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Kulmbach

Bierwoche: In der Nacht fliegen Fäuste und Krüge

Auch am letzten Bierfest-Wochenende haben meist betrunkene Störenfriede der Polizei wieder viel Arbeit gemacht. Die Arrestzellen waren nach Mitternacht gut gefüllt.



Mehr als hunderttausend Besucher feierten auch in diesem Jahr mit viel Spaß und friedlich die Kulmbacher Bierwoche. Einige wenige schauen dabei aber viel zu tief ins Glas und werden aggressiv. Das ruft immer wieder die Polizei auf den Plan und macht den Beamten viel Arbeit. Foto: Stadt Kulmbach
Mehr als hunderttausend Besucher feierten auch in diesem Jahr mit viel Spaß und friedlich die Kulmbacher Bierwoche. Einige wenige schauen dabei aber viel zu tief ins Glas und werden aggressiv. Das ruft immer wieder die Polizei auf den Plan und macht den Beamten viel Arbeit. Foto: Stadt Kulmbach  

Kulmbach - Der Freitag ließ mit nur wenigen Vorfällen Hoffnungen wachsen. Doch daraus Schlüsse auf einen ebenfalls ruhigen Samstag zu ziehen, wäre falsch gewesen. Die Polizei hatte, vor allem nach der offiziellen Schließung des Stadels auf dem EKU-Platz im Umfeld und auch wieder in der Oberen Stadt jede Menge zu tun. Der wohl schwerwiegendste Zwischenfall: Ein Mann schlug einem Kontrahenten einen Maßkrug über den Kopf und verletzte ihn dabei so schwer, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. "Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen herrschte am zweiten Bierfestsamstag ein sehr hohes Besucheraufkommen", heißt es im Bericht der Kulmbacher Polizei. Die Beamten berichten, dass sowohl sie als auch die Unterstützungskräfte von der Bereitschaftspolizei aus Würzburg bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags beschäftigt waren.

Nachdem die Nachmittagsstunden eher ruhig verliefen, begann nach Einbruch der Dunkelheit die Arbeit für die Sicherheitskräfte. Gegen 21.40 Uhr stoppten Beamte der Bundespolizei einen Fahrradfahrer, der ausgesprochen wackelig auf seinem Drahtesel unterwegs war. Der Grund hierfür war schnell gefunden: Der Radler konnte einen Alkoholwert von knapp zwei Promille vorweisen. Er musste sich einer Blutentnahme unterziehen und sich wegen Trunkenheit im Verkehr vor der Justiz verantworten und dürfte nun auch gelernt haben, dass es für Fahrradfahrer ebenfalls Promillegrenzen gibt.

 

Mit Krug zugeschlagen: Zu fortgeschrittener Stunde blieben schließlich auch tätliche Auseinandersetzungen am Samstagabend nicht aus. Kurz nach Mitternacht gerieten im Grünzug zwei Männer in Streit, in dessen Verlauf ein 33-jähriger Kulmbacher zunächst einen Faustschlag ins Gesicht und anschließend, als er versuchte, vor seinem Angreifer zu flüchten, auch noch einen Schlag mit einem Maßkrug gegen den Kopf erlitt. Er musste vom Rettungsdienst versorgt und aufgrund seiner Verletzungen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Der Maßkrug-Schläger musste eine Blutentnahme über sich ergehen lassen, ihn erwartet ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

 

Faustkampf: Gegen 2 Uhr gerieten wiederum im Grünzug zwei Kulmbacher aneinander und teilten gegenseitig Faustschläge aus. Beide erlitten leichte Verletzungen und müssen jeweils mit einem Strafverfahren rechnen.

Sämtliche übrigen "Meinungsverschiedenheiten" konnten dank des raschen Einschreitens von Sicherheitsdienst und Polizei geklärt werden, bevor es zu Straftaten kam, berichtet die Polizei. Dabei blieb es jedoch nicht aus, dass einzelne uneinsichtige Festbesucher mit polizeilicher "Unterstützung" das Festgelände verlassen und zumindest einen Teil ihres konsumierten Festbieres in der Ausnüchterungszelle verdauen mussten.

 

Nachts im Freibad: Glücklicherweise ohne Verletzte verlief ein Einsatz gegen 2 Uhr morgens auf dem Freibadgelände. Ein aufmerksamer Passant hatte der Polizei mitgeteilt, dass mehrere Personen den Zaun des Schwimmbades überstiegen hätten. Als die Einsatzkräfte eintrafen, befand sich niemand mehr im Freibad. Die Polizei traf aber eine Gruppe junger Leute, überwiegend aus dem Vogtland- und Erzgebirgskreis, auf dem Parkplatz an. Da eine 24-Jährige aus der Gruppe beim Erscheinen der Polizei lediglich mit einem Handtuch bekleidet war, war jedes Leugnen der vorangegangenen Ereignisse zwecklos. Es erfolgte eine eindringliche Belehrung, außerdem steht ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs im Raum.

 

Ruhiger Freitag: Obwohl der Stadel auch am Freitag voller Menschen war, verlief das Kulmbacher Bierfest am Freitag aus Sicht der Polizei relativ ruhig. Einige Zwischenfälle gab es aber dennoch.

 

Noch ein Bierkrug: Gegen 20.45 Uhr mussten die Beamten lediglich eine gefährliche Körperverletzung aufnehmen. Ein 21-jähriger Kulmbacher lief gerade nach Hause, als er auf zwei männliche Passanten traf und sie anpöbelte. Im Verlauf des Streites kam es zu einer tätlichen Auseinandersetzung, bei der der Kulmbacher mit einem Bierkrug auf einen der Kontrahenten einschlug. Er musste daraufhin selbst mehrere Faustschläge ins Gesicht einstecken. Beide Personen erlitten dabei glücklicherweise nur leichte Verletzungen im Gesicht und kamen mit dem BRK ins Klinikum Kulmbach zur weiteren Behandlung, teilt die Polizei mit.

 

Rechte Parolen: Zwei männliche Bierfestbesucher wurden von der Polizei kontrolliert, weil sie vor den Augen der Beamten lautstark rechtsextreme Äußerungen von sich gaben. Die beiden müssen sich nun auf ein Verfahren einstellen.

Ein 31jähriger Festbesucher pöbelte mehrere Besucher auf dem Gelände des Bierfestes an. Der Aufforderung der Security, das Gelände zu verlassen, kam er zunächst nicht nach und musste von den Sicherheitskräften aus dem Stadel geführt werden. Nachdem er sich auch gegenüber der angeforderten Streife uneinsichtig zeigte, wurde er in Sicherheitsgewahrsam genommen und verbrachte die Nacht bei der Polizei.

 

Wildpinkler: Eine Anzeige wegen Urinierens in der Öffentlichkeit erwartet einen 24-jährigen Würzburger. Er wurde dabei beobachtet, wie er auf die an der Stadthalle geparkten Polizeifahrzeuge seine Notdurft verrichtete.

 

In die Zelle: Die Polizeiinspektion Kulmbach wurde am Abend zusätzlich durch Kräfte der Bereitschaftspolizei Nürnberg unterstützt. Diese mussten aber nur selten eingreifen. Sie mussten den einen oder anderen Streit schlichten und wurden ein paar Mal zur Personalienfeststellung herbeigerufen. Zudem sprachen sie einem Festbesucher einen Platzverweis aus. Als sich dieser kurze Zeit jedoch wieder auf dem Festgelände aufhielt, wurde er erneut aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Da er dieser wiederholten Aufforderung aber wieder nicht nachkam, musste er die Nacht in der Zelle verbringen, teilt die PI Kulmbach mit.

 

Autor

Melitta Burger
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Veröffentlicht am:
04. 08. 2019
13:46 Uhr

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Melitta Burger

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Veröffentlicht am:
04. 08. 2019
13:46 Uhr



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