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Kulmbach

Das Kulmbach der Zukunft

Wie wird Kulmbach in 20 Jahren aussehen? Mit dieser Frage haben sich 75 Schüler aus fünf Schulen beschäftigt. Die Ergebnisse bedeuten vor allem eines: Hightech.



Annina Seifferth, Felix Neukam, Lilly Pesch und Lilo Daum (von links) haben ein Konzept für eine smarte Parkbank entwickelt. Fotos: Christina Holzinger
Annina Seifferth, Felix Neukam, Lilly Pesch und Lilo Daum (von links) haben ein Konzept für eine smarte Parkbank entwickelt. Fotos: Christina Holzinger   » zu den Bildern

Kulmbach - Für die 14-Jährigen Samuel Lettau, Tim Nikolov und Leo Popp ist klar: 2040 stehen in Kulmbach überall smarte Parkbänke. Diese messen nicht nur den Blutdruck und Blutzuckerspiegel, sondern die in die Bänke integrierten Computer suchen nach Hotelzimmern und verfügen über eine Datenbank, über die Fahrräder und Autos ausgeliehen werden können.

Das Projekt

Bereits das dritte Mal fand das Projekt "Smart City - Zukunft mitdenken" in Bayern statt. Jugendliche sollen dabei Ideen entwickeln, wie ihre Heimatstadt in einigen Jahren aussehen könnte und mit Experten die Umsetzung diskutieren. Erstmalig konnten die Schüler selbst ihre Projekte aussuchen, in den Vorjahren wurden ihnen die Themen vorgegeben. Während des ersten Tages entwickelten die Jugendlichen in Workshops mit Experten ihre Konzepte, am zweiten Tag stellten sie diese bei einer Jungbürgerkonferenz vor. Bewertet wurden die Projekte von Vertretern von Schulen, Stadt und Landkreis sowie von Vertretern der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber.


Diese Bänke verfügen nicht nur über einen Internetzugang, sondern sind auch mit Hausärzten vernetzt, die über Hologramme konsultiert werden können. "Im Fokus steht dabei aber das Carsharing, denn Teilen ist die Zukunft", sagt Tim Nikolov. Die anderen Gruppenmitglieder nicken eifrig. Die drei Jungen sind Teil des elfköpfigen Projektteams der Carl-von-Linde-Realschule, zu dem auch Annina Seifferth, Felix Neukam, Lilly Pesch sowie Lilo Daum gehören.

Die Idee für die intelligenten Parkbänke entwickelten sie gemeinsam. Und tüftelten an der Umsetzung: Die Bänke sind überdacht, verfügen über eine Sitzheizung und werden mit Strom, der von Solarkollektoren produziert wird, versorgt. Die Bänke sollen nicht nur dafür sorgen, dass sich die Kulmbacher in ihrer Stadt besser zurechtfinden, sondern die Stadt auch für Touristen attraktiver machen.

Zwei Tage lang steckten Schüler der Adalbert-Raps-Schule, des Caspar-Vischer-Gymnasiums, der Hans-Edelmann-Schule, der Max-Hundt-Schule sowie der Carl-von-Linde-Realschule die Köpfe zusammen und entwickelten zusammen mit Experten Ideen, wie Kulmbach in Zukunft aussehen könnte. Ihre Antworten auf die Megatrends wie Urbanisierung, Mobilität, Vernetzung und Wissenskultur sind individuelle Fahrkonzepte, Wohnkomplexe für den neu entstehenden Campus, ein intelligentes Jugendzentrum, ein interaktiver Touristenführer und die smarte Parkbank. Konzepte dazu entwickelten sie am Mittwoch in Workshops mit Experten. Am Donnerstag stellten sie die Ergebnisse im Rahmen einer Jungbürgerversammlung in der Dr.-Stammberger-Halle vor. Die Ideen der Jugendlichen beeindruckten nicht nur die Lehrer, sondern auch Kulmbachs Oberbürgermeister Henry Schramm: "Es hat keinen Sinn, die Augen vor dem Wandel zu verschließen, deshalb brauchen wir genau solche modernen Lösungen", sagte er

Viele der Schüler tragen Anzüge oder Blusen und schauen ernst in Richtung Bühne. Einigen von ihnen steht die Aufregung ins Gesicht geschrieben. Sie dürfen ihre Projekte einer fachkundigen Jury vorstellen. Geleitet wurde die Jungbürgerversammlung von Omid Atavi, der Jugendbeauftragten des Gemeinderats Poing. Bereits am Vortag hat er eng mit den Schülern zusammengearbeitet und kennt ihre Projekte. Als Erstes bittet er den 18-jährigen Maximilian Berger und die 16-jährige Katharina Schmidt auf die Bühne.

Die beiden Schüler der Adalbert-Raps-Schule haben sich mit ihrem Projektteam Gedanken über die Mobilität im Jahr 2040 gemacht: Innerhalb Kulmbachs wird es künftig aus ihrer Sicht autonom fahrende E-Bikes geben. Die Räder können per App angefordert werden und fahren dann zu einem festgelegten Punkt. So kann jeder zur Schule oder Arbeit fahren. Zusätzlich soll es noch gemeinschaftlich genutzte Autos geben, die zum Beispiel die Einkäufe nach Hause transportieren können. Um das umzusetzen, braucht Kulmbach aus Sicht der Schüler deutlich mehr Ladestationen für Autos und E-Bikes. "Und die Radwege müssen ausgebaut werden", sagt Katharina Schmidt. Aus Sicht von stellvertretendem Landrat Jörg Kunstmann, der für den Landkreis in der Jury saß, ist genau das die Zukunft der Mobilität. "Wir brauchen nicht nur autonome Fahrzeuge, sondern auch einen flächendeckenden Datenaustausch." Nur so sei zu gewährleisten, dass auch autonom fahrende Busse in den Ortschaften im Landkreis haltmachen können.

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Christina Holzinger
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Veröffentlicht am:
06. 12. 2018
17:44 Uhr

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Christina Holzinger

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06. 12. 2018
17:44 Uhr



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