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JU kritisiert Hängebrücken-Gegner

Die Jungkonservativen der Region sprechen sich für die Frankenwaldbrücken aus. Für das Vorgehen der Naturschützer haben sie hingegen kein Verständnis.



Zwei Hängebrücken über das Lohbach- und das Höllental sollen Einheimischen und Touristen den Blick über die Schönheit des Frankenwalds aus einer einmaligen Perspektive ermöglichen.
Zwei Hängebrücken über das Lohbach- und das Höllental sollen Einheimischen und Touristen den Blick über die Schönheit des Frankenwalds aus einer einmaligen Perspektive ermöglichen.   Foto: Archiv

Lichtenberg/Landkreis - In einer umfangreichen Pressemitteilung spricht die Junge Union Hof-Land ihre Sympathie für das Brücken-Projekt des Hofer Landrats Dr. Oliver Bär aus. Darin kommen verschiedene Jungkonservative aus der Region zu Wort. Anlass des Schreiben ist der Artikel "Lichtenberg: Bund Naturschutz will Gegner der Hängebrücke bündeln", der am Freitag in unserer Zeitung erschienen ist.

An den Naturschützern, die das Brückenprojekt verhindern möchten und aktuell Anstoß an dessen Vorbereitungsmaßnahmen nehmen, üben die Unterzeichner der Mitteilung scharfe Kritik: "Leider mussten wir feststellen, dass die Initiatoren offensichtlich wenig von konstruktiver Zusammenarbeit und Dialog halten und stattdessen mit einem Ausmaß an Panik, Angstmacherei und Übertreibung arbeiten, wie wir es eigentlich nur von den extremen Rändern des politischen Spektrums kennen." Die Region könne nur dann eine blühende Zukunft haben, wenn "unsere Heimat endlich versteht, wie sie ihre Potenziale nutzen kann und ihre Vorteile herausstellt".

Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Hof-Land, Alexander Zink, sagt dazu: "Gegen etwas zu sein, ist immer einfacher, als sich selbst mit guten Vorschlägen und Ideen an der Fortentwicklung unserer Heimat zu beteiligen. Ich würde mir wünschen, dass man sich gemeinsam darum bemüht, das Beste aus der Region herauszuholen."

In die gleiche Kerbe schlägt auch Simon Hader, Sprecher der JU-Initiative "Engagieren statt demonstrieren" (ESD): "Verbal so aufzurüsten, halte ich für keine gute Idee. Dr. Oliver Bär zerstört nicht, wie behauptet, unsere Natur. Er sorgt dafür, dass unsere Region im Einklang mit der Natur touristisch wahrgenommen und weiterentwickelt wird."

Auch der 19-jährige Vorsitzende der CSU Lichtenberg, Kristan von Waldenfels, kann die Aufregung nicht nachvollziehen: "Natur- und Klimaschutz ist das herausragende Thema unserer Zeit. Ich habe das Projekt von Anfang an als Lichtenberger und politisch interessierter Mensch sogar in Arbeitskreisen mitverfolgt", berichtet er. "Ich bin zur Überzeugung gekommen, alle Bedenken zum Naturschutz wurden genauestens begutachtet und verantwortungsvoll gelöst." Die Frankenwaldbrücken betrachte er als Chance für die Region und als Möglichkeit für Gäste, deren Natur zu erleben.

Auch die Junge Union aus dem Nachbarlandkreis in Thüringen hat eine klare Meinung zum Brückenprojekt. So erklärt Alex Neumüller, Vorsitzender der Jungen Union Saale-Orla-Kreis: "Hier wird nicht nur im Wortsinn eine Brücke gebaut. Hier kann die thüringische und die bayrische Seite von einem Projekt mit Strahlkraft profitieren. Die Bürgerbeteiligung war und ist bis jetzt vorbildlich. Auch in der Region Rosenthal am Rennsteig gibt es viele Befürworter." Die Kommunen in Thüringen seien früh eingebunden worden. "Wir können so einen Verbund schaffen, indem naturnaher Tourismus in der Region Frankenwald, Rennsteig und Thüringer Meer gelebt wird." Das könne dazu führen, dass die Landkreise weiter zusammenwachsen.

Der Bad Stebener JU-Vorsitzende Maximilian Stöckl nimmt Bezug auf den Vorwurf des Brückengegners Dr. Heinz-Olaf Otte, Landrat Bär habe im Zuge der vor dem Brückenbau nötigen Erkundungen Hunderte Bäume fällen lassen: "Im Gegensatz zu Herrn Dr. Otte im Wald haben sich die ehrenamtlichen Helfer bei der Auszählung des Bürgerentscheids nicht verzählt." Entsprechend liege ein demokratisches Votum für die Brücken vor, das man als Demokrat achten sollte.

Auch Paul-Bernhard Wagner, Kreisvorsitzender der CSU, schließt sich dieser Argumentation an: "Ich würde mir wünschen, dass auch die Brückengegner den erklärten Bürgerwillen und demokratische Abstimmungsergebnisse akzeptieren."

Die jüngste Stadträtin Rehaus, Vanessa Wagner, betont: "Es liegt an uns, dass dieses Projekt unsere Region mehr eint als spaltet."

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Veröffentlicht am:
17. 08. 2019
00:00 Uhr

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17. 08. 2019
00:00 Uhr



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