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Kreative im Netz

Freiberufler, Unternehmer und Künstler treffen sich in Helmbrechts zur Kreativ Lounge. Sie tauschen Ideen aus, bekommen Anregungen und knüpfen Kontakte.



Kennenlernen und Kontakte knüpfen in ungezwungener Athmosphäre - darum ging es bei der ersten Kreativ Lounge von Stadt und Landkreis im Helmbrechtser Textilmuseum. Foto: Klaus Klaschka
Kennenlernen und Kontakte knüpfen in ungezwungener Athmosphäre - darum ging es bei der ersten Kreativ Lounge von Stadt und Landkreis im Helmbrechtser Textilmuseum. Foto: Klaus Klaschka  

Helmbrechts - Mit einem kreativen Dreh eröffnete Landrat Dr. Oliver Bär die erste Kreativ-Lounge von Stadt und Landkreis Hof im Textilmuseum Helmbrechts. Durch Umdrehen der Stühle der vorderen Reihe des Auditorium, die in der Regel den Ehrengästen und Akteuren zugedacht sind, schuf er direkten Kontakt der Akteure zu den eigentlich Angesprochenen: den kreativ Tätigen in der Region Hof. Und genau darum ging es bei der Kreativ Lounge: Bei zwanglosem Treffen Freelancer, Einzelunternehmer und kleinere Teams untereinander mit den "Weichenstellern" zusammenzubringen.

Die Kreativ Lounge versteht sich als ein Vernetzungsangebot für alle Kultur- und Kreativschaffenden in der Region - egal ob sie ein bereits etabliertes Unternehmen haben, Neugründer oder Gründungsinteressierte sind.

Die Teilnehmer tauschten Ideen aus, bekamen kreative Anregungen und knüpften neue Kontakte, aus denen Kooperationen entstehen können. Gerade der letztgenannte Punkt sei für die Weiterentwicklung der Region Hochfranken bedeutsam, neben den bereits bestehenden produzierenden Unternehmen. Denn die Region habe Potenzial, das man zusammenbringen wolle.

Bereits etablierte Kultur- und Kreativschaffende aus der Region stellten ihre Projekte vor. Mit dabei war Manuel Hoffmann vom Kulturzentrum "Alte Filzfabrik", das als "Eventschmiede Hof" derzeit aus gebrauchten Containern Räume überwiegend für Musiker entwickelt. Auch Anny Gampert zeigte mit ihrem Statement Clothing, was im textilen Bereich möglich ist.

Zudem konnten sich die Teilnehmer von Experten der LfA-Förderbank, von BayernKreativ und zu Online-Themen von "Einstein1" sowie von der Wirtschaftsförderung der Stadt Hof und des Landkreises beraten lassen.

Inci Strauß stellte BayernKreativ vor, das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft, getragen vom bayerischen Wirtschaftsministerium. Das ist eine Anlaufstelle für alle Künstler, Kultur- und Kreativschaffenden in Bayern, das Können und Leistung auch wirtschaftlich zum Erfolg bringen will. "Einstein 1", das digitale Gründerzentrum Hof, das im Umfeld des Universitäts-Campus derzeit neu entsteht, ist eine Anlaufstelle für Startups (Unternehmens-Neugründungen). Das Gründerzentrum will durch Steuerung von Kontakten, Know-how und Motivation bei der Weiterentwicklung von Ideen und durch die Gründungsphase helfen.

Hermann Hohenberger, Leiter des Gründungszentrums, stellte Networking, das Zusammenbringen von Personen verschiedener Potenziale zu einem gemeinsamen Ziel, an einem Beispiel dar: Mittelloser aber talentierter Konditor, eine wohlhabende Tante und ein nicht mehr flüssiger Besitzer eines fast fertigen Anwesens tun sich zusammen. Es gehe nicht nur um den großen unternehmerischen Wurf, sondern um "Leute, die unterhalb des Radars großer Firmen etwas schaffen wollen und können."

In die gleiche Kerbe schlägt auch die KüKo - Künstlerkolonie Fichtelgebirge mit Sitz in Bad Berneck. Ein Sammelbecken für Kreative, " Fotografen, Musiker, Übersetzer, Texter, Maler und Grafiker", die nach der Devise "Raus aus dem Home-Office" variabel gemeinsame Projekte entwickeln und sich zudem um die Wiederansiedlung von Gewerben in Leerständen bemühen.

Die Themen Wandlung und Außenwirkung beschrieb auch Bernd Rössler von der Staatlichen Berufsfachschule für Produktdesign. Die Schule, ursprünglich zur Ausbildung von Kreativen für Rosenthal, hat sich mit dem Niedergang der Porzellanindustrie gewandelt. Nur noch drei Prozent der Absolventen gehen in die Keramikindustrie, 40 Prozent mittlerweile Richtung Automotive, 16 Prozent zur Werbung und neun Prozent machen sich selbstständig. Davon bleiben derzeit nur zehn Prozent in Hochfranken, zwei Prozent gehen ins Ausland.

Zwischen den Impulsvorträgen gab es Gelegenheit zum Smalltalk und Kontaktgespräch. Auch die Verköstigung war thematisch passend organisiert: Die "Burgerwehr", eine kreative Idee einer Hofer Metzgerei, bot in einem altehrwürdigen Truck Hamburger an.

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Klaus Kaschka

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Veröffentlicht am:
29. 09. 2017
20:24 Uhr

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Klaus Kaschka

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29. 09. 2017
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