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Hof

Sicherheit steht bei Großdemo im Fokus

Die AfD demonstriert, ein Dreiländer-Bündnis steht dagegen. Das führt zu einem Großeinsatz, den die oberfränkische und thüringische Polizei gemeinsam vorbereiten.



Das ehemals geteilte Dorf Mödlareuth steht als Symbol für die Trennung der beiden deutschen Staaten bis zur Wiedervereinigung 1989.	Foto: Thomas Neumann
Das ehemals geteilte Dorf Mödlareuth steht als Symbol für die Trennung der beiden deutschen Staaten bis zur Wiedervereinigung 1989. Foto: Thomas Neumann  

Mödlareuth - Die AfD hat - wie bereits kurz gemeldet - am Sonntag zu einer Demonstration am selbst ernannten "Tag der Patrioten" eingeladen. Ein breites Aktionsbündnis hält dagegen. Für die Polizei-Inspektionen in Hof sowie im Saale-Orla-Kreis gibt es zur Sicherung der Veranstaltungen viel zu tun. Thomas Lenk, Chef der Polizei in Schleiz, steht in Kontakt mit seinen Kollegen der Hofer Polizei. Hier ist Thomas Brendel als Einsatzleiter für einen reibungslosen Verlauf der beiden Demonstrationen verantwortlich.

Die AfD nennt den 17. Juni, den Tag des Volksaufstands vor 65 Jahren in der DDR, den "Tag der Patrioten". Dafür hat die Alternative für Deutschland für eine Kundgebung am Sonntag einen symbolträchtigen Ort ausgewählt. In einer Mitteilung schreibt Georg Hock aus Kulmbach, der zum Landesvorstand der Partei gehört: "Die Erinnerung an den 17. Juni als Gedenktag für den blutig niedergeschossenen Volksaufstands in der DDR im Jahr 1953 muss erhalten bleiben, deshalb haben wir diesen Ort für unsere Veranstaltung ausgewählt." Hock schreibt weiter, dass die AfD bei dieser Veranstaltung an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Hof in Bayern und dem Saale-Orla-Kreis in Thüringen Björn Höcke als Redner gewonnen habe. Neben dem AfD-Landeschef aus Thüringen wirbt die AfD für die Demonstration in Mödlareuth mit weiteren Redebeiträgen von Christiane Christen, Dr. Christian Baum, Christian Klingen, Georg Hock und Benjamin Note sowie Holger Winterstein. Auch in den sozialen Medien werben die AfDler mit markigen Worten für die Demonstration im Landkreis Hof. "Packt die Deutschlandfahnen als Symbol für die Wiedervereinigung ein und kommt nach Mödlareuth."

15 Organisationen aus Bayern, Sachsen und dem Saale-Orla-Kreis wollen der AfD an diesem Tag eine "Dreiländereck-Begegnung" entgegensetzen. Bereits eine Stunde vor dem Start der AfD-Kundgebung beginnt um 11 Uhr eine Gegenveranstaltung: Ein breites Bündnis, genannt Dreiländer-Bündnis, ruft dazu auf, in Mödlareuth für die Demokratie einzutreten: "Gemeinsam setzen wir uns ein für einen sorgsamen, ehrlichen Umgang mit der Geschichte und dem Leid, das Grenzen in der Vergangenheit verursacht haben und auch heute noch verursachen", heißt es in einer Mitteilung, die Nanne Wienands unterzeichnet hat. Die Mitglieder der Initiative seien empört, dass die AfD und andere extreme Rechte die deutsch-deutsche Geschichte für ihre politischen Zwecke instrumentalisierten. Zum Dreiländer-Bündnis gehören untere anderem die SPD, die Linke, die "Vereinigung der Verfolgten des Naziregmimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten". Sie rufen dazu auf, nach Mödlareuth zu kommen, um gegen die Veranstaltung der AfD Flagge zu zeigen.

"Ich gehe davon aus und hoffe, dass es am Sonntag friedlich bleibt", sagt der Töpener Bürgermeister Klaus Grünzner im Gespräch mit der Frankenpost. "Es wird funktionieren, wenn alle ihre Argumente auf der sachlichen Ebene austauschen."

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Lothar Faltenbacher

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Veröffentlicht am:
13. 06. 2018
19:28 Uhr

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13. 06. 2018
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