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Kulmbach

Der Friedhof bedarf eines "Updates"

Auf Zustimmung stößt im Stadtrat Stadtsteinach ein Konzept für eine teilweise Umgestaltung: Geplant sind eine ebene Fläche vor der Kapelle und halb-anonyme Urnengräber.



Der Vorplatz der Kapelle auf dem Stadtsteinacher Friedhof soll nach den Plänen der Landschaftsarchitekten Doll & Lauenstein eingeebnet und mit Sitzgelegenheiten ausgestattet werden. Fotos: Klaus Klaschka
Der Vorplatz der Kapelle auf dem Stadtsteinacher Friedhof soll nach den Plänen der Landschaftsarchitekten Doll & Lauenstein eingeebnet und mit Sitzgelegenheiten ausgestattet werden. Fotos: Klaus Klaschka   » zu den Bildern

Stadtsteinach - Mit einem Entwurf für die Verbesserung und teilweise Neugestaltung des Friedhofs hatte der Stadtrat Stadtsteinach die Landschaftsarchitekten Doll & Lauenstein beauftragt, die ihr Konzept in der Sitzung am Montagabend vortrugen. Verbessert werden soll der Platz vor der Kapelle, die Wege sollen stabiler und auch mit Rollatoren benutzbar werden, und auf einer freien Fläche soll ein halb-anonymes Gräberfeld für Urnen entstehen.

Am Konzept der Landschaftsplaner fand der Stadtrat übereinstimmend Gefallen, weniger an den Kosten von 110 000 Euro, die sich aber über drei Bauabschnitte verteilen ließen.

Nach dem Vorschlag von Angelika Droll-Lauenstein soll der seitlich abschüssige Platz vor der Kapelle aufgeschüttet und dann eben werden. Vom mittleren Weg aus soll er über zwei Stufen und von der Seite ebenerdig und barrierefrei erreichbar sein. Nachdem die Friedhofskapelle ziemlich klein ist, halten sich die Besucher bei Aussegnungen auch auf dem Platz davor auf. Für sie sollen Sitzgelegenheiten in Form von Bänken oder Mauern in einem Rechteck um den Platz geschaffen werden. Ein Baum auf dem Platz eines aufgelassenen Grabs in diesem Rechteck soll dazu Schatten spenden.

Ein zweiter Baum und damit eine symmetrische Gestaltung, aber auch eine Erweiterung des Platzes wäre möglich, wenn sich die Besitzer zweier Gräber in diesem Areal zu einer Umbettung ihrer Verstorbenen entscheiden könnten. Mit den Betroffenen, so Geschäftsstellenleiter Florian Puff, wird man sich deshalb in Verbindung setzen. Eine Entscheidung darüber möchte die Stadt jedoch in jedem Fall den Hinterbliebenen überlassen.

Für den Platz vor der Kapelle sind Kosten über 68 000 Euro kalkuliert. Darin enthalten sind auch die Kosten für die Erneuerung der zentralen Wege auf dem Friedhof. Die sind derzeit mit Splitt versehen und an vielen Stellen ziemlich "schwammig" und mit Rollatoren zum Beispiel nur noch schwer begehbar.

Auf dem Stadtsteinacher Friedhof gibt es alle gängigen Möglichkeiten der Bestattung, nicht jedoch für anonyme Urnengräber, so Bürgermeister Roland Wolfrum. Danach werde allerdings in jüngster Zeit vermehrt gefragt. Hinterbliebene hätten sich deshalb auch schon entschieden, die Urnen ihrer Verstorbenen nicht in Stadtsteinach beisetzen zu lassen. Deshalb wolle man auch dafür die Möglichkeit schaffen. Dies wäre auf einem derzeit nicht belegten Platz in der Mitte des alten Friedhofs möglich, auf dem sich nur drei Gräber mit Erdbestattung befinden. Dieses Areal soll nach dem Vorschlag der Landschaftsarchitekten mit einer niedrigen Hecke umgeben werden; auf der Wiese befänden sich dann bis zu 46 Urnengräber, die jeweils ebenerdig mit einer nicht beschrifteten Steinplatte abgedeckt sind. Die Namen der Beigesetzten würden an einem zentralen Gedenkstein verzeichnet, ohne die genaue Lage der Urne zu kennzeichnen. Auch in diesem Areal sollen Sitzbänke für die Hinterbliebenen zum Gedenken aufgestellt werden. Laut Kostenvoranschlag müsste die Stadt hierfür 35 000 Euro aufwenden.

Weitere 10 000 Euro würden anfallen, um den abschüssigen hinteren Zugang zum Friedhof zu sanieren. Dazu soll der Weg bis zum Tor asphaltiert und ab da "wassergebunden", optisch ähnlich wie bisher jedoch stabiler gebaut werden.

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Klaus Kaschka

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2018
00:00 Uhr

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