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Entenschnäbel in berühmten Gemälden

Am Freitag eröffnet die "Duckomenta" im Comic-Museum in Schwarzenbach an der Saale. Seit 1986 ist die Ausstellung in vielen Kunstmuseen zu Gast.



Die Berliner Künstlergruppe interDuck verpasst berühmten Gemälden einen Entenschnabel - wie hier in Johann Heinrich Wilhelm Tischbeins "Goethe in der Campagna" bei der Ausstellung "Duckomenta" in Mannheim vor drei Jahren. Die Schau war schon in vielen Kunstmuseen zu sehen. Am morgigen Freitag eröffnet die "Duckomenta" im Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach an der Saale. Foto: Uwe Anspach/dpa
Die Berliner Künstlergruppe interDuck verpasst berühmten Gemälden einen Entenschnabel - wie hier in Johann Heinrich Wilhelm Tischbeins "Goethe in der Campagna" bei der Ausstellung "Duckomenta" in Mannheim vor drei Jahren. Die Schau war schon in vielen Kunstmuseen zu sehen. Am morgigen Freitag eröffnet die "Duckomenta" im Erika-Fuchs-Haus in Schwarzenbach an der Saale. Foto: Uwe Anspach/dpa  

Schwarzenbach an der Saale - Donald Duck war der besondere Liebling der Übersetzerin Dr. Erika Fuchs, die lange in Schwarzenbach lebte und von hier aus auch ihr Amt als Chefredakteurin der Zeitschrift "Micky Maus" versah. Nur logisch, dass Deutschlands erstes Museum für Comic und Sprachkunst in dieser Stadt angesiedelt und das Haus, in dem Donald Duck eine wichtige Rolle spielt, nach Erika Fuchs benannt wurde. Nun wird eine neue Sonderausstellung eröffnet, die große Kunst mit Entenschnabel präsentiert. "Duckomenta" heißt die Schau, der Name ist eine Parodie auf die documenta, die als Weltausstellung der Kunst gilt und alle fünf Jahre in Kassel stattfindet.

Die Duckomenta hat keinen festen Standort. Sie ist eine Wanderausstellung und war seit 1986 in vielen Kunstmuseen zu Gast. Manche verzeichneten aus diesem Anlass Besucherrekord, insgesamt haben bisher mehr als zwei Millionen Menschen die Duckomenta gesehen. Zu erleben sind "MomEnte der Kunstgeschichte", wie sich diese im Paralleluniversum Entenhausen darstellt. Alle Bilder und Plastiken sind berühmten Werken nachempfunden, sämtliche Figuren, die Mona Lisa ebenso wie Caspar David Friedrichs "Zwei Männer in Betrachtung des Mondes", verwandeln sich in Enten nach dem Vorbild Donald Ducks. Vereinzelt tauchen auch Personen im Stil der Micky Maus auf. Oft werden zudem Namen verfremdet. Vincent van Gogh wird im Selbstporträt zu Vincent van Dough, die berühmte Nofretete-Büste verwandelt sich in ein Abbild von "Königin Duckfretete".

Für die Schwarzenbacher Duckomenta hat sich Museumsleiterin Dr. Alexandra Hentschel aus der umfangreichen Sammlung des emeritierten Braunschweiger Kunstsoziologie-Professors Eckhart Bauer 60 Kunstwerke im Duck-Stil ausgesucht. Zum ersten Mal überhaupt sind zwei griechische Vasen zu sehen, die dokumentieren, dass Donald Duck schon das Kunsthandwerk der Antike beeinflusst hat. Bei der Eröffnung der Ausstellung werden fünf der Künstler, denen die Duckomenta-Kunstwerke zu verdanken sind, anwesend sein und Kataloge und Poster signieren. Die Ausstellung, die bis zum 10. März 2019 im Erika-Fuchs-Haus bleibt, bietet nach ihrer Eröffnung ein Rahmenprogramm aus öffentlichen Führungen, Kinderaktionen und der beliebten Wein-und-Comic-Verkostung.

Eine ähnliche Schau wie die Duckomenta gab es schon im Sommer 2006 in Schwarzenbach. Damals konnten im Alten Rathaus "36 berühmte Gemälde aus Entenhausener Privatbesitz" besichtigt werden. Die oberfränkische Premiere dieser Ausstellung hatte 18 Monate zuvor in Bayreuth stattgefunden, in Anwesenheit des Erika-Fuchs-Sohnes Nikolaus, der in Schwarzenbach an der Saale aufgewachsen ist und jetzt in München lebt.

Autor

Ralf Sziegoleit
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Veröffentlicht am:
01. 08. 2018
18:28 Uhr

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Ralf Sziegoleit

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01. 08. 2018
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