-Coverband We Salute You - AC/DC beweisen.

 

Kubanischer Salsa auf oberpfälzisch. Das ist Los Dos y Companeros . Die Truppe gastiert am 11. August auf der Felsenbühne.

 

Österreichisch geht immer. Für den Kulturausschuss war es keine Frage, dem Auftritt von Best of Austropop am 12. August zuzustimmen.

Das internationale Operetten-Festival gastiert am 24. August auf der Luisenburg. Die Operettengala ist ein Querschnitt der bekanntesten und schönsten Melodien.

 

Game of Thones begeistert Millionen von Menschen weltweit. Die Musik der Fantasy-Serie präsentiert das Czech Symphony Orchester am 4. September in der Show "The Music of Game of Thrones".

 

Alte Bekannte kehren mit Hans-Jürgen Buchner und seiner Band Haindling auf die Bühne zurück. Das Konzert findet am 5. September statt.

 

Mit Stahlzeit und ihrer Rammstein-Tribute-Show betritt die Luisenburg stilistisch Neuland. Am 6. September wird sich zeigen, ob das Experiment gelingt.

 

Aber keine Angst, Birgit Simmler, Luisenburg-Verwaltungsleiter Harald Benz und Bürgermeister Karl-Willi Beck präsentierten bei der Luisenburg-Pressekonferenz ein Konzert-Programm, das den Anhängern fast aller Genres gerecht wird. Neben Weltstar Chris de Burgh oder der Kult-Rockband "Element of Crime" wird die derzeit angesagteste weibliche Blues-Sängerin der USA, Beth Hart, zu hören sein, die sich, wie Birgit Simmler sagte, "bei jedem Konzert die Stimme aus dem Leib singt". Zurück auf die Bühne kommt der Niederbayer Hans-Jürgen Buchner mit seiner Band "Haindling". Und die Oberpfälzer Newcomer von "Los dos y Companeros" werden Salsa mit bayerischem Dialekt würzen.

 

Das Konzertprogramm ist am Dienstag nur Beiwerk gewesen, wenn es auch in der Festspielsaison ein wichtiger Bestandteil ist. Im Mittelpunkt standen die Eigenproduktionen. Hier gibt es Klassiker und Klassiker: Klassiker im Sinne von Goethes Faust oder Luisenburg-Klassiker wie etwa der Brandner Kaspar, Teil zwei . Autor und Regisseur Wolfgang Maria Bauer ist so etwas wie ein Intimkenner der Geschichte vom Kaspar und dem Boandlkramer. Wie er erzählte, hat er im Münchner Residenztheater vor Jahren unabsichtlich seinen späteren guten Freund Michael Lerchenberg (der Vorgänger von Birgit Simmler auf der Luisenburg) in dem Stück ausgebootet.

Der zweite Teil des Brandner Kaspars beginnt sieben Jahre, nachdem der Kaspar dann doch ins Paradies entschwunden ist. Da er "da oben" jeden Tag so viele Weißwürst’ verzehren und Bier trinken kann, wie er es sich nur wünschen kann, wird es ihm irgendwann fad. Er sehnt sich zurück auf die lieb gewonnene, unvollkommene Erde. Und schon nehmen die Verwirrungen ihren Lauf.

Wolfgang Maria Bauer durfte sich für die Luisenburg-Version seine Traumbesetzung zusammenstellen. Und so wird im kommendem Jahr ein gebürtiger Karlsruher und mittlerweile waschechter Hamburger Jung den Brandner Kaspar geben: Ralf Bauer. "Viele kennen ihn als Schönling aus der Surfer-Serie ,Gegen den Wind‘", sagte Bauer und fügte grinsend hinzu, dass der Ex-Partner von Esther Schweins zwar nicht unbedingt mehr ein Schönling sei, dafür aber hervorragend Bayerisch spreche. An Ralf Bauers Seite spielt Komödiant und Schauspieler Eisi Gulp (er spielt unter anderem den kiffenden Vater des Polizisten Franz Eberhofer in den Literaturverfilmungen von Rita Falk).

Ebenfalls ein Luisenburg-Klassiker ist Der Watzmann ruft . Das Kultstück von Wolfgang Ambros- und Josef Prokopetz kehrt in einer Inszenierung von Birgit Simmlers Ehemann Peter Hohenecker auf die Bühne zurück. Allerdings nicht auf die große, sondern auf die ursprüngliche im Felsenlabyrinth. "Als Österreicher maße ich mir an, das Stück so hinzubekommen, dass es passt", sagte Hohenecker. Das Besondere ist, dass mit Jürgen Fischer und Christian Auer zwei Schauspieler alle Rollen besetzen. Unterstützt werden sie von Chor und Ballett der Kreismusikschule Tirschenreuth.

Erstmals gibt es mit Der Name der Rose ein Musical als Premierenstück zum Staatsempfang. Wie Birgit Simmler sagte, ist die ursprüngliche Musical-Fassung drei Stunden lang. "Wir wollen sie auf zwei Stunden kürzen." Musikalischer Leiter Thore Vogt am Piano und Schauspieler und Sänger Gunnar Frietsch gaben im großen Rathaussaal eine Kostprobe, die zeigte, dass das Umberto-Eco-Stück als Musical vorstellbar ist. Die Musik bestehe aus Elementen der Oper, der Romantik, aus Pop oder aus Chorälen.

Für die Freunde echter Klassiker ist Goethes Faust zu sehen. Schauspieler Christian Sengewald, der den Gelehrten Heinrich Faust spielt, gestand ein, dass er tatsächlich etwas "Muffensausen" habe. "Trotzdem ist es der Hammer, den Faust auf dieser Bühne zu spielen."

Erneut im Programm ist das Regional-Musical Zucker , für das die weiblichen Hauptrollen Marina Granchette und Sanni Luis eindrücklich warben. "Nach drei Aufführungen jetzt wieder nur vier? Ich hoffe da geht noch was", sagte Sanni Luis an Harald Benz gerichtet. Dieser nickte und sagte zu, dass noch "Optionsvorstellungen" möglich seien.

Das Familienmusical Pinocchio sollten sich alle Fans echten Italo-Pops nicht entgehen lassen. Pinocchio-Darsteller Maurice Ernst sang derart inbrünstig ein Stück aus dem Musical auf Italienisch, dass Manfred Hack, dem Vorsitzenden des Fördervereins der Freunde der Luisenburg, fast die Tränen kamen. "Mei, spielt doch wenigstens ein Lied auf Italienisch...", wünschte er sich. Dieser Wunsch wird zumindest auf der zum Musical erscheinenden CD erfüllt. "Auf der Bühne kann ich mir es als Zugabe vorstellen. Wir singen aber alle Lieder auf Deutsch, damit die Kinder den Text verstehen", sagte Ernst.

Außerdem stehen die Operette Die Fledermaus (neuer musikalischer Leiter ist Bernhard Steiner) und die Oper Hänsel und Gretel der Landesbühnen Sachsen auf dem Spielplan.

—————

Der Kartenverkauf beginnt am Donnerstag, 21. November. An diesem Tag sind die Verkaufsstellen in der Fichtelgebirgshalle von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Auch im Internet unter Luisenburg.de und telefonisch sind Karten erhältlich.

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Redaktion
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Veröffentlicht am:
12. 11. 2019
11:16 Uhr

Aktualisiert am:
12. 11. 2019
19:34 Uhr

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12. 11. 2019
11:16 Uhr

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12. 11. 2019
19:34 Uhr



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