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Hof

Eine Säule zum Verweilen

Hof ist seit zehn Jahren Kompetenzstandort Wasser in Bayern. Wie strahlt dieses Siegel auf die Region aus? Und was hat dieses neue Gerät in der Ludwigstraße damit zutun?



Stolz auf die neue berührungsempfindliche Informationssäule in der Ludwigstraße (von links): Izabella Graczyk (Leitung Kreisentwicklung Landkreis Hof), Walter Friedl (Wirtschaftsförderung Stadt Hof), Oberbürgermeister Harald Fichtner, Landrat Oliver Bär, Carolin Strößner (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg) und Michael Stein (zuständig für das Förderprogramm Leader im Landkreis Hof ).	Foto: PR
Stolz auf die neue berührungsempfindliche Informationssäule in der Ludwigstraße (von links): Izabella Graczyk (Leitung Kreisentwicklung Landkreis Hof), Walter Friedl (Wirtschaftsförderung Stadt Hof), Oberbürgermeister Harald Fichtner, Landrat Oliver Bär, Carolin Strößner (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg) und Michael Stein (zuständig für das Förderprogramm Leader im Landkreis Hof ). Foto: PR  

Hof - Eine neue digitale Infosäule lädt zum Verweilen in die Hofer Ludwigstraße ein. Bürger und Touristen können sich am Schultor seit Kurzem darüber informieren, wie wichtig das Thema Wasser für die Stadt Hof und die Region ist und welches Know-how die Firmen aus der Region bieten. Bereits seit 2010 ist Hof offizieller Wasserkompetenzstandort in Bayern, seit 2009 gibt es das Kompetenznetzwerk Wasser und Energie. Die Hochschule Hof bietet seit einigen Jahren den Studiengang Umwelt-Ingenieurwesen an. Vergangene Woche begann nach viel Verzögerung der Bau für das neue Institut für Wasser- und Energiemanagement.

Die jetzt frisch in Betrieb genommene Säule mit Vorlesefunktion ist ein Teil des Konzeptes, das nach Worten von Hofs Wirtschaftsförderer Walter Friedl "intensiv weiterentwickelt" werde. Die Säule mit berührungsempfindlichem Monitor wurde jüngst von mehreren Vertretern aus Stadt und Landkreis eingeweiht und soll eine zentrale Rolle spielen für das Projekt Wasserlehrpfad, wie es in einer gemeinsamen Antwort der Behörden auf Anfrage der Frankenpost heißt. Schließlich würden sich hier, im Herzen Hofs, viele Besucher bei der Tourismuszentrale informieren. Vor allem Radtouristen sollen mit dem neuen Lehrpfad einen attraktiven Anlaufpunkt finden. Dass es diesen gibt, wisse der Tourist beim Blick auf die Homepage www.wasser-wissen-hof.de und beim Durchstöbern von touristischen Webseiten. Flyer würden gerade vorbereitet. Eine App könnte es geben. Ob es auch Hinweisschilder in Stadt und Landkreis gibt, die auf die Errungenschaft Wasserlehrpfad hinweisen, sei noch nicht klar. In Planung, aber ebenfalls noch im Prüfzustand, heißt es auf Nachfrage, befinde sich auch die englische Übersetzung der Homepage. Schließlich gilt es, die Informationen auch für die vielen internationalen Gäste zugänglich zu machen.

Zusätzlich zur Säule in der Stadt soll es in Zukunft entlang des Saaleradweges 20 Schautafeln geben, die Radtouristen zum Lesen einladen sollen. Bis es soweit ist, dauert es allerdings noch einige Zeit. Involviert seien Gemeinden aus dem gesamten Landkreis, auf deren Grund die Tafeln stehen. Ziel sei es, 2020 den Lehrpfad fertigzustellen und touristisch zu nutzen. Auch Schüler könnten für das Thema Wasser sensibilisiert werden und Exkursionen an der Saale unternehmen.

Wie stark das Wissen aus der Region ausstrahlt, zeigt ein Blick nach China. Dort seien hiesige Firmen beispielsweise damit beauftragt, große Wasserspeicher zu reinigen, berichten Stadt und Landkreis. Dadurch würden Millionen Menschen vom Know-how der Region profitieren. Wasserkompetenz sei keine Nische mehr, sondern eine Kernkompetenz unserer Zeit, lautet ein gemeinsamer Slogan der Medienstellen. Der Lehrpfad bette sich nun ein in ein Konzept, das die Wettbewerbsfähigkeit der Region sichern solle.

Das Siegel Kompetenzstandort und die damit verbundenen Vorteile könnten allerdings noch nicht in Zahlen ausgedrückt werden. Wie viele Delegationen die hiesigen Unternehmen mit Wasserkompetenz besuchen, sei nicht erfasst. Stadt und Landkreis sprechen von "einer Vielzahl", ohne konkret zu werden. Vieles geschehe hinter den Kulissen, Fachmessen zum Beispiel. Wie sich das auf Hotelbetriebe und Gastronomie auswirkt, wie stark die hiesigen Firmen personell und wirtschaftlich profitieren, könne auch zehn Jahre nach Gründung des Kompetenzstandortes nicht beziffert werden.

Jüngst aber seien erst wieder ausländische Vertreter vor Ort gewesen: Chinesen, Taiwanesen und Brasilianer. Demnächst komme eine Delegation aus Georgien. Die Region gelte etwas in der Branche, das sei ziemlich sicher. Die Firmen hätten vor allem zwei Vorteile: Personalgewinnung und - mit dem Siegel Kompetenzstandort - einen Wettbewerbsvorteil.

Bei der Eröffnung des Infopunktes in der Hofer Ludwigstraße war übrigens kein Vertreter eines Unternehmens zugegen. Eine bewusste Entscheidung, betonen Stadt und Landkreis auf Nachfrage. Man habe keine Firma oder Institution herausheben wollen. Die neue Verweilsäule kostet 32 000 Euro. 18 000 Euro davon sind allerdings gefördert.

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Sören Göpel

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Veröffentlicht am:
13. 10. 2019
18:43 Uhr

Aktualisiert am:
13. 10. 2019
18:43 Uhr

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Sören Göpel

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13. 10. 2019
18:43 Uhr

Aktualisiert am:
13. 10. 2019
18:43 Uhr



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