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Der Traum von Hof geht in Erfüllung

Manasi Hulsurkar wird für sechs Monate in Hof leben und arbeiten. Die Inderin macht ein Praktikum an der Hochschule. Darüber wird sie bald in der Frankenpost berichten.



Manasi Hulsurkars Praktikum wird sechs Monate dauern. Die Inderin würde auch danach gerne in Deutschland bleiben.	Foto: Schobert
Manasi Hulsurkars Praktikum wird sechs Monate dauern. Die Inderin würde auch danach gerne in Deutschland bleiben. Foto: Schobert  

Hof - Schon seit sechs Jahren wünscht sich Manasi Hulsurkar nichts sehnlicher, als ein Praktikum in Deutschland zu machen - am liebsten in Hof. Denn in der Saalestadt gibt es das Bayerisch-indische Zentrum an der Hochschule. "Dass der Standort Hof super sein soll, habe ich in Indien oft gehört", erzählt die 23-Jährige. Denn das Zentrum für den Austausch zwischen Deutschland und Indien ist bundesweit einzigartig. Die Eindrücke, die Manasi in ihrem neuen Leben in Hof sammelt, wird sie bald in Form einer vierteiligen Kolumne mit den Frankenpost -Lesern teilen.

In nahezu perfektem Deutsch erzählt die Inderin, was sie an ihrem Praktikumsland ganz besonders fasziniert: "Die Pünktlichkeit und Ordentlichkeit und auch die Arbeitsmoral." In Indien seien diese Eigenschaften nicht so verbreitet. "Aber ich lege sehr viel Wert darauf", betont Manasi.

2012 kommt die junge Frau zum ersten Mal nach Deutschland. Damals geht sie in die zwölfte Klasse und besucht im Zuge eines Schüleraustauschs Sankt Peter-Ording. "Die Sprache und auch die deutsche Kultur haben mir gut gefallen", erzählt sie. Damals fällt auch ihr Entschluss, Deutsch zu studieren. "Genauer gesagt deutsche Übersetzungswissenschaften." Nach ihrem Bachelor-Abschluss an der Universität ihrer Heimatstadt Pune, hängt die damals 20-Jährige das Masterstudium direkt an. "Dafür bin ich dann nach Neu-Delhi gezogen", erzählt Manasi.

Für eine regionale Zeitung schreibt die junge Frau zu dieser Zeit eine Kolumne und berichtet über ihre Erfahrungen in der Großstadt und das neue Leben weit weg von Zuhause und der Familie. "Das alles mit anderen zu teilen, hat mir viel Spaß gemacht", erinnert sie sich. Erfahrungen festzuhalten, sei ihr immer schon wichtig gewesen. "Damit ich später alles noch einmal lesen und mich erinnern kann." Bis 2017 studiert Manasi. Dann bekommt sie ihre erste Anstellung. Beim Versandhandels-Giganten Amazon arbeitet sie in Bangalore ein Jahr lang als Übersetzerin. "Dann habe ich eine Bekannte getroffen, die auch in Hof Praktikum gemacht hat, und mit der ich mich 2013 schon einmal über das Bayerisch-indische Zentrum unterhalten habe." So erfährt die 23-Jährige von einer freien Stelle. "Ich habe mich sofort beworben." Zu diesem Zeitpunkt wünscht sich Manasi das Praktikum schon seit sechs Jahren.

Im Zentrum an der Hofer Hochschule freut man sich darüber, die junge Frau aus Indien im Team zu begrüßen. Auch wegen ihrer hervorragenden Sprachkenntnisse. Seit 2010 lernt die Inderin bereits die schwierige Fremdsprache - mit Erfolg. "Seitdem ich hier bin, bin ich schon an einigen Projekten beteiligt gewesen ", erzählt Manasi. Sie arbeitet an einer Broschüre mit, wird dabei helfen, Veranstaltungen für deutsche und indische Austauschstudenten zu organisieren und darf natürlich ihre eigenen Erfahrungen mit anderen Studenten teilen. "Ich kann Wissen aus erster Hand weitergeben", betont sie. "Damit kann ich helfen. Und ich mache genau das, was ich so liebe."

Am vierten Tag nach ihrer Ankunft besucht Manasi eine Informationsveranstaltung in Augsburg. Von der Stadt habe sie wenig gesehen. "Aber das will ich ändern", sagt sie. Viele Reisen seien in Planung. Alle Großstädte wolle sie besichtigen. "Auch meine Eltern wollen mich besuchen", berichtet Manasi. Die vermissen ihre einzige Tochter sehr. "Sollte ich die Gelegenheit bekommen, in Deutschland zu bleiben, wären sie schon traurig." Aber ihr Vater sei ein ebenso großer Fan der deutschen Kultur wie sie selbst. "In meiner Heimat Pune ist alles, was mit Deutschland zu tun hat, ziemlich verbreitet. Deswegen sind mein älterer Bruder und ich schon damit aufgewachsen", erzählt sie. Die meisten deutschen Firmen seien dort angesiedelt. Auch viele deutsche Geschäfte gebe es. Ihre Liebe zu dem fernen Land wurde ihr damit in die Wiege gelegt.

Autor

Nadine Schobert
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Veröffentlicht am:
29. 06. 2018
21:36 Uhr

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Autor

Nadine Schobert

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
29. 06. 2018
21:36 Uhr



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