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Hof

Eine bunt blühende Leistungsschau

Der Kreisgartentag am Sonntag in Köditz wird mehr als ein Stück heile Welt im Zeichen der Sonnenblume: Die Gartenbauer stellen ein großes Programm zusammen.



Mit Sonnenblume und mehr als 100 Ausstellern: Am Sonntag, 8. September, laden diverse Akteure zum Kreisgartentag nach Köditz.	Foto: cp
Mit Sonnenblume und mehr als 100 Ausstellern: Am Sonntag, 8. September, laden diverse Akteure zum Kreisgartentag nach Köditz. Foto: cp  

Köditz - Begriffe wie "Blühstreifen", "Artenvielfalt" oder "Bienenfreundlichkeit" sind ja vor ein paar Jahren bloß was für Insider gewesen. Dass sich das geändert hat, ist nicht nur protestierenden Schülern und jungen Schwedinnen zu verdanken - sondern auch den unheimlich vielen Menschen, die sich landauf, landab mit der Frage befassen, wie man den eigenen Garten/Balkon/Blumenkübel gleichzeitig schön und sinnvoll bepflanzen kann. Am Sonntag wird Köditz zum Nabel der regionalen Gartenwelt: Der Verein der Gartenfreunde Köditz, der Kreisverband Hof für Gartenbau und Landespflege und unheimlich viele Mitstreiter laden am Sonntag, 8. September, ab 10 Uhr zum Kreisgartentag. Dort wird der gesamte Ortskern zum Garten-Mekka - mehr als 100 Aussteller und Mitstreiter bieten nicht nur Infos und Erkenntnisse rund ums heimische Grün, sondern auch viel Vergnügung drum herum.

Aus dem Programm

"Die Welt brennt": Jenen Eindruck könne schon gewinnen, wer die Nachrichten schaut oder die Zeitung aufschlägt, sagt Hilmar Bogler. Umso mehr freut er sich, dass zum Kreisgartentag ein ungewöhnlicher Gottesdienst gehört:

Um 10.15 Uhr laden Pfarrer Michael Grell aus Köditz und Mechthild Fröh zum ökumenischen Gottesdienst ein - und zwar ins Köditzer Feuerwehrhaus.

Um 11 Uhr eröffnen die Akteure im Feuerwehrhaus den Kreisgartentag offziell.

Um 13 Uhr bietet die Baumpflegervereinigung an ihrem Stand (Nummer 76, in der Hauptstraße auf Höhe Gaststätte Dippold) einen Schnittkurs an.

Um 14 Uhr gibt es eine Modenschau im Park.

Zum Programm gehören zudem Auftritte des Landfrauenchors und der Landjugend Zedtwitz. Die Biedermeiergruppe Bad Steben flaniert übers Gelände, in der Kirche gibt es Führungen. Ein vielfältiges Kinderprogramm bietet Zauberer, Kinderschminken, Hüpfburg oder Basteln, unter anderem am Löschhaus der Feuerwehr und an der Mühle, dort betreut von der Köditzer Kindertagesstätte.

 

Der Eintritt zum Kreisgartentag kostet zwei Euro. Kinder unter 14 Jahren sind frei. Wer mit dem Zug anreist, bekommt gegen Vorlage des Tickets freien Eintritt: Die Agilis-Bahn bewirbt den Kreisgartentag damit weit über den Landkreis hinaus.

 

 

 

Viel zu erleben: Die Hauptstraße entlang, rund um den Park im Ortskern auf der einen und bis hinauf zum Feuerwehrhaus auf der anderen Seite tummeln sich am Sonntag die Aussteller. "Wir haben Stände von A wie Aroniabeere bis Z wie Zaunbau", freut sich Hilmar Bogler, Vorsitzender des Kreisverbands. Der oberste Hofer Gartenbauer kündigt einen bunten und spannenden Tag für alle Altersklassen an, zum Angebot gehört vieles von der Fachfirma für Gartenteiche über den Besenbinder bis zu diversen regionalen Touristik-Verbänden. Von der Kräuterpädagogin bis zum Blumendoktor, über diverse Angebote für Kinder, bis hin zu diversen OGVs aus dem Landkreis reicht die Palette der Aussteller. "Auch kulinarisch gibt es natürlich jede Menge Angebote, darum kümmern sich schwerpunktmäßig die Köditzer Vereine", erklärt Matthias Worst, Vorsitzender der Köditzer Gartenfreunde. Dass der kleine Ort das Mammutprogramm stemmen kann, daran haben viele engagierte Akteure Anteil.

 

Wer macht mit? Seit zwei Jahren arbeitet ein kleiner Kreis von Organisatoren am Kreisgartentag. Sie kommen aus dem Köditzer Ortsverein und aus dem Kreisverband, bei ihnen laufen alle Fäden zusammen. Und sie können auf eine stolze Schar an Unterstützern bauen: angefangen bei den restlichen Köditzer Vereinen, über die Gemeinde selbst, bis hin zu Agilis-Bahn oder Landratsamt. "Es gab beispielsweise eine Fortbildung zum Lebensmittelrecht für alle, die kulinarische Angebote haben - die Vorgaben auch für Ehrenamtliche sind ja mittlerweile sehr umfangreich", erklärt Hilmar Bogler. Umso mehr ziehe er den Hut vor den vielen Anbietern, die sich hier ins Zeug legen. Dazu gehören auch die Gemeinde und die Feuerwehr Köditz: Sie kümmern sich darum, dass die Großveranstaltung nicht zum Verkehrsinfarkt führt.

 

Anfahrt und Co.: Der Köditzer Ortskern ist am Sonntag für den Kreisgartentag gesperrt, eine Durchfahrt ist nicht möglich. Egal, von welcher Seite aus die Besucher den Ort anfahren: An allen Einfallstraßen werden große Parkplätze ausgewiesen, ebenso im Gewerbegebiet nahe der Göstrahalle und oberhalb des Friedhofs. Wer mit der Bahn anreist, erhält bei Vorlage des Tickets freien Eintritt: "Da haben sich schon Besucher aus Bayreuth oder Kronach angemeldet", ist Hilmar Bogler stolz. Der Köditzer Bauhof kümmert sich um die Beschilderung, die Feuerwehr hilft bei Bedarf bei der Orientierung. "Behindertenparkplätze richten wir vor der VR-Bank in der Hauptstraße ein", ergänzt Matthias Worst. Das alles werde sich bis zum letzten Tag hin noch entwickeln.

 

Die Köditzer: "Köditz putzt sich heraus", freut sich Bürgermeister Matthias Beyer: Viele der Anwohner im Ortskern nähmen den Kreisgartentag zum Anlass für Großputz und Gartenpflege daheim: Man will ja gut dastehen vor den vielen Besuchern. Je nach Wetter rechnen die Veranstalter mit 4000 bis 7000 Gästen - in dieser Bandbreite haben sich die jüngsten Kreisgartentage in Töpen und Döhlau abgespielt. Für die Köditzer Einwohner bedeutet der Tag aber freilich die ein oder andere Einschränkung - darüber sind sie vergangene Woche schon per Postwurfsendung informiert worden: Hinein oder hinaus aus ihrem Ort kommen sie folglich nicht durch den Ortskern oder über die Hauptstraße. Die Straßen nach Wölbattendorf oder Brunn sind aber ebenso befahrbar wie die "obere" Ein- und Ausfahrt aus dem Neubaugebiet. Dafür wird für den Sonntag sogar das Linksabbieger-Verbot auf der B 173 von Hof aus kommend aufgehoben. "Das ganze Dorf ist dabei", freuen sich die Hauptakteure über die umfangreiche Beteiligung der Köditzer Vereine und Interessierten. Auch das spiegelt das große Interesse wider, dessen sich Garten-Themen im Allgemeinen heute erfreuen.

 

Überholt? "Der Begriff ‚Gartenbau’ im Namen unseres Verbands ist ja schon etwas antiquiert, verschiedene Kreisverbände haben ihn auch bereits in ‚Gartenkultur‘ abgeändert", erklärt Hilmar Bogler. Denn in Zeiten jederzeit abrufbarer Informationen darüber, wann man Lavendel am besten abschneidet oder, ob man Aroniabeeren wirklich vor dem Verarbeiten einfrieren sollte, gehe es vielen Menschen um ein Stück Kultur daheim. Der Garten als Zufluchtsort oder als Spielwiese, als Möglichkeit, sich ein Stück zu verwirklichen oder etwas für Umwelt- und Naturschutz zu tun: "Welche Stauden und Blumen gut für Bienen sind, erklären wir schon viel länger, als es seit dem Volksbegehren in aller Munde ist", betont Bogler. Weil er es als gute Entwicklung wahrnimmt, dass sich heute so viele Menschen mit jenen Themen befassen. Dass sie alle auch vom Kreisgartentag mit neuen Ideen und Anreizen nach Hause kommen könnten, ist der Grund, aus dem die Akteure sich derart ins Zeug legen für den Sonntag. Schließlich wollen sie dem Motto "Fantasien rund um den Garten" auch gerecht werden - und die Besucher anregen, sich ihrem eigenen Grün daheim auch mal aus einer bislang ungewohnten Richtung zu nähern.

Autor
Christoph Plass

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Veröffentlicht am:
02. 09. 2019
00:00 Uhr

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Christoph Plass

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Veröffentlicht am:
02. 09. 2019
00:00 Uhr



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