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Hof

Viel Zustimmung für Ideen für Hofer Wochenmarkt

Im Winter ziehen die Buden probeweise vom Maxplatz an die Ludwigstraße. Das soll mehr Passanten anlocken.



Der Hofer Wochenmarkt soll attraktiver werden. Archiv-Foto: Thomas Neumann
Der Hofer Wochenmarkt soll attraktiver werden. Archiv-Foto: Thomas Neumann  

Hof - Der Hofer Wochenmarkt muss ebenso kämpfen wie viele Einzelhändler in der Hofer Innenstadt. Viele Menschen zieht es für den Einkauf von Obst und Gemüse in die Supermärkte, auch die Zahl der Fieranten nimmt ab. Nun will man den Hofer Wochenmarkt wieder mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken und hat ein ganzes Bündel an Maßnahmen geschnürt. Wie berichtet, hat der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am Montagabend ein Gesamtkonzept für den Hofer Wochenmarkt beschlossen. Ein solches Konzept hatte vor eineinhalb Jahren die CSU-Fraktion gefordert.

Wie berichtet, soll dabei im Winter der Wochenmarkt vom Maxplatz weg hinauf an die Ludwigstraße rücken: Vorerst probeweise werden also die Buden im kommenden Winter auf dem Platz vor der Michaeliskirche und vorm Rathaus gruppiert. Ziel ist, den Markt sichtbarer zu machen, auch für den Durchgangsverkehr, wie Stadtdirektor Franz Pischel erklärte. Die Verlegung an die Ludwigstraße bietet sich aus Sicht der Stadtverwaltung an, weil in den Wintermonaten nicht ganz so viele Händler den Markt beschicken - und weil hier durch den Christbaumverkauf vor Weihnachten bereits Betrieb herrscht, wie Franz Pischel auf Nachfrage dazu erklärte. Für die Verkehrssicherheit der Fußgänger beim Wechseln der Straßenseite sorgt der Zebrastreifen an dieser Stelle. "Es ist erst mal ein Versuch", erklärt Pischel. Im Frühjahr will man Bilanz ziehen.

Wie berichtet, gehören zum neuen Konzept auch einige Werbemaßnahmen. So soll der Wochenmarkt auf ganz unterschiedlichen Plattformen im Internet beworben werden sowie auch im Stadtbild selbst, etwa durch Flyer und Plakate und durch geschmückte Marktkarren. Auch die beliebten Themenmärkte und besondere Aktionen wie die Ostereiersuche oder Parkrabatt für Stammkunden will man weiter anbieten und noch ausbauen. Die Händler bekommen Aufsteller, auf denen sie ihre Angebote bewerben können, und die Marktbesucher können ihre Einkäufe in speziell bedruckten Stofftaschen verstauen oder sich an einem Regentag für ihren Bummel über den Markt einen Schirm ausleihen.

Im Gremium kamen die Vorschläge, die nach dem Antrag der CSU in den vergangenen eineinhalb Jahren gemeinsam mit dem Marktbeirat besprochen wurden, gut an: "Das gefällt uns sehr gut - ganz großes Kino", resümierte CSU-Fraktionschef Wolfgang Fleischer, dem es besonders die geplanten Marktkarren angetan haben, die von der Jugendwerkstatt angefertigt werden sollen.

SPD-Stadtrat Dr. Jürgen Adelt, langjähriges Mitglied im Marktbeirat, erinnerte daran, dass man über die Jahre immer wieder Maßnahmen ergriffen hat, um den Markt attraktiver zu machen - von der Auswahl der Wochentage über die Eröffnung des Markstübchens bis hin zur nun geplanten winterlichen Verlegung an die Ludwigstraße. "Das Einkaufsverhalten der Menschen verändert sich", sagte Adelt: "Der Markt hat schon lange seine Versorgungsaufgabe verloren." Auch Obst- und Gemüsehändler seien immer schwerer zu finden. Viele Direktvermarkter aus der Region setzen laut Adelt lieber auf eigene Hofläden. Punkten könne ein Markt aber als Treff- und Anziehungspunkt - weshalb Adelt dazu riet, in den Sommermonaten wieder ganz auf den Maxplatz zurückzukehren: "Dann hat auch das Marktstübchen wieder offen."

Auch FAB-Fraktionschefin Gudrun Bruns stimmte dem Konzept zu - ihr fehlte aber in der Auflistung der Maßnahmen der stärkere Fokus auf regionale Produkte aus dem Frankenland. Andrea Hofmann

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Veröffentlicht am:
02. 07. 2019
17:54 Uhr

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02. 07. 2019
17:54 Uhr



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