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Kulmbach

21 Brandeinsätze in einem Jahr

Die Feuerwehr Himmelkron muss nach wie vor häufig ausrücken. In zwei Jahren bekommt sie ein neues Fahrzeug.



Staatliche Ehrungen bei der Freiwilligen Feuerwehr Himmelkron: Unser Bild zeigt (von links) Kommandant Sebastian Laschka, Vorsitzenden Stefan Fiolka, Bürgermeister Gerhard Schneider, Kreisbrandinspektor Fritz Weinlein, Andreas Orleth, den stellvertretenden Landrat Jörg Kunstmann, Markus Joseph und Kreisbrandmeister Reiner Bär. Foto: Werner Reißaus
Staatliche Ehrungen bei der Freiwilligen Feuerwehr Himmelkron: Unser Bild zeigt (von links) Kommandant Sebastian Laschka, Vorsitzenden Stefan Fiolka, Bürgermeister Gerhard Schneider, Kreisbrandinspektor Fritz Weinlein, Andreas Orleth, den stellvertretenden Landrat Jörg Kunstmann, Markus Joseph und Kreisbrandmeister Reiner Bär. Foto: Werner Reißaus  

Himmelkron - Die Freiwillige Feuerwehr Himmelkron zählt mit zu den Wehren im Landkreis Kulmbach, die die meisten Einsätze im vergangenen Jahr zu bewältigen hatte. 2017 waren es insgesamt 55. Darunter waren 29 technische Hilfeleistungen und 21 Brandeinsätze. Die Einsatzzahlen lagen, wie Kommandant Sebastian Laschka in der Jahreshauptversammlung aufzeigte, auch schon deutlich höher. So kam die Wehr im Jahr 2013 sogar auf 97 Einsätze. Das staatliche Ehrenzeichen in Silber erhielten aus der Hand von stellvertretendem Landrat Jörg Kunstmann die Aktiven Markus Joseph und Andreas Orleth, die beide seit 25 Jahren aktiven Dienst in der Feuerwehr Himmelkron leisten.

Vorsitzender Stefan Fiolka berichtete, dass die Feuerwehr Himmelkron derzeit 164 Mitglieder zähle und die Jugendgruppe drei neue Mitglieder für die Arbeit in der Feuerwehr gewinnen konnte. Die Wehr war wiederum am Himmelkroner Straßenfest beteiligt und brannte ein Sonnwendfeuer ab. Der Dank des Vorsitzenden galt hier den Wehren von Gössenreuth und Lanzendorf für die Übernahme des Brandschutzes in dieser Nacht. Mit einer Arbeitsgruppe wurde der notwendige Anbau an das Feuerwehrgerätehaus geplant und mit der Gemeinde Himmelkron zur Umsetzung besprochen.

Einen umfangreichen Bericht legte Kommandant Sebastian Laschka vor. Die gemeldete Alarmstärke wurde bei den Einsätzen in 93 Prozent der Fälle erreicht. Die Einsatzzeiten waren 36 Mal tagsüber und 18 Mal in der Nacht. Mit dem schweren Atemschutz wurden acht Einsätze bewältigt. Ebenso acht Einsätze waren es mit dem Spreizer und dem Schneidgerät. Dabei konnten 15 Personen gerettet und versorgt werden. Die Stundenleistung bezifferte der Kommandant bei den Übungen und Diensten auf 1048 und bei den Ernstfällen auf 654. Die Wehr verfügt gegenwärtig mit der Jugend über 54 Aktive. Beschafft wurden 2017 ein Schlauchbindegerät und Schutzanzüge im Wert von über 6000 Euro, die aber erst heuer ausgeliefert werden. Hinzu kommen zwei explosionsgeschützte Knickkopflampen, 40 B-Schläuche und 15 C-Schläuche im Wert von 4500 Euro für die Feuerwehr Himmelkron.

Mit den Aktiven wurden 23 Übungen veranstaltet, die Leistungsprüfung Wasser wurde mit drei Gruppen absolviert und für die Neumitglieder wurde eine Intensivschulung angeboten. Kommandant Sebastian Laschka sprach noch die Arbeitsgruppen für den Anbau an das Gerätehaus und die Beschaffung des Löschfahrzeuges HLF 20 an. Baubeginn am Gerätehaus ist voraussichtlich im März/April 2018 und das neue Tanklöschfahrzeug mit Kosten von rund 420 000 Euro soll im Frühjahr 2020 in Dienst gestellt werden. Als neue Kameradinnen hieß der Kommandant Daniela Lieberwirth und Stefanie Pochanke willkommen. Für zehn Jahre aktive Feuerwehrdienstzeit wurde Manuel Frühholz ausgezeichnet. Für 30 Jahre wurden Reiner Bär, Markus Förster, Holger Miller, Raimund Oetter und Nicolai Wolfrum geehrt.

Stellvertretender Jörg Kunstmann sagte in seinem Grußwort: "Ich habe in den vergangenen Jahren bei den Feuerwehren unheimlich viel gelernt. Wenn wir euch nicht hätten, müssten wir für mehr oder weniger alles professionelle Kräfte bezahlen, aber das wäre überhaupt nicht möglich und wir müssten die Feuerwehren neu erfinden."

Auch Bürgermeister Gerhard Schneider stellte die Bedeutung der Feuerwehren heraus und dankte der Himmelkroner Wehr für die 1725 ehrenamtliche Einsatzstunden im zurückliegenden Jahr. Schneider erwähnte auch die Weichenstellungen im Gemeinderat für den Anbau an das Feuerwehrgerätehaus und die gemeinsame Ausschreibung eines neuen Tanklöschfahrzeuges mit der Gemeinde Neuenmarkt im Frühjahr 2018.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
03. 01. 2018
00:00 Uhr

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Werner Reißaus

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Veröffentlicht am:
03. 01. 2018
00:00 Uhr



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