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Hof

Europa-Projekt eröffnet Standort in Hof

Die Volkshochschule des Landkreises gehört seit Januar zum "MiMi"-Netzwerk. Das soll Migranten helfen, das deutsche Gesundheitssystem besser zu verstehen.



Die Koordinatorin für "MiMi" in Stadt und Landkreis Hof, Irina Köhler (vorne), bei der Vorstellung des Projektes mit VHS-Geschäftsführerin Ilse Emek (Zweite von links), Gabriele Böttcher, Leiterin des Integrationszentrums der VHS und den beiden Bayern-Koordinatorinnen von "MiMi", Britta Lenk-Neumann (links) und Christine Bomke (rechts)	Foto: SöGö
Die Koordinatorin für "MiMi" in Stadt und Landkreis Hof, Irina Köhler (vorne), bei der Vorstellung des Projektes mit VHS-Geschäftsführerin Ilse Emek (Zweite von links), Gabriele Böttcher, Leiterin des Integrationszentrums der VHS und den beiden Bayern-Koordinatorinnen von "MiMi", Britta Lenk-Neumann (links) und Christine Bomke (rechts) Foto: SöGö  

Landkreis Hof - Welche Vorsorgeangebote gibt es? Wie läuft eine Tetanusimpfung ab? Wann muss ein Mann zur Vorsorge? Ein neues Projekt an der Landkreis-Volkshochschule soll das Wissen von Migranten über das deutsche Gesundheitsystem verbessern. "MiMi - Mit Migranten für Migranten - Interkulturelle Gesundheit in Deutschland" agiert an mittlerweile 14 Standorten in Bayern. Seit Anfang des Jahres auch in Hof. Und dort gehöre es auch hin, betont Landrat Dr. Oliver Bär: "Unsere VHS ist nach Nürnberg und München mittlerweile die drittgrößte in Bayern. Wir legen großen Wert auf Prävention und Gesundheit, können Brücken bauen zu unseren anderen Angeboten im Landkreis."

Zahlen und Fakten

"MiMi" ist das größte Präventionsprojekt in Europa.

bislang haben mehr als 30 000 Menschen an dem Bildungsangebot teilgenommen

Träger ist das Ethno-Medizinische Zentrum Hannover

gegenwärtig ist "MiMi" an 70 Standorten in elf Bundesländern vertreten

seit 2008 in Bayern an 14 Standorten aktiv

411 Mediatoren arbeiten
für "MiMi" in Bayern

in Oberfranken agiert "MiMi" in Hof, Coburg, Bayreuth und Bamberg

—————

Mediatoren-Bewerbungen nimmt

Irina Köhler entgegen: i.koehler@vhs-landkreis-hof.de


Ziel des Netzwerkes ist es, bei Menschen mit Migrationshintergrund die Eigenverantwortung für ihre Gesundheit zu stärken. "Migranten nehmen Angebote zur Früherkennung unterdurchschnittlich wahr", sagt Britta Lenk-Neumann. Sie koordiniert die Schulungen in Bayern gemeinsam mit Christine Bomke.

Das System beruht auf Vertrauen und Erfahrung. Menschen, die bereits gut in Deutschland integriert sind, sollen ihren Landsleuten dabei helfen, mehr über das Gesundheitssystem zu erfahren. "Sie sollten sehr gut ihre Muttersprache und Deutsch sprechen", sagt Lenk-Neumann. Die Mediatoren arbeiten auf Honorarbasis. Bevor die Arbeit beginnt, müssen sie eine 50-Stunden-Ausbildung durchlaufen, die an den Wochenenden und am Abend stattfindet. "Das ist keine medizinische Ausbildung", sagt Lenk-Neumann. Die Helfer sollen beraten, aufklären und motivieren, die medizinischen Angebote zu nutzen. Nach der Ausbildung führen die Mediatoren selbstständig Informationsveranstaltungen durch. Sie suchen ihre Landsleute auf, gehen in Arztpraxen oder in Moscheen. "Durch die Integration in das deutsche Gesundheitssystem soll langfristig eine gesunde Integration auch auf sozial-gesellschaftlicher Ebene gefördert werden", schreibt der Projektträger, das Ethno-Medizinische Zentrum Hannover, auf seiner Homepage. Die Mediatoren-Ausbildung startet am 16. März. Bislang haben sich 17 Männer und Frauen beworben. 20 Migranten sucht die Landkreis-VHS für das Projekt.

Finanziert wird "MiMi" vom bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege; Kooperationspartner aus dem Gesundheitsbereich stellen Referenten für die Ausbildung der Mediatoren ab.

In Hof ist Irina Köhler verantwortlich für die Organisation des Projektes. Die 38-Jährige arbeitet seit vier Jahren bei der Landkreis-VHS als Deutschlehrerin. Die gebürtige Russin lebt seit 16 Jahren in Deutschland. In ihrer Heimat hat sie Deutsch und Englisch studiert. Die Ansätze von "MiMi" sind ihr vertraut. Neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin betreut Köhler bei der VHS das Projekt "Wie funktioniert Deutschland?".

Zur Vorstellung von "Mimi" kamen am Donnerstag viele Vertreter von Gesundheitseinrichtungen, darunter auch die neue Leiterin der Gesundheitsregion Plus, Stefanie Kreissl, die im April ihren Dienst antritt. Unter den Gästen waren auch AOK-Direktor Wolfgang Hofmann und Dr. Wolfgang Kick, seit Januar neuer Ärztlicher Leiter der Kliniken Hochfranken. Auch Vertreter der Stadt Hof, der Diakonie, der Unternehmung Gesundheit Hochfranken und des Jobcenters hörten sich an, was "MiMi" zu bieten hat.

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Sören Göpel

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Veröffentlicht am:
21. 02. 2019
19:14 Uhr

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Sören Göpel

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21. 02. 2019
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