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Hof

Grüne starten mit Überraschungen in den Wahlkampf

Die Partei tritt in Stadt und Landkreis mit vollen Listen an. Das findet bei allen Zuspruch - nur einer schießt quer, schon wieder.



Das Rathaus im Blick: Elisabeth Scharfenberg will Oberbürgermeisterin in Hof werden.	Foto: pr.
Das Rathaus im Blick: Elisabeth Scharfenberg will Oberbürgermeisterin in Hof werden. Foto: pr.  

Hof - Mit je 40 Kandidatinnen und Kandidaten für die Stadtrats- und die Kreistagsliste und einer Oberbürgermeister-Kandidatin ist der Kreisverband Hof von Bündnis 90/Die Grünen in den Wahlkampf für die Kommunalwahl 2020 gestartet. Wie berichtet wurde Elisabeth Scharfenberg aus Rehau zur OB-Kandidatin für Hof gewählt. Während der Versammlung im Hotel Strauß stellten die Grünen die Stadtrats- und die Kreistagslisten vor und stimmten darüber ab.

Die Stadtratskandidaten

Gudrun Kiehne, Sebastian Auer, Lena Prenzel, Klaus Schrader, Marion Klinger, Ralf Reusch, Waltraud Wagner, Swann König, Sabine Prell, Walter Kiehne, Pia Popp, Andreas Künneth, Inge Heinz, Jürgen Coler, Sara Häußinger, Martin Nowak, Ulrike Siebert, Karlheinz Edelmann, Angelika Edelmann, Friedrich Hofmann, Barbara Hofmann, Rainer Kallähne, Claire Peters, Klaus Herold, Renate Fuchs, Johannes Herold, Seda Sahin, Johann Schötz, Judith Hampel, Geret Giebermann, Martina Mantel, Rainer Löhner, Simone Wörhoff, Marcus Wolf, Lisa Saalfrank, Horst Kampfhenkel, Susanne Wolf, Philipp Brammer, Angela Mohaupt, Michael Buchberger und als Ersatz Dr. Martin Mörtl.

 

Nicht auf der Liste findet sich Elisabeth Scharfenberg, die für den Posten der Oberbürgermeisterin kandidiert. Als Rehauerin darf sie nicht in den Hofer Stadtrat ziehen.

 

Schon als der Name Elisabeth Scharfenberg als Kandidatin genannt wurde, war der Applaus der rund 60 Grünen gewaltig. Die frühere Bundespolitikerin nahm in ihrer Vorstellungsrede die Hauptfrage vorweg, die vielleicht auch manchen der Versammelten auf der Zunge lag: "Was will diese Rehauerin da als Kandidatin in Hof?" Die Antwort gab sie selbst, sie stand auch groß auf einem Wahlkampf-Aufsteller: "Warum nicht? Hof trau Dich!" Hof sei ihr außerdem aus ihrer Zeit als Bundestagsabgeordnete, als sie die Stadt vertreten habe, nicht fremd. "Es ist nicht außergewöhnlich, dass sich Menschen von außerhalb um ein Amt bewerben", stellte sie fest. Als Beispiel nannte sie Bernd Hering, der als früherer Hofer Landrat innerhalb der Stadtgrenzen gelebt, aber zuvor als Landtagsabgeordneter den Landkreis vertreten habe.

 

Volle Energie fürs Klima - das sei einer der Punkte, die ihr in Hof wichtig seien, sagte Scharfenberg. Das Thema müsse endlich ernst genommen werden, zum Beispiel indem man eine fahrradfreundliche Stadt schaffe. Besonders wichtig sei es ihr auch, sich um Familien, Jugendliche und Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund zu kümmern.

Elisabeth Scharfenberg als OB-Kandidatin war nicht die einzige Überraschung bei der teilweise familiär-turbulenten Versammlung. Zunächst musste ihr Wahlergebnis nachgebessert werden; vorsorglich war die Wahl noch einmal wiederholt worden. An dieser Stelle sorgte ein ehemaliges Grünen-Mitglied für Verblüffung: Jürgen Löhnert. Er wollte die Veranstaltung mit der Begründung sprengen, dass er nicht ordnungsgemäß eingeladen worden sei. Der Vorstand schmetterte den Versuch ab: Löhnert sei rechtskräftig aus der Partei ausgeschlossen. Zur Erinnerung: Löhnert wollte 2016 als Direktkandidat der Grünen für den Bundestag antreten. Statt Wahlkampfmeriten erntete er einen Rausschmiss aus dem Kreisverband, weil er wiederholt seinen Mitgliedsbeitrag schuldig geblieben war. Zudem warf er der Partei fehlende Transparenz vor. Die Sache ging damals bis zum Bundesschiedsgericht.

Dass die Überraschungen insgesamt eher positiv ausfielen, dafür sorgten Till Boeger und Diana Adler, die sich spontan noch auf die Kreistagsliste setzen ließen, sodass die runde 40 voll wurde. 25 von 25 Stimmberechtigten gaben ihr Ja zu der Liste. Auch die Stadtratsliste umfasst 40 Kandidaten, und da wiederum je 20 Männer und Frauen. Martin Mörtl meldete sich vor Ort als offizieller Ersatzkandidat für die Liste. Hier ergab die Abstimmung zwölf Ja-Stimmen und eine Enthaltung.

Zuvor hatten die jeweils ersten zehn Kandidaten der Listen, sofern anwesend, die Möglichkeit, sich zwei Minuten lang vorzustellen. So versprach Gudrun Kiehne, die Erstplatzierte der Stadtratsliste und im Kreisvorstand mit dem Amt der Schatzmeisterin betraut, sich voll für die Themen Schule, Ausbildung und Behinderte einzusetzen. Sebastian Auer, auch Sprecher des Kreisvorstandes, sieht die Themen Energiepolitik, Naturschutz und Stadtentwicklung als vorrangig. Die 18-jährige Lena Prenzel will sich für die Jugend einbringen. Klaus Schrader, der als Stadtrat zur Wiederwahl antritt, nannte die Themen Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung als Schwerpunkte. Marion Klinger konzentriert sich auf die Felder Stadtentwicklung, Schule und Kultur. Als überzeugte Radfahrerin will sich Sabine Prell für grüne Mobilität und eine nachhaltige Stadtentwicklung stark machen.

Autor

Manfred Köhler
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Veröffentlicht am:
12. 10. 2019
00:00 Uhr

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Manfred Köhler

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Veröffentlicht am:
12. 10. 2019
00:00 Uhr



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