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Kulmbach

Alte Brücke sorgt für neuen Ärger

Über 20 000 Euro soll die Sanierung der alten Bahnbrücke zwischen Schlömen und Himmelkron kosten. Eine Investition, mit der in Neuenmarkt nicht alle einverstanden sind.



Die Kosten für die Sanierung der Brücke an der früheren Bahnstrecke von Schlömen nach Himmelkron werden auf 21 400 Euro geschätzt. Ein Zug fährt auf der bereits stillgelegten Bahnstrecke schon lange nicht mehr - nur ein Signal, wenige Meter hinter der Brücke, erfüllt noch seine Funktion. Foto: Werner Reißaus
Die Kosten für die Sanierung der Brücke an der früheren Bahnstrecke von Schlömen nach Himmelkron werden auf 21 400 Euro geschätzt. Ein Zug fährt auf der bereits stillgelegten Bahnstrecke schon lange nicht mehr - nur ein Signal, wenige Meter hinter der Brücke, erfüllt noch seine Funktion. Foto: Werner Reißaus  

Neuenmarkt - In der jüngsten Gemeinderatssitzung gab Neuenmarkts zweiter Bürgermeister Alexander Wunderlich (CSU/WG) das Ergebnis der Brückenuntersuchungen durch das Büro "I-Plan" aus Kulmbach bekannt. Die Experten hatten ermittelt, dass die Sanierung der Brücke an der "Schlömer Kurve" 4100 Euro kosten würde, die der Brücke in Schlömen an der früheren Bahnstrecke nach Himmelkron 21 400 Euro und die der "Steinernen Brücke" in Neuenmarkt 62 000 Euro. Die Kosten sollen im Haushalt 2019 Berücksichtigung finden.

Gemeinderat Alfred Faßold (SPD-Offene Liste) ärgerte sich über die geplante Sanierung der Brücke in Schlömen, die er für einen "Schmarrn" hält: "Das Geld können wir uns sparen. Es wäre Blödsinn, hier zu investieren, nur weil die Verwaltung der Deutschen Bahn nicht in die Gänge kommt und die Altlasten beseitigt." Faßold schlug vielmehr vor, das Brückenbauwerk abzureißen und eine höhengleiche Überfahrt mit Abraummaterial kostengünstig zu schaffen.

Die Teilnahme der Gemeinde Neuenmarkt am Niederschlagsabflussmodell der Intergrierten Ländlichen Entwicklung Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland ist beschlossene Sache. Wie Wunderlich bekanntgab, wurde der Ortsteil Schlömen mit dem Laubenbach für dieses Vorhaben bereits angemeldet.

In der letzten ILE-Sitzung wurden die Planungskosten für die insgesamt elf beteiligten Kommunen auf rund 300 000 Euro geschätzt. Das Niederschlagsabflussmodell soll mit 75 Prozent über das Amt für Ländliche Entwicklung gefördert werden. Für die Gemeinde Neuenmarkt liegt die Kostenbeteiligung damit bei knapp 5000 Euro.

Wie Wunderlich berichtete, hat sich die Lenkungsgruppe aufgrund des häufigen Hochwassers dazu entschieden, eine professionelle Gefährdungsbetrachtung einzuholen: "Damit wäre es den Kommunen in Zukunft möglich, die Schäden durch gezielte Maßnahmen zu minimieren." Das erste Gespräch mit den Vertretern des Wasserwirtschaftsamts in Hof ergab, dass sich für solch eine Gefährdungsbetrachtung ein Niederschlagsabflussmodell eignet - mit dem Einzugsgebiet "Weißer Main" von der Quelle bis nach Kauerndorf. Dieses Einzugsgebiet ist nahezu deckungsgleich mit der Fläche des ILE-Gebiets "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland".

An dem Projekt beteiligten sich Bad Berneck, Bindlach, Goldkronach, Harsdorf, Himmelkron, Ködnitz, Marktleugast, Marktschorgast, Neuenmarkt, Stammbach und Trebgast. Im Vorfeld wurden beispielsweise neuralgische Punkte bei den elf Kommunen abgefragt. Für die Umsetzung wird die Gemeinde Ködnitz als Leitkommune fungieren und das Verfahren zusammen mit ILE-Managerin Annabelle Ohla betreuen.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
08. 01. 2019
17:46 Uhr

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08. 01. 2019
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