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Hof

"Die Menschen schauen wieder zum Nachbarn"

Die Einbruchzahlen stagnieren, gehen in manchen Regionen sogar zurück. Die Polizei sieht sich in ihrer Arbeit bestätigt, rät aber weiter zur Vorsicht.



Mit schwerem Werkzeug und gut informiert treten Einbrecher an Objekte heran.
Mit schwerem Werkzeug und gut informiert treten Einbrecher an Objekte heran.   Foto: dpa

Hof/Wunsiedel - Hier war es mal ein grüner Transporter, der durch den Ort fuhr oder haltend in Straßenzügen gesehen wurde, dort sind es die Bettler, die von Tür zu Tür gehen und vorgeben, dringend Geld zu brauchen. Meist sind es Handlanger größerer Banden, die Häuser auskundschaften, Interesse daran haben, die Bewohner und deren Alltag kennenzulernen. Die Bevölkerung ist dann meist ziemlich aufgeregt, die Facebook-Gruppen werden bemüht, Aufklärung zu liefern.

Fünf-Jahres-Statistik

Stadt und Landkreis Hof
und Landkreis Wunsiedel:

2018:

110 Wohnungseinbruchdiebstähle, davon 54 Versuche

2017: 110 / 53

2016: 70 / 37

2015: 84 / 46

2014: 121 / 60

 

Tipps der Polizei

Jeder Einzelne kann seinen Beitrag bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität leisten, schreibt die Polizei Oberfranken. Neben vernünftigen Sicherungseinrichtungen für das Heim sind auch entsprechende Verhaltensregeln ein sehr hilfreicher Schutz gegen ungebetene Gäste. Eine Fülle von technischen Einrichtungen erschwert es den Einbrechern erheblich, schnell und geräuscharm in die Häuser einzusteigen. Lärm und erhöhter Zeitaufwand für das Eindringen in die auserkorenen Objekte erhöhen das Entdeckungsrisiko. Haustüren sollten nicht nur ins Schloss gezogen, sondern mehrfach versperrt sein. Rollläden sollten in der Nacht geschlossen, tagsüber geöffnet sein, damit die Abwesenheit der Bewohner nicht sofort ins Auge sticht.

Nachbarschaftshilfe hat sich bewährt. Die Leerung des Briefkastens, das Schließen der Rollläden zur Nachtzeit, sollte durch Nachbarn selbstverständlich sein, wenn eine Familie längere Zeit abwesend ist.

Ein wachsames Auge ist gefragt, wenn verdächtige Personen oder Autos in auffälliger Weise Interesse an Häusern zeigen, während die Bewohner gerade nicht zu Hause sind. In diesen Fällen helfen ein entsprechender Notruf oder das Notieren eines Autokennzeichens häufig, den Einbruch zu verhindern oder zur Klärung einer Straftat beizutragen.

 

 

Kontakt zum Berater

Kriminalpolizeilicher Fachberater für den Bereich Hof: Peter Hobelsberger, Kulmbacher Straße 101, 95030 Hof, Telefon: 09281/704- 490, kripo-beratungsstelle-hof@polizei.bayern.de

 

All diese Geschichten haben eines gemein: Sie machen es potenziellen Einbrechern schwer, ihre Taten vorzubereiten. Die jüngsten Kriminalstatistiken in den Städten und Landkreisen haben ergeben: Die Einbrüche gehen zurück, mancherorts stagnieren sie auch nur. Von Ruhe kann zwar noch keine Rede sein, aber die hohe Aufmerksamkeit in der Bevölkerung und die Präventionsarbeit der Polizei tragen Früchte. Der positive Trend scheint sich fortzusetzen. Jürgen Schlee, Leiter der Hofer Kriminalpolizei, sprach bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2018 von noch weniger Fällen in den ersten Monaten der dunklen Jahreszeit.

 

Im Vergleich zum Vorjahr war in Oberfranken im Jahr 2018 ein Rückgang um 102 Fälle auf 315 Straftaten (minus 24,5 Prozent) zu verzeichnen. Bayernweit sank die Anzahl der Fälle um 13,3 Prozent.

Mehr als die Hälfte der Einbrüche enden im Versuchsstadium. Auch deshalb, weil die Täter immer häufiger hochwertige Türen und Fenster als Gegner haben. Und die Nachbarn. "Wir stellen schon fest, dass die Leute wieder stärker aufeinander achten", sagt Anne Höfer vom Polizeipräsidium Oberfranken. Und auch schneller zum Hörer greifen. "Verdächtige Personen oder Fahrzeuge in einem Viertel werden der Polizei öfter mal gemeldet als früher."

Prävention sei für die oberfränkische Polizei neben verstärkten Kontrollen und größerer Präsenz ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität. Über die vielfältigen Möglichkeiten zur Sicherung vom Eigenheim informieren die Beratungsstellen der Kriminalpolizei gratis.

Im Raum Hof ist dafür Peter Hobelsberger zuständig. Er gibt Verhaltenstipps und bespricht mit den Hausherren den Einsatz verschiedener Sicherungsmöglichkeiten am Eigenheim.

Nach eigenen Angaben berät Hobelsberger im Zusammenhang mit Einbruchdiebstählen zu etwa 60 bis 70 Prozent private Haushalte. Der andere Teil seien Staatsbauten oder gewerbliche Betriebe. Wichtige Präventionsarbeit, die auch in weniger kriminellen Zeiten wichtig ist.

 

—————

Der 27. Oktober, Tag der Zeitumstellung, wurde von der oberfränkischen Polizei in diesem Jahr als "Tag des Einbruchsschutzes" auserkoren. Motto: "Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit."

Autor
Sören Göpel

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Veröffentlicht am:
22. 04. 2019
17:56 Uhr

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Sören Göpel

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Veröffentlicht am:
22. 04. 2019
17:56 Uhr



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