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Hof

Klinik-Mitarbeiter kämpfen für mehr Lohn

Am Sana-Klinikum laufen die Tarifverhandlungen. Bislang gibt es kein Ergebnis. Deshalb rufen die Mitarbeiter am Montag zu einer "aktiven Mittagspause" auf.



Hof - Die Mitarbeiter des Sana-Klinikums in Hof kämpfen um mehr Lohn. Das geht aus einer Mitteilung von Verdi hervor. Derzufolge gilt für die über 1000 Beschäftigten der Konzerntarifvertrag der Sana AG. Nun ist die zweite Verhandlungsrunde abgeschlossen und es gibt noch immer kein Ergebnis. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert, dass die Beschäftigten im Sana-Klinikum - je nach Eingruppierung - zwischen sieben und 16 Prozent weniger verdienen als in einem Haus, welches zum öffentlichen Dienst gehört. Die Arbeitgeber hätten lediglich einen Vorschlag zur Neuregelung der Arbeitszeit vorgelegt, der nicht ernst zu nehmen sei, schreibt die Gewerkschaft. "Ein Teil der Beschäftigten soll ein Wahlrecht haben, wöchentlich 1,5 Stunden länger zu arbeiten, um im Jahr acht bis zehn zusätzliche freie Tage zu erhalten. Mathematisch gesehen würde solch eine Regelung Sana nichts kosten", schreibt Verdi.

Die Beschäftigten des Sana-Klinikums Hof haben vergangene Woche beschlossen, für den heutigen Dienstag von 12 bis 15 Uhr zu einer "aktiven Mittagspause" aufzurufen. Das Motto ist: "Wenn sich die Arbeitgeberseite nicht bewegt, gehen wir eisigen Zeiten entgegen." Christian Ketterl, Mitglied der Tarifkommission, sagt dazu: "Die Arbeitgeberseite muss sich bewegen. Wir fordern nur, was uns zusteht." Die Arbeitnehmer fordern sieben Prozent mehr Lohn, mindestens 200 Euro, 75 Prozent des durchschnittlichen Monatseinkommens als Sockelbetrag, 38,5 Stunden auch für die Beschäftigten in den neuen Bundesländern, ein Vergütungsniveau gleich dem des Tarifvertrags des öffentlichen Dienstes für alle Auszubildenden, eine Vorteilsregelung für Verdi-Mitglieder und die Anwendung einheitlicher Entgelttabellen und die Zahlung der Ergebnisabhängigen Vergütung (EAV) auch in den Rehakliniken.

Stefan Kimmel, Gewerkschaftssekretär von Verdi Bayern, sagt dazu: "Es ist ein Unding. Der Sana-Konzern hat die letzten Jahre Gewinne auf Kosten der Löhne und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten erwirtschaftet. Politisch gibt es nun mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz Möglichkeiten, die Pflege zu entlasten und Tariflöhne voll gegenzufinanzieren. Ich kann beim besten Willen die Haltung der Arbeitgeber nicht nachvollziehen."

Die "aktive Mittagspause" findet seitlich am Haupteingang statt. Neben der Begleitung durch einen bildhaften Eisstand, wird Verdi die Beschäftigten für den Fall, dass die dritte Verhandlungsrunde am 23. Mai keine echte Annäherung bringt, die Beschäftigten über ihre Streik-Rechte informieren.

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Veröffentlicht am:
20. 05. 2019
19:02 Uhr

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20. 05. 2019
19:02 Uhr



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