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Berg dankt seinen Bürgern

Die Gemeinde ehrt auf dem Neujahrsempfang zwei Personen für ihre engagierte Jugendarbeit. Ein Thema, das alle bewegt, ist der respektvolle Umgang miteinander.



Beim dritten Neujahrsempfang von Kirchengemeinde und politischer Gemeinde im Mehrzweckgebäude in Berg erhielten engagierte Ehrenamtliche in der Jugendarbeit eine Würdigung. Unser Bild zeigt (von links): Landrat Oliver Bär, die Geehrten Holger Wurzbacher und Anja Baumgärtel, Bürgermeisterin Patricia Rubner und Pfarrer Harald Losch. Foto: Hüttner
Beim dritten Neujahrsempfang von Kirchengemeinde und politischer Gemeinde im Mehrzweckgebäude in Berg erhielten engagierte Ehrenamtliche in der Jugendarbeit eine Würdigung. Unser Bild zeigt (von links): Landrat Oliver Bär, die Geehrten Holger Wurzbacher und Anja Baumgärtel, Bürgermeisterin Patricia Rubner und Pfarrer Harald Losch. Foto: Hüttner  

Berg - Zum dritten Mal haben in Berg die politische und die kirchliche Gemeinde gemeinsam ehrenamtlich Tätige, Unternehmer, Gewerbetreibende und Bürger zum Neujahrsempfang eingeladen.

Im proppenvollen Saal des Mehrzweckgebäudes erhielten Anja Baumgärtel und Holger Wurzbacher für ihre Verdienste in der Jugendarbeit Ehrungen - mit Urkunde, dem Gemeindewappen fürs Revers und einem "beladenen" Brotzeitbrettchen. Bürgermeisterin Patricia Rubner erinnerte an die Ehrenordnung der Gemeinde und appellierte an Vereine und Organisationen, Vorschläge einzureichen; diese würden dann im Gemeinderat geprüft.

Anja Baumgärtel sei mit "Herzblut" dabei und ein Paradebeispiel, sagte die Bürgermeisterin. Die Geehrte bringe sich seit vielen Jahren bei der "Buddelbande" des Obst- und Gartenbauvereins Tiefengrün-Gottsmannsgrün ein. Bastelarbeiten, die dabei entstehen, würden bei Festen verkauft. Vom Erlös wurde ein Bodentrampolin für den Tiefengrüner Spielplatz finanziert.

Holger Wurzbacher ist seit 16 Jahren Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Berg. Rubner erinnerte an den Gaubenausbau für einen Jugendraum im Mehrzweckgebäude und die unzähligen Arbeitsstunden dafür. "Einen Jugendraum braucht es nur, wenn es auch Jugendliche gibt, und diese gibt es nicht nur bei der Berger Wehr, sondern im gesamten Berger Winkel. Überall wird hervorragende Jugendarbeit geleistet", betonte Rubner. Zirka 160 aktive Feuerwehrkameradinnen und Kameraden gebe es derzeit. Es brauche den Nachwuchs, um auch in Zukunft die Pflichtaufgabe Brandschutz erfüllen zu können. "Wir hoffen, andere animieren und motivieren zu können für ein Engagement in der Jugendarbeit", betonte Rubner.

Der Hofer Oberbürgermeister Harald Fichtner freute sich über den gemeinsamen Empfang durch weltliche und geistliche Gemeinde: "Es funktioniert nur im Miteinander und hier in Berg ist die Welt noch in Ordnung." Landtagsabgeordneter Klaus Adelt freute sich über die enge Zusammenarbeit seiner Heimatstadt Selbitz und der Gemeinde Berg. "Berg ist ein Stück näher an Selbitz gerückt, das Hemmnis Rothleiten ist beseitigt", stellte er fest in Hinblick auf die abgeschlossenen immensen Straßenbauarbeiten mit Sperrungen. Adelt kritisierte, dass in der Gesellschaft der Respekt gegenüber anderen verloren gehe. Er erinnerte an Angriffe auf Personen von Feuerwehr und BRK. "Respekt ist notwendig - und den sollte es auch in Hinblick auf die Kommunalwahl geben, denn nur im Miteinander lässt sich Heimat gestalten."

Landrat Oliver Bär stellte fest, dass immer mehr Bürger den Neujahrsempfang seiner Heimatgemeinde besuchen. "Der überwältigende Besuch zeigt die Vielzahl der Engagierten im Berger Winkel, die es verdient haben, gewürdigt zu werden", bilanzierte der Landkreischef und betonte, dass die Gemeinde von Gemeinschaft lebe und dass man den Gemeinschaftsgeist "hier spüren und atmen kann".

Bürgermeisterin Rubner informierte über anstehende Großprojekte: Beginn der Dorferneuerung in Bruck, Kanalbau in Hadermannsgrün einhergehend mit einer kleinen Dorferneuerung und umfangreichem Straßenbau, Neugestaltung der Dorfplätze in Rudolphstein und Bug, Sanierung Turnhalle und Aula des Schulgebäudes und Abschluss des Abrisses des Ina-Gebäudes. Die Pläne für das Areal beschäftigten sich mit seniorengerechtem Wohnen. Im geplanten Neubaugebiet Pfarrboden II gebe es erste Reservierungen. "Die Projekte dienen dazu, die Zukunft unserer Gemeinde zu gestalten, denn wir wollen die Lebensqualität steigern, Lebensraum für alle Generationen schaffen und in unsere Infrastruktur investieren, um der kommenden Generation Werte zu hinterlassen und keine maroden Ruinen", sagte die Bürgermeisterin. Sie wusste: "Die Baustellen werden uns allen Geduld abverlangen und Nerven kosten, es wird viel Arbeit geben und es gilt, schwierige Entscheidungen zu treffen, ohne dass man vielleicht genau weiß, was richtig und falsch ist."

Den Neujahrsempfang hatte Pfarrer Harald Losch mit der Jahreslosung 2020 "Ich glaube, hilf meinem Unglauben" eröffnet. Er blickte voraus auf den Umbau des Gemeindehauses und die dringend notwendige Sanierung der Jakobus-Kita, das 85. Posaunenchorjubiläum und den zweiten Christustag in Steinbühl am 3. Oktober. Auch Pfarrer Losch thematisierte den fehlenden Respekt und nannte als Beispiel ein Kindergartenkind, das zur Erzieherin sagt "Halt die Klappe" und vor ihr auf den Fußboden spukt. "Es stellt sich die Frage, wie wir miteinander umgehen." Lob gab es von allen Seiten für die jungen Musiker aus dem Berger Winkel, die de n Neujahrsempfang umrahmten mit Musikstücken an Keyboard, Geige, E-Gitarre, Schlagzeug, Ukulele und Gitarre.

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Sandra Hüttner
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Veröffentlicht am:
14. 01. 2020
00:00 Uhr

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Sandra Hüttner

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Veröffentlicht am:
14. 01. 2020
00:00 Uhr



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