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Kulmbach

Bis Sandreuth und nicht weiter

Wer ab Montag von Harsdorf aus nach Ramsenthal will, muss Umleitungen in Kauf nehmen. Die Straße wird für vier Millionen Euro saniert.



Auf Höhe der Zimmerei Lauterbach in Sandreuth erfolgt ab kommenden Montag die Vollsperrung der Staatsstraße 2183 bis Ramsenthal.
Auf Höhe der Zimmerei Lauterbach in Sandreuth erfolgt ab kommenden Montag die Vollsperrung der Staatsstraße 2183 bis Ramsenthal.   Foto: Werner Reißaus

Harsdorf/Ramsenthal - Am kommenden Montag, 8. Juli, geht es mit dem Ausbau der Staatsstraße 2183 vom Ortsende Ramsenthal bis zum Bahnübergang bei Harsdorf los. Auch die Einmündung der Kreisstraße KU 14 nach Pechgraben wird umgebaut.

Am Mittwochabend wurden interessierte Bürger vom Staatlichen Bauamt Bayreuth in der "Tanne" umfassend über die anstehenden Arbeiten und die notwendigen Umleitungsstrecken informiert. Laut Baudirektor Siegfried Beck soll die Ausbaumaßnahme, für die bereits seit Mitte 2017 das Baurecht vorliegt, in zwei Bauabschnitten realisiert werden. Beck: "Wir wollen diesen Streckenabschnitt in einen besseren Zustand versetzen. Aber sie wissen alle, wo gehobelt wird, fallen Späne und wer arbeitet, braucht Platz."

Wie der Baudirektor weiter ausführte, sind alle bauvorbereitenden Maßnahmen auf der Grundlage des Planfeststellungsbeschluss durchgeführt und abgeschlossen. Im Zuge der öffentlichen Ausschreibung konnte sich die Firma Rädlinger Straßen- und Tiefbau GmbH, aus Selbitz gegenüber den anderen Bewerbern durchsetzen und wird jetzt am Montag mit dem Streckenabschnitt zwischen Sandreuth und Ramsenthal beginnen.

Die Gesamtkosten der Maßnahme bezifferte Baudirektor Beck auf knapp vier Millionen Euro. Weitere Kostenträger sind neben dem Freistaat Bayern der Landkreis Kulmbach für die Einmündung der Kreisstraße KU 14 nach Pechgraben, die Gemeinde Harsdorf für die Maßnahmen innerhalb der Ortsdurchfahrt von Sandreuth und die Gemeinde Bindlach für den Gehwegbau am Ortsende von Ramsenthal. Beck: "Die Firma Rädlinger hat uns einen sehr sportlichen Bauzeitenplan vorgelegt. Sie will dieses Projekt in zwei Bauabschnitten bis Dezember zum Abschluss bringen."

Die Schnittstelle der beiden Bauabschnitte bildet der Harsdorfer Ortsteil Sandreuth. Hier beginnt der erste Bauabschnitt mit einem kritischen Bauwerk, einer bis zu 2,50 Meter hohen Stützmauer von rund 40 Metern Länge. Asphaltiert wird dieser Abschnitt bis Ramsenthal bis Oktober 2019. Beck: "Wir haben bereits im Vorfeld intensive Gespräche mit allen Betroffenen geführt, damit wir die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut bringen."

In Sandreuth werden zum Schutz der Fußgänger in die Staatsstraße eine entsprechende Überquerungsinsel eingebaut und Gehwege an der Staatsstraße angelegt. Außerdem wird die gesamte Ortsdurchfahrt beleuchtet. Dafür muss aber die Gemeinde Harsdorf kostenmäßig aufkommen.

Der weitere Verlauf der Staatsstraße in Richtung Ramsenthal ist nach den Worten von Beck relativ unproblematisch. Nur die Kurve am Ende von Sandreuth wird weiter nach innen verrückt. Damit ist der Abstand zur Bahnlinie größer.

An der Einmündung zur Kreisstraße nach Zoltmühle/Pechgraben werden aus beiden Richtungen Linksabbiegespuren angelegt. Die alte Staatsstraße wird dort zum Teil als Erschließung für die landwirtschaftlichen Grundstücke erhalten. Und im Bereich von Harsdorf bis Sandreuth wird auch parallel zur Staatsstraße ein landwirtschaftlicher Feldweg angelegt, damit die zahlreichen Feldzufahrten auf eine Zu- und Ausfahrt reduziert werden. Wenn keine unvorhergesehenen Wetterkapriolen dazwischen kommen, will die Firma Rädlinger Straßen- und Tiefbau GmbH bis Anfang Dezember dieses Jahres die Baumaßnahme abgeschlossen haben. Dafür sind jedoch nach den Worten von Baudirektor Siegfried Beck umfangreiche Sperrungen und Umleitungen erforderlich, die den zügigen Baufortschritt gewährleisten: "Nach intensiven Vorgesprächen mit den Grundstückseigentümern, den Landwirten und Gewerbetrieben werden die Bauabschnitte und -zeiträume abgestimmt, aus denen die Umleitungen resultieren.

Im ersten Bauabschnitt bis etwa Mitte Oktober wird der Streckenabschnitt von der Ortsdurchfahrt Sand-reuth bis zum Ortseingang Ramsenthal ausgebaut. In diesem Zeitraum erfolgt die Umleitung aus Richtung Trebgast über Waldau - Neudrossenfeld auf die B 85 nach Bayreuth. Alternativ kann während des ersten Bauabschnitts noch die Umleitung über Pechgraben nach Neudrossenfeld befahren werden. In Gegenrichtung aus Bindlach wird über den Bindlacher Berg nach Bad Berneck über Himmelkron auf die Staatsstraße 2182 nach Trebgast umgeleitet.

Im zweiten Bauabschnitt von Mitte Oktober bis Mitte Dezember 2019 wird der Abschnitt von Harsdorf bis nach Sandreuth ausgebaut. Die Umleitungen erfolgen analog zum ersten Bauabschnitt, jedoch muss aufgrund des Ausbaus der Einmündung zur KU 14 die Alternativroute über Pechgraben nach Neudrossenfeld geschlossen werden. Baudirektor Siegfried Beck warb dafür, für die während der Bauzeit unvermeidlichen Verkehrsbehinderungen Verständnis aufzubringen. Witterungsbedingt sind zeitliche Verschiebungen möglich.

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Werner Reißaus
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Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
17:48 Uhr

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Werner Reißaus

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Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
17:48 Uhr



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