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Hof

"Was gibt uns die Schule für das Leben mit?"

Der Verein Inklusion Hochfranken zeigt heute den Film "Kinder der Utopie". Er schildert, wie die Generation Y die Inklusion lebt, sagt Vorsitzender Pablo Schindelmann.



Interview: Pablo Schindelmann, Vorsitzender des Vereines Inklusion Hochfranken
Interview: Pablo Schindelmann, Vorsitzender des Vereines Inklusion Hochfranken  

Herr Schindelmann, worum geht es in dem Film "Kinder der Utopie"?

Die Vorstellung

Am heutigen Mittwoch läuft der Film "Kinder der Utopie" um 19 Uhr im Central-Kino in Hof.

Der Verein Inklusion Hochfranken lädt zu dem Film ein gemeinsam mit den Offenen Hilfen der Diakonie Hochfranken, der Lebenshilfe Stadt und Landkreis Hof, der Hofer Behinderten-Szene HoBS und dem Bayerischen Lehrerverband.

 

Es geht um sechs junge Erwachsene, drei mit und drei ohne Behinderung, die zusammen in eine Projektschule gegangen sind. Zwölf Jahre nach ihrer Grundschulzeit treffen sie sich wieder und sprechen über ihre Erfahrungen und Lebenswege.

 

 

Welche Aspekte stehen im Vordergrund?

Es wird hinterfragt, was die Schule für das Leben mitgibt. Nach dem Film wird es eine Diskussion geben. Wir werden uns fragen, wie Stärkere und Schwächere in der Gesellschaft kooperieren können oder welchen Stellenwert das soziale Lernen im Vergleich der Wissensvermittlung hat. Und: Welche Einschätzungen haben Eltern und Lehrkräfte?

 

Wie verläuft die Begegnung im Film?

Die jungen Leute stellen fest, dass die gemeinsame Schulzeit sie geprägt hat. In dem Film erlebt man auch, wie die Generation Y, die im Zeitraum der frühen 1980er- bis zu den späten 1990er-Jahren geboren wurde, die Inklusion heute lebt. Ich gehöre der Generation an, die dieser Lernerfahrung beraubt ist.

 

Funktioniert Inklusion heute bei uns in der Region besser als früher?

Ich finde schon. Trotzdem merken wir, dass die Leistungstrennung mit dem Wechsel in weiterführende Schulen beginnt. Zudem beobachte ich unterschiedliche Akzeptanz - abhängig von der Form der Beeinträchtigung. Unsere Tochter zum Beispiel ist motorisch eingeschränkt. Sie hat oft Glück und wird schnell akzeptiert. Wie ist das aber, wenn jemand stottert? Die Gesellschaft muss sich also fragen, wie sie mit Andersartigkeit umgeht und inwiefern wir einander akzeptieren.

 

Wie sieht das Miteinander in Hof aus?

Es gibt viele Einrichtungen, in denen Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Merkmalen gut miteinander auskommen. Vermeiden sollten wir, dass einzelne Schulen zu viele Inklusionsfälle bekommen und andere Schulen fast keine. Hier sind einzelne Lehrkräfte bei der Inklusion extrem gefordert. Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

 

Wie kam es dazu, dass der Film in Hof gezeigt wird?

Das ist ein bundesweiter Aktionsabend, der im Rahmen des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung abläuft, der am 5. Mai war. 160 Städte präsentieren an diesem Mittwoch den Film. Er ist wichtig, denn Inklusion wird immer wieder infrage gestellt - obwohl es seit zehn Jahren den Rechtsanspruch darauf gibt.

Autor

Julia Ertel
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
14. 05. 2019
18:30 Uhr

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Autor

Julia Ertel

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
14. 05. 2019
18:30 Uhr



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