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Hof

Jedes dritte Kind in Hof ist arm

1542 Kinder in der Stadt leben in Familien, die Arbeitslosengeld II beziehen, weitere 115 Kinder leben von Sozialhilfe oder Grundsicherung.



Hof - Das ist der Stand der jüngsten Statistik des Job-Centers, er datiert vom Juni 2017. Erfasst wurden Kinder bis 14 Jahre. In dieser Altersgruppe gibt es etwa 5000 Kinder in der Stadt - folglich lebt etwa ein Drittel von ihnen in armen Verhältnissen. Das ist eine deutliche Veränderung zum Negativen: Im Juli 2016 waren es noch 400 Kinder weniger, die in Armut lebten. Der starke Anstieg ist im verhältnismäßig hohen Zuzug von Flüchtlingen in die Stadt begründet. Die Zahlen haben nun im Sozialbeirat des Hofer Stadtrats eine Diskussion ausgelöst.

"Bei den Jahrgängen bis zu fünf Jahren lebt jedes dritte, bei den älteren jedes vierte Kind in Armut - das ist alarmierend, wir sehen da dringenden Handlungsbedarf", sagte SPD-Fraktionsvorsitzende Eva Döhla. Sie hatte in der Vergangenheit schon mehrfach auf verschiedenen Plattformen alle Hofer aufgefordert, sich für dieses Thema einzusetzen - nun erneuerte sie ihren Wunsch, dass die Stadt hier auch mehr Haushaltsmittel als bislang zur Verfügung stelle. "Diese Kinder sind oft auf Jahre hinweg abgehängt, das kann ich so nicht stehen lassen!"

Das wolle ja auch keiner, betonte Bürgermeister Eberhard Siller. Doch würde erstens bereits viel für die Bildung aller Hofer Kinder getan: "Jede Schule hat mittlerweile Ganztagsangebote, wir lassen uns das Hunderttausende Euro im Jahr kosten." Der Schwerpunkt liege nun darin, dass die Flüchtlingsfamilien schnell und gut Deutsch lernten - dann bestehe auch eine gute Chance, dass sie eine Arbeit fänden.

Albert Rambacher, FAB, monierte, dass es doch so viele einfache Beschäftigungsverhältnisse für wenig Qualifizierte gar nicht gebe. "So einfach ist es nicht, einen Job zu finden!" Dem widersprach Siller: Die Gewerbesteuer sprudle, die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse steige: "Die Firmen suchen doch alle dringend Personal." Hof habe schon Zeiten mit mehr als zehn Prozent Arbeitslosigkeit erlebt, vor der Flüchtlingswelle seien es vier Prozent gewesen.

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Christoph Plass

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Veröffentlicht am:
06. 12. 2017
20:21 Uhr

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Christoph Plass

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06. 12. 2017
20:21 Uhr



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