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Kulmbach

50 Helfer wachen über die Wasserratten

Der Spaß an der Bewegung im Wasser steht im Vordergrund beim 24-Stunden-Schwimmen im Kulmbacher Hallenbad. Am Wochenende hat es die DLRG zum 21. Mal organisiert.



Gehören mit zum Helferteam: (von links) Marie Schuberth, Maria Eberhardt und Mona Schuberth.	Fotos: Gabriele Fölsche
Gehören mit zum Helferteam: (von links) Marie Schuberth, Maria Eberhardt und Mona Schuberth. Fotos: Gabriele Fölsche   » zu den Bildern

Kulmbach - Was für ein Gewusel in den Bahnen im Kulmbacher Hallenbad. Alle fünf Bahnen sind gut belegt. Zwei sind für Sportschwimmer reserviert, zwei für Familien und dann gibt es noch eine Freizeitbahn, so dass jeder ungehindert in seinem eigenen Tempo Bahn um Bahn ziehen kann, ohne einen anderen zu behindern. An der Stirn der Halle sitzen zahlreiche Helfer und zeichnen gewissenhaft die Strecke auf, die jeder einzelne Teilnehmer hinter sich bringt.

Das sei nicht immer ein leichtes Unterfangen, sagt die technische Leiterin der DLRG Ortsgruppe Kulmbach, Nadine Reif, die schon zum 13. Mal Helferin ist. "Als Bahnenzähler muss man schon aufmerksam sein, vor allem dann, wenn mehrere Schwimmer die gleiche Bademütze haben. Das ist oft bei den Vereinen der Fall", erzählt die 27-Jährige. Ab und zu gibt es auch über die zurückgelegte Strecke Diskussionen. "Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass der ein oder andere Teilnehmer in seine Streckenuhr, die er am Arm trägt, 50 Meter pro Bahn eingegeben hat, anstatt die tatsächliche Länge von 25 Metern", erinnert sich die junge Frau.

Geklärt habe sich letztlich am Ende alles zur beiderseitigen Zufriedenheit, sagt Nadine Reif und lacht. Die Rechtsreferendarin ist bereits seit 20 Jahren Mitglied der DLRG. Neben ihrer Tätigkeit als technische Leiterin ist sie auch stellvertretende Jugendleiterin sowie Rettungsschwimmerin und Schnorcheltaucherin. Sie freut sich, dass an diesem Wochenende so viele Ehrenamtliche mithelfen, damit auch dieses Mal die Breitensportveranstaltung zum Erfolg wird: "Unsere Helfer sind zwischen zwölf und 60 Jahre alt", sagt sie.

Während die einen die Bahnen zählen, kümmern sich andere um die Registrierung der Schwimmer und die Einteilung auf den Bahnen. Andere wiederum haben ein waches Auge als Badeaufsicht auf das Becken: "Die Jugendlichen sind unsere Läufer, sie bringen die Teilnehmerkarten vom Eingangsbereich in die Halle zu den Bahnenzählern", erklärt sie. Aber auch, dass die Urkunden zeitnah ausgedruckt werden müssen, so dass bis um 13 Uhr zur Siegerehrung jeder Teilnehmer seine Urkunde in den Händen hält. "Schwimmen viele Teilnehmer bis zum Ende der Veranstaltung am Sonntag um 12 Uhr, haben die Leute am PC ganz schön Hektik. Auch ist mancher Name kaum zu entziffern, wenn die Teilnehmerkarten nicht leserlich ausgefüllt wurden", erzählt Nadine Reif von den kleinen Problemchen bei der Durchführung.

Aus Sicherheitsgründen und nicht zuletzt wegen des Urteils zum tödlichen Badeunfall in Himmelkron haben die Veranstalter ein besonders waches Auge auf das Schwimmvermögen der jungen Teilnehmer. "Ein Kind muss sich schon mindestens 50 Meter sicher über Wasser halten können. Ansonsten haben wir das Planschbecken, da sind die Kleinen besser aufgehoben. Oder eben beim Spielmobil", sagt die 27-Jährige.

Neben den weiteren Helfern ist heute auch die 13-Jährige Maria Eberhardt aus Kulmbach eine fleißige Helferin und schon zum zweiten Mal dabei. "Mir gefällt es einfach mitzuhelfen. Ich bin heute bei der Anmeldung tätig, helfe beim Zählen und bin für die Badeaufsicht eingeteilt", erzählt das Mädchen, das bereits das Rettungsschwimmerabzeichen in Bronze hat. Um beim Zählen der Bahnen keinen Fehler zu machen, baut sich die 13-Jährige Eselsbrücken: "Ich schreibe mir dann zum Beispiel schwarzer Badeanzug oder irgendwelche andere Merkmale auf die Karte", sagt sie und lacht.

Mona Schuberth hat ebenfalls schon das bronzene Abzeichen. : "Ich bin im allgemeinen gerne bei der DLRG und das Helfen macht mir Spaß", sagt die 14-Jährige. Ihre Schwester Marie Schuberth, die ebenfalls ehrenamtlich aktiv ist, wird selbst noch schwimmen: "Ich habe mir zehn Kilometer vorgenommen", sagt die Elfjährige. Nachdem alle drei Mädchen noch zu jung sind, werden sie nicht wie andere im Hallenbad übernachten. "Das möchten wir aber auch mal, das wäre ein tolles Erlebnis", sagen sie unisono.

Vorsitzender Marco Dörfler schaut am Samstag um 14 Uhr zufrieden über das Becken, dessen Bahnen voll sind und wo sich am Rand noch weitere zahlreiche Teilnehmer tummeln, die gerade eine Pause einlegen. "Der Besuch ist wieder toll", freut er sich.

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Gabriele Fölsche
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Veröffentlicht am:
17. 03. 2019
18:16 Uhr

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Gabriele Fölsche

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17. 03. 2019
18:16 Uhr



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